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Anzahl Gedichte: 188
Anzahl Kommentare: 51
Gedichte gelesen: 231.326 mal
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Titel
188 Wenn ich mal wieder traurig bin 13.01.21
Vorschautext:
Wenn ich mal wieder traurig bin,
geh ich zu meinem Sessel hin
und nehme darauf plumpsend Platz - - -
und denk an den verstorbenen Schatz.

Umnebeln mich dann Depressionen,
versuche ich den Schmerz zu klonen,
indem ich in Erinnerung bade - - - - -
und nasche dazu Schokolade.

Es lassen sich an dunklen Tagen
Gedanken-Schmerzen schnell verjagen,
...
187 Ich bin immer noch am Leben! 17.09.20
Vorschautext:
Ich bin immer noch am Leben,
ich bin immer noch an Bord!
Wenn die Enkelkinder schieben
meinen Leichenwagen fort - -
ja erst dann, dann streben
meine Daseins-Anker fort.

Doch so lange ich noch schnaufe,
esse, denke, fröhlich bin,
pfeifend durch die Wiesen laufe,
Rätsel löse, Naschwerk kaufe,
hat mein Dasein einen Sinn.
...
186 Klima-Krise 28.08.20
Vorschautext:
Meine Frau Babette-Luise,
steckt in einer Klima-Krise
und denkt, verschnupft, tagein, tagaus:
"Wie komme ich da wieder raus?"

Ihr Hausarzt schreibt ne Überweisung
gegen Hitze und Vereisung.
Es hilft kein Seufzen und kein Klagen,
ich muss jetzt einen Fachmann fragen.

Einen solchen gibt`s im Osten,
sein Name ist Professor Drosten.
...
185 Diagnose: Krebs 25.08.20
Vorschautext:
Krebs? Krebs?? Krebs??? - - -

Ist sie, Herr Doktor, wirklich wahr,
diese böse Diagnose?- - -
„Das Röntgenbild ist rein und klar,
und darauf folgt jetzt die Prognose:
Sie leben höchstens noch ein Jahr.“ - - - -

Ziellos ist der Zahn des Todes.
Kiellos ist der Wahn des Bootes,
das mit Ängsten, Schmerz und Schwert
durch die Daseins-Fülle fährt.
...
184 Marathon-Motivation 23.08.20
Vorschautext:
Warum quält sich beim Marathon
der Läufer ab und hetzt davon -
stundenlang und ohne Pause?
Klaro: Er will schnell nach Hause!



(© Friedrich Graf)
183 Naturgesetze 21.08.20
Vorschautext:
Jeder Hengst braucht eine Stute,
jede Katze einen Kater;
wer bös ist braucht die Schicksals-Rute,
und jedes Kind braucht einen Vater.


Alle Menschen brauchen Liebe,
so wie Spinnen Spinnennetze - - -
und hin und wieder Schicksals-Hiebe! - - -
So einfach sind Naturgesetze.


...
182 Astronauten-Katastrophe 21.08.20
Vorschautext:
Das Shuttle trug in kurzer Zeit
den Astronuten hoch und weit. - - -
Dann gab es einen dumpfen Knall - - -
und sie war da – die Katastrophe.

Plötzlich schwebte er einsam dahin.
Lautlos. Spiralen förmig war sein Flug.
Und ohne Ziel.
Aus seinen Poren spritzte Blut.
In dünnen Fäden hing der rote Saft herab.
Er hörte kurz in sich ein dumpfes Rauschen.
Dann platzten alle inneren Organe.
...
181 Gegenschlag 21.08.20
Vorschautext:
Gegenschlag

Lass die bösen Zungen sprechen,
sei geduldig, hör nur zu.
So kannst du dich am besten rächen:
stumm mit überlegener Ruh!

(© Friedrich Graf)
180 Wenn du merkst es geht nicht weiter 01.08.20
Vorschautext:
Wenn du merkst es geht nicht weiter...


Wenn du merkst es geht nicht weiter
und du steckst in einem Loch,
dann erflehe eine Leiter
und steige damit wieder hoch.

Doch gibt man dir kein Steiggerät,
dann warte, bis der Frust vergeht.

Noch besser wär es, wenn du singst
...
179 Blindflug 01.08.20
Vorschautext:
Blindflug

Johannes Overbeck aus Hürth
ist mit dem Gleiter abgeschmiert,
dann ist er krachend aufgeschlagen - - -
und tot hat man ihn weggetragen.

Obwohl sein Blickfeld war verbogen
ist er trotzdem fortgeflogen.

