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Gedichte über die Wahrheit - Seite 100


Nächtlicher - Geist - Spuk?

Nächtlicher – Geist – Spuk!
Quid sit futurum cras, fugß quaerere!
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www.leitheim-gedichte.de
Am 23.12.2014 starb mein bester Freund – Alfred - auf der Insel Mauritius.
Wir wollten am 27.12.2014 den Druidenstern 01.2015,
eine Ordenszeitung, des „Deutschen – Druidenordens“ - ganz fertigstellen. In dieser Nacht am 23.12.2014 geschahen dann seltsame Dinge in der Wohnung.
Wir hatten uns geschworen, dass die Zeitschrift nur mit uns beiden, erscheinen sollten. Ob das offene Fenster schuld war, dass alles bis dahin Erstellte im Kamin verbrannte, oder war es der Geist von Alfred –Als Ordens - Schriftleiter - zurückgekehrt aus Mauritius?
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Winde strichen gleich wie Geister
über Treppen durch den Flur
hinterließen, wirbelnde, welke Blätter
zeigten auf ihr Gang, als Spur.
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Drehten sich dabei in Kreisen
bliesen alle Kerzen aus,
dann ein Säuseln - Flüstern leise
Dunkelheit war kurz im Haus.
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Sie durchstreiften - Zimmer, Gänge
leise - lautlos war der Wind, sein Schritt
er bewegte - die Vorhänge
nahm vom Schreibtisch - Manuskripte mit.
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Und mit ihnen schwer - beladen
war das Ziel der offene Kamin,
wo die Winde diese dann abluden
durch den Kamin - zum Himmel diese ziehen.
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So geraubt für alle Zeiten
was von uns verfasst und angedacht,
nun als Rauch zum Himmel steigend
kurz in der Wohnung - tiefste Nacht.
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Was geplant gedruckt sollt` werden
war vernichtet - ausgetilgt,
was wir angedacht, verfasst auf Erden
war in fliehenden Rauch gehüllt.
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Peter Leitheim.
Buchautor Spiegelbild der Seele
Redakteur
des Druidensterns – Jan. 2010 - Dez. 2014.
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Eigentlich zufrieden

Ich sah die vielen Städte dieser Welt
und fragte selten nur nach Macht und Geld.
Ob Amsterdam, ob Prag, Berlin oder Wien –
was ich dort sah, ist tief in mir gediehen.

Ich sah das Licht, das Dunkle nahm ich auch,
den schnellen Glanz und jenen leisen Hauch.
Nicht nur der Schein bestimmte meinen Blick,
ich nahm auch das Zerbrechliche zurück.

Ich kannte keinen Krieg, kein großes Leid,
war nie verstrickt in Macht und blinden Streit.
Kein großer Held und kein Mitläufer ganz,
ich ging den Weg auch abseits von dem Glanz.

Ein Spiel im Sommer ’88 blieb mir nah,
als es in Deutschland friedlich, sicher war.
Zwei Tore fielen, schlicht und wunderbar –
und ich war einfach mittendrin, mein Jahr.

Ich hörte Stimmen, die mich heute tragen:
Bob Dylan, Joan Baez in den frühen Tagen.
Und Nächte laut, von Klang und Licht beschienen,
mit Scorpions, mit Status Quo im Grünen.

Und einmal still, fast wie ein Nebengleis,
sang dort Max Prosa, zärtlich und ganz leis.
Ein Lied, das tief in meinem Innern blieb,
weil es mir mehr als tausend Worte schrieb.

Ich traf sie alle, eben Groß und Klein,
vom hellen Licht bis hin zum Schattensein.
Vom Herrn am Thron bis zu dem, der nichts hat,
vom vollen Tisch bis hin zur leeren Stadt.

Ich hätte mehr erreichen können wohl,
die Wege offen, doch die Hände voll –
nicht mit Gewinn, nicht mit Erfolg und Sinn,
das Wahre lag oft leise mittendrin.

Ich habe Kinder, die nun weitergehen
und eine Frau, die blieb – durch alle Wehen.
Seit vielen Jahren fest an meiner Seite,
mehr wert als jeder Glanz in ferner Weite.

So schau ich nun zurück mit stillen Fragen,
doch ohne Bitterkeit in meinen Tagen.
Was ich erlebt’, hab’ ich in Wort’ gelegt,
damit nichts schwindet, was mich tief bewegt.

Und wenn auch nicht stets alles vollkommen war,
so klingt es weiter, Jahr um neues Jahr.
In jedem Vers ein echtes Stück von mir –
mein Leben bleibt für immer hier, auf dem Papier.
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