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Gedichte Über Bilanz - Seite 4


Welt im Wandel

Wann haben wir es endgültig kapiert,
dass der Klimawandel auch uns tangiert,
öffnen die Augen, es siegt der Verstand –
denn Fluten verwüsten auch unser Land,
das rasende Wasser, es kam in der Nacht,
als alle im Schlaf, mit unfassbarer Macht,

zu viele Menschen sind hilflos ertrunken
und Dörfer in Monsterwellen versunken,
doch lasst uns nicht nur an eignes Leid denken,
sondern den Blick auf das Ganze nun lenken,
in fernen Ländern herrscht Hungersnot
und mit Sichel und Sense Gevatter Tod,

wir bleiben beruhigt, sind hier gut geschützt,
das Dumme ist, dass uns dies wenig nützt,
das Unheil betrifft den gesamten Planeten,
wir müssen handeln, nicht länger nur reden,
überall in der Welt, da brennen die Wälder,
vernichtet, versengt sind Ernten auf Feldern,

wer nachdenkt und mitfühlt, weiß es genau,
was uns allen da droht, ist der ganz große Gau,
immer mehr Landschaften hier auf Erden
werden für uns unbewohnbar bald werden,
Gebete für Frieden gemeinsam nun sprechen,
alle Kriege beenden, sonst wird es sich rächen,

wenn ich wage, zu sagen, noch ist es offen,
der Mensch ist auch gut, wir dürfen hoffen –
dann werde ich still, doch der Trost ist schal,
die Wahrheit sieht so aus – es scheint uns egal;
die Mitternacht ist schon weit überschritten,
und dennoch sollte man flehen und bitten –

wir alle gemeinsam, ob Kind, Frau, ob Mann –
schauen hin, denken um, packen freudig mit an!
Was ich mir da wünsche, ist nicht realistisch?
Das weiß ich, täusche mich selbst absichtlich;
das Grübeln ist nötig, doch zu viel tut nicht gut -
denn zum Weiterleben, da brauche ich Mut …







© M.M.
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Wenn man vorher wüsste, was wäre dann?

Wir haben gekämpft, immer und überall.
Gegen einen unsichtbaren Feind-und wie sicher wir uns waren, das der Sieg zum greifen nah erscheint.
Die Munition aus Liebe, Hoffnungslosigkeit, Zorn, Angst ist aufgebraucht, bis auf einen letzten Schuss.
Also überlege gut, für welchen Grund du ihn einsetzen musst.
Man wünscht sich, alles wär anderst - doch das wünschen viele andere auch.
Doch letztendlich zahlen alle immer wieder drauf.
Wenn man vorher wüsste, wie schlimm manches im Leben endet, wie sich das Blatt vom Guten zum Bösen wendet.
Und alles, was noch nicht begann, schon vorher endet.
Würde man trotzdem zulassen das es beginnt, voller Liebe und Hoffnung, die man hatte als Kind?
Wenn der Schmerz im Leben überhand nimmt, und in jedem deiner Tage nichts mehr stimmt!
Würdest du trotzdem den gleichen Weg Gehn?
Und versuchen, das Gute zu suchen, um die Hoffnung zu sehen!
Wenn deine Kraft nach dem kämpfen verbraucht ist, und Du bist leer.
Findest den Grund zum weiterleben nicht mehr!
Unruhig wie ein Tier im Käfig, dein Tag beginnt, und du am Leben vorbei lebst
und die Zeit viel zu schnell verrinnt!
Wenn alles was dir Wichtig, nur noch eine Nebenrolle spielt.
Und du spürst, das dein Schicksal erneut auf dich zielt.
Wenn du Dich fragst, wofür Du das tust,
nicht zur Ruhe kommst, keinen Schlaf findest, weil Du wach bleiben musst!
Und das Leben dich zeichnet,
dir kein Lächeln mehr malt!
Oder sind wir verdammt, das man im Leben alles doppelt bezahlt?
Wenn du ängstlich fragst, wann der Tod dich holt, aus diesem Leben voll Pein!
Könnte der Tod da nicht eine Erlösung sein?
Wenn er kommt, nimmt er deinen Schmerz, und gibt dadurch Frieden deinem zermürbten Herz.
Was glaubt ihr, wie euere Entscheidung wär, wüßtet ihr vorher -
wie das Ende vom Anfang wär?
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