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Gedichte über Energie - & Seelenvolles - Seite 254


Zum 90. Geburtstag

Es ist uns eine große Ehre
und manchmal eine kleine Lehre,
mit dir zu feiern diesen Tag,
den langen Weg mit mancher Plag,

den du bis heute hast gemeistert
Wir sind sehr dankbar – und begeistert,
dass wir ihn miteinander feiern!
So lass uns heut nicht lang rumeiern:

Die Neun, sie ist die höchste Zahl!
Beinah das Höchste, was einmal
ein Mensch erreicht, was ihm geschenkt!
Was immer unser Leben lenkt:

viel mehr wird keiner mehr erstreben
Drei Mal die Drei ist stärkstes Leben
Du hast schon deinen Weg gemacht
Respekt ist hier wohl angebracht!

Neun Musen kennt die alte Welt,
neun Künste, die sie uns darstellt
Neun Engelchöre in der Höh‘
Neun Tugenden vermeiden Weh

Neun Monde ruht das Kind im Bauch
Dann kommt der große Lebenshauch
Man muss hinaus, man wird gebor’n
Ein neues Leben wird erkor’n

Die Neun, die stößt an eine Grenze
So viel erlebt und so viel Lenze
Wir sind getrost und auch erfüllt
Des Himmels Segen uns einhüllt


Anm.: Die Neun ist die dreifache Drei, eine außerordentliche Dynamik und Potenzierung. Die kreative Kraft kommt zur Vollendung. Dann geht es wieder in einen neuen Zyklus mit der Zehn, die die Eins regeneriert. Auch die Neun gilt als heilige Zahl. Eine neunstöckige Pagode gilt in China als besonderes Zeichen des Himmels. In der christlichen Tradition ist sie die angelische Zahl, die Zahl der Engelchöre.
Die Offenbarung des Johannes gibt einen dazu passenden Vers: „Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben“ (2/9). Er wird sehr gerne in dieser Lebensphase genommen.
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Der Tänzer

Am Ende tanze ich. Wie immer ich auch
belogen werde. Was ich auch immer an
Falschem aushalten muss! Was mir auch
so an Üblem begegnet! Wie immer ich auch
so überlebe. Immer Pleite. Immer kurz vor
dem Durchdrehen. Und ich denke mir:
"Irgendwann werde ich vor Gott stehen!"
Und er wird mir sagen:
"Ich habe Dich nie mit Jemanden reden
gesehen! Ich habe nie gesehen, das Du
wirklich Freunde hattest! Ich habe nie
gesehen, das Jemand ehrlich zu Dir war!
Aber ich habe gesehen, wie Du am Ende
des Tages getanzt hast. Wie Du am Ende
doch das Leben gesehen hast. Wie Du am
Ende ohne Hass warst. Wie Du am Ende
gelacht hast! Wie Du am Ende gesungen
hast. Wie Du am Ende alles Glück warst!
Wie Du am Ende das Leben warst. Wie Du
am Ende wusstest was zählt!

Am Ende tanze ich. Ganz gleich was
falsch läuft. Gleichgültig was ich sehe.
Wie einsam ich auch bin. Wie verraten
und verloren. So ohne alles was Freude
gibt. Und ehrlich und aufrichtig zu mir
ist. Und ich denke mir: "Irgendwann
werde ich vor Gott stehen!" Und er wird
mir sagen: "Ich habe nie gesehen
das Dir auch Jemand vertraut hat! Ich
habe nie gesehen, das auch Jemand gut
zu Dir war! Ich habe nie gesehen,
das Dich auch Jemand akzeptiert hat!
Aber ich habe gesehen, wie Du am Ende
des Tages getanzt hast. Wie Du die Welt
zum Lächeln gebracht hast. Wie Du das
Leben genommen hast. Mit Gedanken! Mit
Phantasie! Mit Liebe. Immer nahe daran
das Rätsel zu lösen. Die Wahrheit zu
sehen. Das Geheimnis. Mit allem was
Du willst! Immer ein Tanz.

Am Ende tanze ich. Nach allen Fehlern
die ich mache. Nach all dem wie ich
auch ausraste. Und nicht mehr weiter
weiß. Nur so auf dem Bett liege. Und
nachdenke und zweifle. Und nichts bleibt!
Und ich denke mir: "Irgendwann werde
ich vor Gott stehen!" Und er wird sagen:
"Ich habe nie gesehen, das Dich auch
Jemand ernst genommen hat! Ich habe nie
gesehen, das Dir auch Jemand etwas
geschenkt hat! Ich habe nie gesehen,
das Dich die Leute auch respektiert
haben! Aber ich habe gesehen, wie Du
am Ende des Tages getanzt hast. Wie Du
ein Traum warst! Wie Du der Himmel warst!
Die Sterne und alles Licht. Und so nahe
bei mir, wie es nur die Liebe sein
kann. Mit allem sehen und erkennen
des Lebens. Und immer mit offenen
Armen. Und immer der Tanz!

Klaus Lutz
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