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Gedichte über Emotionen - Seite 454


Bedenkliches Denken

- Alle hie aufgeführten Charaktere sind fiktiv -
-1-
Er ist nicht von dieser Welt

Durch seine mentalen Filter
nahm er die Realität
verzerrt und eingeengt wahr,
fühlte sich in dieser Welt
unerwünscht, seelisch verloren.
Jetzt lebt er in seiner Traumwelt,
in der er sich unentwegt
um die eigene Achse dreht,
ohne zu merken, dass er
die Anbindung an die Realität
seit Langem verloren hat.
-2-
Was tun?

Im Denken
Ist sie sprunghaft,
dass er ihr mental
nicht folgen kann…

Sein Verständnis
für ihr Gerede
ist und bleibt
lückenhaft.

Sie fühlt sich
von ihm
unverstanden,
nicht für voll
genommen….

Ihm ergeht es mit ihr ebenso.
Wie kann ihnen geholfen werden?
-3-
Nicht vom Fleck kommen

Er ist ein Opfer
seiner Automatismen
und eingefleischten
Gewohnheiten,
tritt auf der Stelle,
macht mehr Desselben
und merkt nicht,
wie er am wahren Leben
ständig vorbeilebt.

Auf dem Sterbebett
kommt ihm die Erkenntnis,
leider zu spät!
-4-
Obsession

Der Folterknecht hat ihren Kopf besetzt,
hat sie gequält, ihre Seele verletzt,
in den Boden gestampft, ihre Würde,
ihr auferlegt ne hohe Angsthürde.
Er hat ihr Selbstbild total zertreten,
sie fühlt sich wie ein Fisch ohne Gräten
ihr seelisches Rückgrat ist zerbrochen,
doch beginnt die Wut in ihr zu kochen.

Sie sagt ihrem Folterknecht den Kampf an,
der sich entpuppt als furchtsamer Mann.
-5-
Letzte Chance

Auf dem Sterbebett
schlägt die Stunde
der Wahrheit.
Das Herz drängt sich
in den Vordergrund,
bringt den Verstand
zum Schweigen.
Lang unterdrückte
Gefühle quellen hervor,
wollen "gemeinsam"
gelebt werden,
bevor es zu spät ist
und Schuldgefühle
zurückbleiben.
-6-
Ordnungshüter der Gedanken

Deine Gedanken schweifen ab,
hüpfen wie Flöhe kreuz und quer
durch dein Denkgebäude,
entwickeln eine Eigendynamik,
mischen deine Gefühlswelt auf,
sorgen für heilloses Durcheinander.

Es liegt einzig und allein an dir,
dieses Chaos zu ordnen.
-7-
Parallelwelten

Die unzähligen
Menschenbilder
in den Köpfen
der Lebewesen
aller Nationen
generieren
"Parallelwelten"
inmitten der Realität.

Der Übergang ist fließend
und dies beeinflusst
auf subtile Art und Weise
unser aller Leben
mehr als wir
wahrhaben wollen.

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Gedankenchaos - Wie zu Verstand kommen? -

-Alle hier aufgeführten Charaktere sind fiktiv -
-1-
Gedanklich abirren

Flatterhafte Gedanken
führen ein Eigenleben,
sabotieren den Willen,
deuten die Realität um,
manövrieren „Denker“
ins Abseits oder
in eine gedankliche
Sackgasse, fernab
der Zielgeraden.
-2-
Wie wird das enden?

Sein Verstand ist
wie ausgehebelt,
unbeherrschbare
Gefühle durchpflügen
seine Innenwelt,
hinterlassen Chaos
und Verwüstung:
der „Heimgesuchte“
bricht zusammen,
glaubt, den Verstand
zu verlieren,
verrennt sich in eine
Ausweglosigkeit,
die ihm das Leben
kosten könnte,
falls die Vernunft
nicht obsiegt.
-3-
Seelischer Rückzug

Ihr neues Zuhause
ist ihr Schneckenhaus,
in das sie sich
zurückgezogen hat,
wo sich verschließt
gegenüber dem Leben
und dessen Freuden,
in Opferhaltung
der Schicksalsschläge
harret, wie gelähmt.
-4-
Gedankenstille

Zu viele unnütze Gedanken
bringen dich seelisch ins Wanken,
zerstören deines Denkens Klarheit
und rauben dir wertvolle Zeit.

Lass Stille in deinem Denken zu,
bringe mentalen Sturm zur Ruh
hör auf dein Herz, lasse es sprechen,
dann ebbt ab, schmerzvolles Stechen.

Klaren düstere Gedanke auf,
bringt dich seelisch nichts ins Wanken
dein Denken schlechte Launen vertreibt,
du genießt Zeit, die dir verbleibt.
-5-
Verstand gezielt einsetzen

Die Gedanken unter Kontrolle halten.
Inhalte des Gedächtnisses verwalten.
Mit mentaler Stärke Gefühle zügeln.
Mit Raffinesse Fehler ausbügeln.
Sich Anweisungen nicht vorschnell fügen.
Falls nötig, von Notlügen Gebrauch machen.
Ausgeklügelte Pläne aushecken.
Mit Scharfsinn eigen Fehler verdecken
und die der andren aufdecken.

All dies und viel mehr
dank einer ungebrochenen Verstandeskraft.
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