Auf seinem Grab steht eingraviert:
"Mit Brille wär das nicht passiert!"
...
178 Das Leben ist nun einmal so... 01.05.20
Vorschautext:
Das Leben ist nun einmal so:
Mal gibt’s ein Kontra, mal ein Pro!

Mal glüht in mir enorme Power
und fühl mich dabei smart und froh,
mal überfällt mich tiefe Trauer
und flieh mental nach Irgendwo.

Mal schweb ich jauchzend durch die Lüfte,
bin streichelfähig, lieb und süß,
mal stürze ich in tiefe Klüfte
und bin dann ekelig und mies.
...
177 Ich wäre gern... 27.04.20
Vorschautext:
Ich wäre gern …..

Ich wäre gern ein Kuckucksei,
dann wär ich ständig vogelfrei
und könnte im Geäst von Buchen
meine Eltern selbst aussuchen.

Ich wäre gern ein Wiedehopf,
mit bunten Federn auf den Kopf,
dann bräuchte ich, das wäre schön,
nie mehr zum Haare schneiden gehn.

...
176 Weihnachts-Wunschzettel 28.12.18
Vorschautext:
„ Liebes Christkind sei so gut,
schenk mir Gesundheit, Kraft und Mut,
halt böse Menschen von mir fern,
beschütze mich und hab mich gern.
Und ist mir reichlich Geld beschieden,
dann bin ich happy und zufrieden!
(Noch einen Wunsch hab ich im Sinn:
Lass mich so bleiben, wie ich bin!!!)“

(© Friedrich Graf)
175 Erntewagen 17.06.17
Vorschautext:
Die helle Flut
der Sonnenglut
umstrahlt mit goldenen Pfeilen,
gleich scharf gezackten Keilen,
des Erntewagens reife Fracht,
auf dem der Bauer schläfrig wacht,
erschlafft an Zügelseilen.


Das Licht vibriert,
der Tag gebiert
ein eigenartiges Schweigen;
...
174 Hochzeits-Gedicht 15.05.17
Vorschautext:
Zwei Menschen haben sich gefunden,
das Glück gesellte sich dazu,
die Sehnsucht wurde überwunden,
nun habt ihr beide endlich Ruh!

Ihr sagtet amtlich, euch zu achten,
besiegelt dies mit einem Bund,
auch treu zu sein habt ihr geschworen,
und gabt dies allen Gästen kund.

Jetzt ziert ein Ehering den Finger,
der zeigt, das Herz ist nicht mehr frei.
...
173 Aphorismus 03.05.17
Vorschautext:
Der Wille zur Tat
ist schon die Saat,
des Säens Beginn
schon Ernten-Gewinn!


(© Friedrich Graf)
172 Irrweg 22.04.17
Vorschautext:
Der Mensch als höchstes Lebewesen
verharrt zu oft im falschen Sinn;
er wühlt in unrealen Thesen
und wünscht sich immerzu Gewinn.


Er ist im irdischen Drang gefangen,
nur Reichtum und Genießen gilt,
mit diesem sturen Ur-Verlangen
wird leider nur die Gier gestillt.


...
171 Diogenes 23.02.17
Vorschautext:
Diogenes in seinem Fass
wurde durchs Spundloch manchmal nass.
Dank seiner großen Geisteskraft
hat er es raffiniert geschafft,
wie die Historiker berichten,
den Nässeeinbruch abzudichten.


Denn ihm gelang bei Regentropfen
die Öffnung simpel zu verstopfen.
Nach Denkprozess nahm er dazu
einen selbst gestrickten Schuh!
...
170 Traumfahrt 14.02.17
Vorschautext:
Auf des Ozeans großer Weite
treibt ein Schiff der Küste zu,
vorn am Bug, voll Lebensfreude,
steht ein Mensch, und das bist du.
Suchend nach dem fernen Lande
pflügt dein Blick sich durch die Nacht,
und dein Geist zerreißt die Bande
die die Dunkelheit gebracht.

Gierig hörst du in der Ferne
den Verlockungsruf der Welt,
der sich in dem Schein de Sterne
...
169 Jahres-Schlussbilanz 27.01.17
Vorschautext:
In ungebremster Raserei
ging wieder mal ein Jahr vorbei.
Soeben Oster-Schmuck entstaubt,
da ist der Herbstwald schon entlaubt.
kaum konnten wir mit Sommer-Wonnen
uns räkelnd auf der Liege sonnen,
da stürmt der Winter auf uns zu
und raubt mit Kälte unsere Ruh.
Verwundert stellen wir auch fest:
vor uns liegt nur noch Lebensrest.
Beim Jahresrückblick-Bilanzieren
gibt`s wenig Grund zum Jubilieren.
...
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