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Gedichte über Fantasie - Seite 385




Der sonnige Abschnitt..

Der sonnige Abschnitt..

Reckend und gähnend wälzte sich Penélope durchs Bett.
Sie nahte einer verstrupten Gans, ja einer Gans. Hallo, guten morgen.. Guten mooorgen.. Daniel, grinste. Guten mooorgen.. Hmmm, lass es. Wie? Wie lasse es, wieso das denn? Entgegnete es Daniel. Wieso denn nun das, du Teddyfrau? Bist du etwa ein Muffelchen? Penélope musste gähnen. Neiiin. Nein. Ok. Ok, sauste es aus Daniels Mundwinkel, ok. Ich, ich bin kein Muffelchen, ich bin eine hungrige dumme Gans. Eine hungrige dumme Gans? Daniel schaute etwas entgeistert obendrein.. Eine dumme Gans? Ja. Wieso denn das? Für mich bist du die Teddyfrau. Wie? Ja die Teddyfrau, sie Schwedische Brötchen liebt. Daniel entflauste ein schelmisches grinsen.. Ja. Ja, stimmt. Lecker.. Na, dann folge mir unauffällig in die Küche, bitte. Penélope schaute verschlafen und verträumt zugleich. Na komm! Daniel nahm sie bei der Hand und führte sie bis zum liebevoll gedeckten Tisch. Oh, dass ist aber schön. Penélope enflieh ein zerknutterndes grinsen.. Na und was sagst du meine Teddyfrau? Gut, oder?! Ja. Wiebitte? Habe ich da gerade irgendetwas falsch verstanden? Neiiin. Nein, sauste es aus ihrem Mund. Neiiin. Das gleicht dir. Daniel schaute etwas frech obendrein. Nein, nein so richtig frech. Ein richtiger Schelm.. Was? Was, wer? Daniel erwähnte es im Spassfaktor, wass wer? Wer? Na, wer? Na duuu! Du! Du, Penélope grinste dreckig, du. Ooooh, lieben dank Teddyfrau. Bitte. Penélope knippte ihm frech grinsend zu, du. Daniel nahm sie auf den Arm, na warte.. Aaaaahr, aaaaahr.. Penélope schrie wie eine Terantel, nein.. Nein.. Nein, Danieeeel.. Nee, nun ist Schluss. Schluss, du Teddyfrau! Waaaas denn? Waaaas hast du vor? Daniel grinste dreckig, nun folgt der sonnige Abschnitt. Dein Abtritt! Ab in die Wanne mit dir, uns..

Der sonnige Abschnitt.

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gez.: Mareike Rauh
Copyright


Das neue Leben

Mit achtzig Jahren ist Ernas Mann gestorben.
Das hat Erna die ganze gute Laune verdorben.
Deshalb hat sich Erna nachts direkt an Gott gewandt
Und hat ihm ein Stoßgebet "ganz dringend" gesandt:
"Ach Gott, hilf mir, was sind das für Sachen,
was soll ich alte Frau jetzt alleine machen?
Ich habe mein ganzes langes Leben
Für meinen Mann dahingegeben.
Und jetzt hast Du ihn unter die Erde gebracht.
Und was hast Du Dir denn für mich ausgedacht?"
Und Gott glättet sich verlegen die Haare,
Er schaut sich Erna an, na ja sechzig Jahre
Überall zeigen sich bei ihr schon die Runzeln,
Aber dann fängt er doch an zu schmunzeln.
"Bevor ich anfange Dir einen Ratschlag zu geben
Sag mal wie lange willst Du denn noch leben?"
Und Erna sagt: "Wenn Dich das auch wundert,
am liebsten da würde ich doch direkt hundert!"
"Gut, sagt darauf der Liebe Gott
Ich schreib's in Dein "Lebensbuch" sofort."
Für den Rest der Nacht schlief Erna entspannt.
Aber nächsten Tag ist sie sofort zur Versicherung gerannt
Und ließ sich die Lebensversicherung ihres Mannes auszahlen.
Und dann begann sie sich ihr neues Aussehen auszumalen.
Sie ließ sich Fett absaugen und den Busen liften
Und die Hüften sollten nicht mehr auseinanderdriften
Ihre Lippen waren schon etwas abgenützt
Die wurden etwas voller gespritzt
Ach alles, was sie früher dachte, "dass es Gott erbarm"
Das ließ sie erneuern bei einer Schönheitsfarm.
Und als sie mit allem zufrieden war
Bot sie sich erneut ihrer Umwelt dar.
Herrlich anzuschau'n neu gewandet
Die Augen verführerisch goldgerandet
Ging sie spazieren im schönsten Sonnenschein
Und sie blieb auch sofort nicht mehr allein.
Viele Männer sahen auf einmal: Oh Schreck!
Ein zu schneller Laster fuhr über sie weg.
Im Sterben noch ruft anklagend zu Gott:
"Aufhören mit dem Unsinn und zwar sofort
Ich lebte nur noch einige Wochen,
Du hattest mir hundert Jahre versprochen!"
Dann kam eine Stimme wie von einer Bühnenwand:
"Ach Erna, Du bist's, ich hab Dich nicht wieder erkannt!"

Don 19- 07. 2015
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