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Gedichte über die Wahrheit - Seite 103


Das Model in der einsamen Bucht

In der Cala Morlanda hatte ich ein
tolles Erlebnis.
Im letzten Sommer fuhr ich mit dem
Fahrrad in die Bucht, um zu baden.
Es war ein herrlicher Sommertag.
Ich erlebte dann folgendes Begebnis.

An diesem Tag war ich dort ganz allein,
deshalb zog ich mich nackend aus,
ging fröhlich zum herrlichen Wasser.
Ich entdeckte ein nacktes Model,
hinter einem riesigen Stein.

Sie lächelte mich fröhlich an.
Ihre tolle Figur sagte mir deutlich,
du musst ein Foto mit ihr machen.
Ich ging deshalb dichter an sie ran.

Habe ihr dann lächelnd meinen
Foto Wunsch vorgetragen.
Sie lächelte mich schelmisch an.
Aber wie wir es machen,
das werde ich dir sagen.

Ich hätte gerne von ihr drei Fotos
am Stein von vorne gemacht.
Sie aber sagte, wir gehen in meine
Hütte,
dort kannst du mich vorher
einmal von der Seite fotografieren.
Dabei hat sie mich verführerisch
angelacht.



An diesem sehr warmen Tag
kochte nun mein adliges Blut.
Mit großem Herzrasen versprach ich,
so soll es sein.
Ich mache es so, wie du es möchtest
und verspreche dir, es wird gut.

Das Foto von der Seite törnte mich
noch mal richtig an.
Sie hatte ein mega Profil,
so wie es wohl jedem Paparazzo gefiel.
Mit Liebe und Geschick, richtete sie nun
für uns Zwei eine coole Mahlzeit
und zog mich so in einen erotischen Bann.

Ich freute mich schon darauf
sie zu vernaschen.
Nach dem tollen Mahl sagte sie,
komm wir gehen ins Freie.
Du wolltest doch noch ein zweites Foto
von mir machen.

Ich brummelte mir leise in den Bart
( wir wollten es doch nachher machen)
Aber hier erkennt man klar
auch für Paparazzi ist das Leben
mehr wie hart.

(c) Ernestine Freifrau von Mollwitz




mageba
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Der stumme Zeuge

Es brennt ein tiefes, stilles Leid,
wenn fremde Schuld das Herz entzweit.
Zu sehen, wie ihr Licht zerbricht –
doch helfen kann ich ihr nicht.

Wenn Weinen durch die Stille bricht,
ist es ihr Schmerz, der zu mir spricht.
Das Schweigen glänzt wie pures Gold,
doch bleibt mein Blick der Wahrheit hold.

Ja, Schweigen ist ein teures Gut,
in mir jedoch die Klarheit ruht.
Das Wort ist feil, die Menge blind,
wie Schafe, die im Nebel sind.
Sie folgen treu der leeren Bahn,
gefangen in dem alten Wahn.

Er brach den Schwur, betrog ihr Herz –
doch sie allein trägt still den Schmerz,
als Letzte, die die Wahrheit kennt,
während ihr Glück in Asche brennt.

Das Schweigen glänzt wie pures Gold,
doch bleibt mein Blick der Wahrheit hold.
Wie oft noch glaubt sie seiner List,
dass jedes Wort nur Wahrheit ist.
Soll ich es wagen, bleib ich kühl,
ersticke ich mein Mitgefühl?

Ließ ich der Wahrheit freien Lauf,
stiege nur ihr Zorn als Widerhall auf.
Ihr Stolz erstickt das helle Licht –
ich bleib allein mit meiner Sicht.

Es brennt ein tiefes, stilles Leid,
wenn fremde Schuld das Herz entzweit.
Zu sehen, wie ihr Licht zerbricht –
doch helfen kann ich ihr nicht.

Wenn Weinen durch die Stille bricht,
ist es ihr Schmerz, der zu mir spricht.
Das Schweigen glänzt wie pures Gold,
doch bleibt mein Blick der Wahrheit hold.

Ja, Schweigen ist ein teures Gut,
in mir jedoch die Klarheit ruht.
Das Wort ist feil, die Menge blind,
wie Schafe, die im Nebel sind.
Sie folgen treu der leeren Bahn,
gefangen in dem alten Wahn.

Er brach den Schwur, betrog ihr Herz –
doch sie allein trägt still den Schmerz,
als Letzte, die die Wahrheit kennt,
während ihr Glück in Asche brennt.

Das Schweigen glänzt wie pures Gold,
doch bleibt mein Blick der Wahrheit hold.
Wie oft noch glaubt sie seiner List,
dass jedes Wort nur Wahrheit ist.
Soll ich es wagen, bleib ich kühl,
ersticke ich mein Mitgefühl?

Ließ ich der Wahrheit freien Lauf,
stiege nur ihr Zorn als Widerhall auf.
Ihr Stolz erstickt das helle Licht –
ich bleib allein mit meiner Sicht.
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