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Gedichte über Fantasie - Seite 385


Blind Date ...

Beim „Blind Date“ denken manche Leute
Sie machten dabei "Fette Beute"
Doch meistens wird´s ein Super – "GAU",*
mal für den Mann mal für die Frau.

Am End oft, denken alle beide:
"das war doch pure Langeweile".
Im Internet fängt es meist an
man trifft sich, irgendwo und -wann,

Ein Beispiel wie ich es gehört
dazu noch reichlich unerhört,
soll folgender Bericht Euch geben
Es ist, sagt man, voll aus dem Leben:

Am Abend nach der Tagesschau
war der Termin… beim Turm genau.
Dort wo die großen Glocken stehen,
da wollte man sich erst mal sehen.

Erkannten sich auch schon von weitem,
man wechselt Förm- und Herzlichkeiten.
Dann lädt er sie zum Essen ein,
doch ihr entfleucht ein kurzes „Nein“.

Sie wollt´ erst ´nen Spaziergang machen
Er stimmte zu (gequält sein Lachen)
Dann sagte sie (man kanns verstehen):
Lass durch den Park uns erst Mal gehen

Erzähle Du etwas von Dir
und ich dann später was von mir.
Doch er, der andres wollte machen
als nur zu reden und zu lachen,

ging über, sofort, zum Finale
Mit Halalie, ohn´ Vorsignale.
Will keine Zeit verstreichen lassen,
denkt nur, ich werd´ s mal hurtig machen.

Versucht zunächst ein "heftig Schmusen",
begleitet von dem Griff zum Busen.
Da holt sie aus, der süße Hase
drückt voll die Faust ihm auf die Nase.

Bevor´s "Blind-Date" begonnen gar.
war´s schon vorbei. Das war ja klar.
Für ihn lief es doch äußerst dumm
zudem war noch die Nase krumm.

Man trennte sich gleich auf der Stelle
sie mit Gebrumm, er mit ner Delle.
Von Stund an dachten sie gemeinsam:
Nie mehr ein Blind-Date... lieber einsam.


GAU = Größter Anzunehmender Unfall
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Im Saal der Ballance..

Tausende Treppen..
Puh!
Puh!
Wieviele soll ich denn noch hochsteigen, wass hat John nur vor?
Was..
Was..
Was, hm?
Vivien runzelte ihre Stirn.
So, nun nur noch ein Stockwerk, dann..
Aber dann bin ich da.
Da.
Endlich da!
Vivien richtete ihr kurzes Kleid und war hoch erregt und gespannt, wass ihr nun hier wohl wiederfahren würde, wass nur..?
Vivien näherte sich einer schneeweissen altfrainch gebogenen Saaltuere, ihr Herz pochte wie wild, sie war erregt..
Erregt.
Puh, ist mir heiss!
Sie spingste zwischen dem kleinem Zwiespalt, wass nun wohl zum Vorschein kommen wird..
Es war dunkel in dem Saal und auf dem glänzenden korallfarbenden Marmorboden, spiegelten sich etwaige Kerzenschimmer wieder.
Der ganze Boden voller Teelichter versehen, Dufrosen und etwaige Liebeskugeln..
Liebeskugeln?
Liebeskugeln?
Puh!
Puh!
Puh, wass hat er nur mit mir vor..?
Vivien strich sich zartgleitend über ihr, wie wild schlagendes Herz.
Was nur?
Was?
Sie glitt langsam stets voran, sie gelangte an einen schwarz glänzenden Lacktisch, wo auch darauf etwaige Duftrosen stets verlagert waren, sowie dutzende leuchtende Teelichter, sowie auch Kerzen..
Einfach eine leuchtende Pracht, eine gigantische.
Und da?
Und da?
Erdbeeren, Sahne und eine Augenbinde..
Puh!
Viviens Mechanismus spielte gerade dessen mal Achterbahn.
Achterbahn!
Oh!
Oh!
Folge als gleich, hauchte urplötzlich eine sanfte Stimme in ihr Ohr, heute Nacht wirst du mein sein, nur mein.
Hörst du!
John!
John!
John, John entgegnete es Vivien strurstraks aus ihrem Mundwinkel.
John..
John presste seine weichen Lippen, auf die Ihrigen und liess seine triefend nasse Zunge sprechen..
Sprechen, sprechen wie ein heisser Vulkan.
Ihrer beider nassen Zungen, sie wurden eins..
Eins.
Du bist mein Schicksal und nur du,
nur du.
Stetig sie die Ballance im Saal gefunden,
mit..
Mit,
mit uuuh,
du..
Du.
Seelenverwandt,
ineinander verschweisst..
Verschweisst.
Verschweisst,
im Seins.
Im Saal,
er der Ballance,
gekonnt.

Die Verführung..

... ... ...

gez.: Mareike Rauh
Copyright
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