Profil von Scully Van Funkel - Keller

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Anzahl Gedichte: 166
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Gedichte gelesen: 24.024 mal
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Titel
46 An einem ganz gewöhnlichen Wochentag
Vorschautext:
Im Niemandsland halbwacher Gedanken,
erscheint die detachierte Schaufensterpuppe,
die unsere Welt
mit ihrem leeren Blick fixiert


Plastische Existenz im gedankenlosen Körper,
zum Schweigen gebracht,
damit sie ihr Selbst nicht verleugnen muss,
wenn ihr der rechte Arm auf links gedreht wird


...
45 Alleingang
Vorschautext:
In dieser überfüllten Welt
stehst du allein im Dunkeln
vor der Tür der Erlösung

Es ist an der Zeit,
das Licht einzuschalten
Es ist an der Zeit,
die Tür aufzustoßen,

damit du erkennen kannst,
dass deine Einsamkeit
nur ein Zeichen ist
...
44 Wenn die Welt, die wir lieben, endet
Vorschautext:
Ich möchte mit deinen Augen fliegen,
an Orte,
an denen ich noch nie war


Ich möchte mit deinen Augen denken,
bis mein Verstand verblasst

Ich möchte mit deinen Augen sehen,
wie meine Welt dahinschmilzt

Ich möchte mit meinen Augen träumen
...
43 Freiheit der Seele
Vorschautext:
Benutze die Freude als Waffe,
vernichte die Vergangenheit,
erkenne die Zukunft im Feuer,
ordne die Runen neu,
bevor die Würfel gefallen sind

© Scully van Funkel - Keller
42 Am Tag ohne Wiederkehr
Vorschautext:
Am Tag ohne Wiederkehr
werden die erschöpften Seelen ambitionierter Männer
in kalte Denkmäler verwandelt

Im Schatten blutgetränkter Flaggen
ruhen weiße Tauben
auf den leblosen Trauersteinen

Das Gefieder mit Tränen, Staub und Blut bedeckt
breiten sie ihre Flügel aus
und flattern in die teilnahmslose Gleichmut

...
41 Je weniger du weißt, umso mehr kannst du sein
Vorschautext:
Wenn das Tageslicht des Lebens sich verabschiedet
und ich nirgendwo mehr hingehn kann,
erzähle ich dir vielleicht meine Geschichte,
von meinen Träumen,
und
vom Mitternachtsstern,
auf dem ich jetzt wohne




Du hast jetzt deinen eigenen Ruf,
...
40 Lee(h)re
Vorschautext:
Diese Welt ist leer,
das Land ist so frühlingsgrün
Es kommt mir so seltsam vor,
wenn ich neben mir stehe

Ich bin Eins mit der Lee(h)re


© Scully van Funkel - Keller
39 Perpetuum mobile
Vorschautext:
Wenn der Donner niedergeht
und Frühlingsstürme die Träume wegblasen,
flüstert die heisere Stimme des Todes
vom Schicksal des Untergangs

Auf dem Altar des Krieges
gleitet das verwesende Fleisch in die Anonymität,
verschwinden Seelen in den Ruinen vergessener Zeitalter,
ohne Morgendämmerung

Das nächste Leben
wartet bereits in der großen Halle der Zukunft,
...
38 Julimond
Vorschautext:
Ich mag die einsamen, ruhigen Nächte,
wenn das Licht des Mondes
auf den sich wiegenden Ästen und Blättern rastet

In jener Zeit der Nachtsprachen,
verweile ich am Rande der Ewigkeit,
und versinke in der Leerstelle der Emotionen



© Scully van Funkel – Keller
37 Teich-Elfen
Vorschautext:
Glitter bestäubte Libellen
schweben auf dem heißen Sommeratem,
landen sachte auf quirlblättrigen Tausendblatt
und lauschen dem süßen Gesang
buntduftender Blumen,
die ihren Schatten im Teich kühlen


© Scully van Funkel - Keller
36 Systemverartigte Kulturen
Vorschautext:
Geistreiche Ideen
Schöpferkunst der Menschen
Geformter Lebensraum kultureller Identitäten

Bestaunt, bejubelt
verwirtschaftet, verschwendet
erstarrt im Zeitraffer einspuriger Dogmen
und selbst die Götter bleiben fern


© Scully van Funkel - Keller
35 Erinnerungs-Zerfall
Vorschautext:
Die Zeit ist wie eine unaufhörliche Beerdigung

Alle Charaktere werden bis zur Unkenntlichkeit
modifiziert,
simplifiziert,
reduziert
und schließlich vergessen

© Scully van Funkel - Keller
34 Wechselfälle einer Zeit
Vorschautext:
Der herbstliche Wind ist süchtig nach Wildheit,
brüllt durch die Bäume,
und erschreckt die Vögel

Betrunkene Zweige verabschieden sich
von ihren bunten Kindern
und als würden sie den Schmerz der Trennung kennen,
singen welkende Blätter das raschelnde Lied vom grünen Sommergesicht,
das längst zur Erinnerung geworden

© Scully van Funkel - Keller
33 Herbstmond
Vorschautext:
Kurzlebige Blumenherzen hören auf zu schlagen,
fallen sanft in die Wolke der schlammigen Pfütze

Unter der Trauerweide
flüchtet das Leben in den Zerfall der Materie

Weltvergessen tanzt der melancholische Wind mit dem Gras,
verdorrte Vegetation vereint sich mit ihren Wurzeln
und im kalten Herbstmond taumelt ein vergessenes Glühwürmchen

Mit Dankbarkeit im Herzen
erträume ich mir den Frühling
...
32 Microfiction: Suche
Vorschautext:
Mit ihren knochigen, altersbefleckten Fingern
wühlt sie umständlich
in ihrer zerschlissenen Handtasche
und sucht
nach dem gestrigen Tag

© Scully van Funkel - Keller
31 Sonnenaufgang
Vorschautext:
Knusprige Croissant-Lippen nähern
sich ihrem sanften Kaffee-Kuss
Ein glückseliges Einatmen ... Ausatmen

Der Tag wartet geduldig im Türrahmen

© Scully van Funkel - Keller
30 Stromausfall
Vorschautext:
Die Stimme des wütenden Windes
flüstert vor den dunklen Fensterscheiben

Aufgeblähte Bäume werfen mysteriöse Schatten
an die kalkweißen Wände der Häuser

Aufgeregte Türen klappern im Takt pochender Herzen

Indes verweile ich
in dieser kuriosen Klangblase,
verkrieche mich in die Illusionshöhle meiner Gedanken
und suche in den herumliegenden Erinnerungen
...
29 Unerwartet
Vorschautext:
Gerade als ich noch mit nackten Füßen durch den bunten Sommer sprang,
und ein fröhlicher Schmetterling durch meine sonnigen Gedanken flog,
fand ich mich unerwartet im welken Herbst wieder

© Scully van Funkel - Keller
28 Nachtblaue Augen
Vorschautext:
In der ewigen Dunkelheit des kalten Kosmos,
kriecht die eisige Luft durch unsere Körper,

während im grellen Licht des toten Mondes,
der fallende Schnee seine Flügel ausbreitet

Ich sehe ein behagliches Lächeln in deinen nachtblauen Augen
und gewähre dem Winter einen warmen Platz in meinem Herzen

© Scully van Funkel - Keller
27 Gedankentanz
Vorschautext:
Der sehnsuchtsvolle Himmel
in meinem Kopf,
fällt auf das blasse Papier
und meine Lieblingswelt tanzt in grüner Tinte

© Scully van Funkel - Keller
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