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Gedichte Über Tränen - Seite 26


Weiße Tauben haben keine Tränen mehr...

Die letzte weiße Taube überfliegt Ruinen,
nassgeweinte Gräber der Väter und Söhne,
kann kein Nest mehr bauen in friedlichen
Höhen, fliegt weiter über zerborstenes Land.

Städte, Dörfer und Menschen vernichtet,
Felder und Gärten in Flammen stehn,
dichter Qualm und Rauch die Sicht versperrt,
ein Flecken Erde übersät mit Tod.

Nahrung für die Menschen ist rar, Hungersnot,
Leid und Sorgen an der Seele zerrt,
aus den Augen rinnen Tränen, getränkt mit Blut.
Häuser mit hohlen Fenstern schauen uns an,

stehen in Flammen, ohne Gnade in Schutt und
Asche fallen. Was in Jahren aufgebaut, mit einem
Streich ausgelöscht, die Menschen ihrer Heimat
beraubt. Wer hätte es sich schon gewünscht,

dass der Nachbar wird zu einem Feind, ein
grausames Töten und Wüten, wer kann sie noch
zählen, die sinnlosen Toten. Mütter und Kinder
suchen in den Ruinen, was noch geblieben,
von Hab und Gut.

Viele der Soldaten (auf beiden Seiten)
kehren nie mehr zurück.
Das wohl grausamste Verbrechen an der
Menschheit ist und bleibt der Krieg!


16.02.2025 © Soso

Beschreibung:

Es brodelt überall auf der Welt,
kaum einer der Kontinente bleibt verschont,
wo Menschen nicht unterdrückt,
gefügig gemacht wurden/werden.

Wo man nicht gewillt ist, sich unterdrücken zu lassen, droht man mit Krieg. Militärischer Wettlauf findet weltweit statt, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.
Was wäre, wenn alle Waffen vernichtet würden? Wir ein friedliches Miteinander pflegten?

Weltfrieden????

Trotz des Wissens, dass einige Kontinente,
Menschen mit anderem Aussehen, anderer Hautfarbe, Minderheiten, Ureinwohner, aus ihrem angestammten Lebensraum vertreiben, Menschen,
die selber denken wollen, in Konzentrations - und Umerziehungslager verbracht werden, zu niederen Arbeiten gezwungen, klein gemacht; machen wir Geschäfte mit Ihnen, technologisch und wirtschaftlich,
so werden auch wir unterdrückt und fremdgelenkt, und gehen somit auch indirekt über Leichen.
Es scheint uns alles so weit weg, doch es scheint nur so.

Wir wollen auf unseren „Komfort“ nicht verzichten, so machen wir weiter bisher.
Krieg findet nicht nur auf dem Schlachtfeld statt.
Es geht darum, der Stärkste und mächtigste „Herrscher“ zu sein, und immer geht es um sehr viel Geld, um was sonst!!!!!!
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Das Fenster zum Hof

*****

Ein alter Mann lebte in einem maroden Haus,
sehr einsam und alleine;
vom Schicksal war er gezeichnet,
traurig blickte er aus dem kleinen Küchenfenster raus.

Wenige Meter waren es bis zum Spielplatz,
auf dem er immer einen kleinen Buben sah.
Jeden Tag spielte das Kind dort;
Gedanken holten den Mann in die Vergangenheit zurück,
er war den Tränen nah.

Im Herbst des Lebens war er angekommen,
verlor durch einen harten Schicksalsschlag seinen einzigen Sohn.
Jeden Tag kamen neue Erinnerungen auf,
sein eigenes Leben nahm durch den Verlust seiner Familie
einen tragischen Verlauf.

Der Junge genoss mit anderen Kindern das fröhliche Kinderglück,
auch er sah den alten Mann am Fenster zum Hof,
jeden Tag winkte das Kind ihm zu,
der alte Mann winkte zurück.

Viele Jahre vergingen, der Knabe wurde älter
und klingelte irgendwann an seiner Tür.
Der alte Mann traute seinen Augen nicht und fragte:
"Bist du der kleine Mann vom Spielplatz, der da heute steht vor mir ?"

Er bat ihn herein und in der Folge war er immer wieder dort,
gemeinsame Treffen setzten sich fort.
Beide lachten und tauschten sich aus,
der junge Mann erkannte schnell des alten Mannes Leid
und besuchte in später regelmäßig im alten maroden Haus.

Die Gesundheit meinte es alles andere als gut mit ihm,
er war gebrechlich und wurde schwer krank.
Das letzte Treffen war wohl das Schönste noch in seinen alten Jahren,
sein Herz war voller Dank.

Als der inzwischen erwachsene Bub von damals ihn eines Tages
zu sich nach Hause holen wollte,
blieb nur noch die Erinnerung
und das letzte verstaubte Bild auf seinem Schrank.
Das Grab pflegt er immer noch, alleine,
er ist der einzige, der noch an ihn denkt.
Dass es diese Freundschaft gab,
"Gott sei Dank !"
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