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Gedichte über Freiheit - Seite 203


Springi die Springspinne

Springi, die Springspinne

Kapitel 1

Mama Hopsasa und Pappa Bungi waren über Springi nicht gerade erfreut, denn er war eine faule Springspinne. Alle in seiner Altersgruppe nahmen an Springwettbewerben teil und seine Schule war mit Abstand die Beste weit und breit aber keiner konnte Springi davon überzeugen mitzumachen.
Man überlegte schon ihn aus der Schule auszuschließen aber seine Noten waren überdurchschnittlich gut und er gewann viele Preise bei wissenschaftlichen Wettbewerben aber auch bei Schreibwettbewerben hatte er schon so manchen Text verlegen können aber tat es mit einem Pseudonym und deshalb konnte er kaum Aufmerksamkeit in der Schule erzielen.
Springi war ein ruhiger, introvertierter Springspinnenjunge und hing sein enormes Wissen in naturwissenschaftlichen Fächern und Textverfassungen nicht an das große Netz.
Das er trotzdem jeden Morgen seine sportlichen Betätigungen, und das bevor die meisten aufstanden, wahrnahm bekam deshalb auch niemand mit oder ignorierten es einfach, denn es war ja Springi, die faule Springspinne.
Seine Eltern hingegen erkannten sehr schnell, auch durch die Besprechungen mit vielen Lehrerinnen und Lehrern, was für Potenzial in Springi steckte und änderten Ihre Meinung und unterstützten ihn wo Sie nur konnten.
Jetzt, im Sommer, finden wieder die internationalen Springmeisterschaften der Jugend statt und dieses Mal war Springis Schule Gastgeber für 5000 Athletinnen und Athleten aus den unterschiedlichsten Ländern mit vielen Lebensweisen, die sich von Springi und seinen Artgenossen teilweise gravierend unterscheiden. Die Delegationen aus Afrika und Australien haben eine ständige künstliche Höhensonne dabei um die Temperaturen, die diese benötigen, zu gewährleisten. Die Athletinnen und Athleten aus den Regenwaldsystemen wiederum brauchen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, denn sie würden sonst sehr schnell austrocknen.
Das Springi einen großen Anteil an der perfekt funktionierenden Technik hat, das wussten nur ein paar ältere, schon lange unterrichtenden Springspinnenlehrerinnen und Lehrer. Als Springi vorbeikam um nach der Funktionalität der Technik zu schauen legten vorsichtig einige zwei, drei Beine auf ihn als Zeichen der Wertschätzung und Springi bedankte sich, wobei er etwas verlegen aussah. Die älteste Springspinne, Lehrer und Professor Rosenbrücke, zuständig für Mathematik, Physik, Astronomie und Chemie, sagte leise zu ihm: "Springi, Du bist eine sehr kluge und junge Springspinne und in vielen Belangen Deinen Klassenkameradinnin und Kammeraden weit vorraus und trotzdem bleibst Du so bescheiden. Glaube mir, wenn ich Dir sage, dass das noch für Dich sehr viel gutes in Deinem weiteren Leben bringen wird. Man wird bestimmt noch Generationen nach Deinem Ableben von Dir sprechen, was Du alles an positiven Werten für uns geschaffen hast".
Springi, wieder etwas verlegen, nahm seine beiden vorderen Beine und legte sie sanft neben den schon ergrauten Kopf des Professors als Dank seiner Wertschätzung.

Eine Stimme aus einem Lautsprecher ertönte plötzlich und kündigte den alsbaldigen Beginn der Spiele an und ein Raunen ging durch das Stadion.

Das Orchester war auf dem Weg zur Mitte des Stadions um gleich die internationale Sporthymne zu spielen. Ein kurzes Einspielen der 15 Musiker, dann absolute Stille und die Musik fing leise an und steigerte sich langsam zu einem rauschenden Fest der Noten und plötzlich, wie auf ein unsichtbares Kommando sangen 735000 Springspinnen die Hymne und das mit voller Leidenschaft, auch Springi sang mit, denn die Melodie und der Text war einfach nur schön.

Der Sprung zur Sonne

Die Sonne geht auf und wärmt uns alle auf
lässt uns das machen was wir wollen
Und das ist

Springen, springen, springen
Wir wollen alle nur
Springen, springen, springen

(Wenn das Wort Springen kam sangen alle mit voller Leidenschaft und so laut sie können)

Heute ist der Tag an dem wir alle
Springen, springen, springen
der Sonne entgegen um sie zu ehren
und deshalb wollen wir heute zu ihr
Springen, springen, springen
Und jetzt geht's loooos!!

Als der letzte Ton verklang sprangen alle im Stadion aber auch wahrscheinlich alle die vor den Fernsehgeräten oder auf ihren Handys die Liveübertragung sahen, gleichzeitig ein Stück in die Luft und als alle wieder aufkamen erzeugte das ein ganz besonderes Geräusch und wieder ging ein Raunen durch das Stadion.
Jetzt schauten alle Richtung Osten und man hätte das Flügeschlagen einer Motte hören können, so still war es geworden.
Alle warteten, das die Sonne über dem Stadion aufgeht und in dem Moment, als sie im vollen Umfang am Himmel stand ertönte aus dem Lautsprecher ein Signal und alle Athleten und Athletinnen liefen gleichzeitig los und an einer quer zur Laufrichrichtung aufgemalten Linie sprangen alle gleichzeitig ab um Richtung Sonne zu springen. Dieser Sprung gehörte nicht zum Wettbewerb dazu, sondern war eine Geste der Dankbarkeit dem Stern gegenüber, das dieser das Leben, was sie alle leben können, ihm zu verdanken haben.

Ende Kapitel 1

Jwu 68
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Der Angstmacher

Der Angstmacher

Man kann das Leben schwer genießen,
wenn rundherum die Russen schießen.
Denken wohl, dass jeder sowas tun kann,
und legen sich mit der ganzen Welt an.

Doch alle Welt ist seither gegen ihn,
man nimmt diese Aggression nicht hin.
Leute die immer aus der Reihe tanzen,
sollte man zertreten wie die Wanzen.

Die Vergangenheit lehrt uns aufzupassen,
sie nicht noch mehr Unfug machen lassen.
„Auf ein grobes Teil, gehört ein großer Keil“,
Millionen Tote 1914-45 mahnen uns derweil?

Anmerkung des Autors:

Der Ausdruck "Auf ein grobes Teil gehört ein großer Keil" ist eine Variation des Sprichworts "Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil" und bedeutet, dass man auf grobes oder unverschämtes Verhalten auch mit grobem oder unverschämtem Verhalten reagieren muss. Es ist eine Aufforderung zu einer direkten und unnachgiebigen Haltung gegenüber Menschen, die sich respektlos, provokativ oder aggressiv verhalten.

Der Erste Welt-Krieg begann am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien durch Kaiser Franz Joseph I. und endete mit dem Waffenstillstand von Compiègne am 11. November 1918 mit ca. 17 Millionen Toten.

Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen. Knapp 60 Millionen Menschen verloren während des sechs Jahre dauernden Krieges ihr Leben und endete für Deutschland mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945, die den Waffenstillstand und den Frieden in Europa markierte. Deutschland wurde daraufhin in vier Besatzungszonen aufgeteilt und die Siegermächte übernahmen die Regierungsgewalt in den Ost- und Westteilen unserer Heimat. Der achte Mai, wird in Deutschland seither als "Tag der Befreiung" vom Faschismus gefeiert. Die Teilung Deutschlands dauerte fast Vierzig Jahre von 1949 bis 1990 und wurde durch den Russen Michael Gorbatschow und Helmut Kohl beendet. Ich bin am 14.09.1938 geboren und vor ein paar Tagen 87 Jahre alt geworden und habe das alles miterlebt. Meinen Vater lernte ich erst im Jahre 1947 kennen, als er aus der Gefangenschaft von der Krim mit 42 Kg Lebendgewicht nachhause kam. Von den 220.000 Tausend Deutschen Soldaten von der Krim, kamen nur 2000 wieder in die Heimat zurück.

Meine Familie verlor vier Männer, zweieinhalb Häuser, zwei gutgehende Geschäfte und die Zukunft einer ganzen Generation, in den Katakomben der russisch-kommunistischen-dummköpfigen-idiotischen-DDR Wirtschaft. Meine Frau und ich flüchteten 1959 in die BRD und bauten uns eine eigene Existenz auf. Unter der Trennung hatten beide Familienteile furchtbar zu leiden.
Wir Deutschen möchten so etwas nie wieder erleben und damit glaube ich im Namen aller Menschen, die auf auf dieser unserer Erde leben zu schreiben.

Rei©Men 2025
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