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Gedichte zu Silvester - Seite 71


Vorsatz

Hallo und Sorry, bin zwar etwas in Eile
Warum ich nicht besonders lange weile
Einen kurzen Gruß, dennoch, zum Jahresende
Ich euch hier aber trotzdem übersende

Ja, sehen ob die Zeit noch reicht
Denn heute ist es wirklich knapp
Es fällt mir nicht wirklich leicht
Zudem fühle ich mich ein wenig schlapp

Woran war mir noch gelegen?
Was tut wirklich Not?
Ich mag mich nicht erregen !!!
Sonst sehe ich noch rot ....

Wenn ich mich recht entsinne
War das Jahr Verdammt und Grau
Überlege wie ich dem Untergang entrinne
Puppenlustig und ein bisschen Blau ???

*****

Das scheint mir fast wie Mensch sein
Mit großem Herz, nicht ganz allein
Mit lockeren Sprüchen und mit Spaß
Stets einen Tropfen im halbvollen Glas

Mit Bauernschläue und viel Glück
Mäßiger Glaubenstreue und 'nem Stück
Zuversicht und viel gutem Willen
Alltagssüchte bei Bedarf zu stillen

So als seien Vorsätze ersetzt
Bevor man durch sie verletzt
Mittels menschlicher Erreichbarkeiten
Bevor Reizungen den Tag begleiten

****

Doch sammle ich meine Gedanken
Senk in die Vorvergangenheit das Lot
Wollt ich beim Christkind mich bedanken
Das war jedoch schon wieder tot

Die Welt schien zu erkranken
Stille um des Friedens Einigkeit
Krieg brachte unser Glück zum Wanken
Eines berauschten Herrschers Kleinlichkeit

Mit Raketen wird sie nun nicht wieder heil
Unser Beten hilft nur zu einem kleinen Teil
Schnaps verödet und betäubt den Menschen nur
Bringen mich Tod und Gewalt auf eine Spur ...

Tiefgang fordert das Genie
Ertönt doch Missklang statt frommer Harmonie
Drogen nehmen die Soldaten
Mit Vorsatz wirkt das ganz und gar missraten

© Auris cAeli
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Zum letzten ...

(… und zum Ersten )

Da lieg ich auf dem Kanapee
Vor mir steht eine Kanne Tee
Stecke unter einer flauschig dicken Decke
Darunter passen sogar die Füße, wenn ich mich nicht recke

Eingekuschelt ist mir wohlig warm
Spinne derweil in Gedanken Garn
Überlege nämlich hier Zurzeit
Wonach mir ist und ob es soweit

Das Jahr zu Resümieren
Ob es Grund fürs Amüsieren
Oder der Rückblick bloß verhärmt
Ob´s ein Jahr für das Niemand schwärmt

Von Corona waren wir gefordert
Von Professor Lauterbach beordert
Ganz auf Impfstoff eingestellt
Dem Virus ward der Weg verstellt

Da gab es ach so viele Gegner
Wie auch 'nen schwarzen Peter
Der solange hin- und hergeschoben
Zu Karneval dann jenseits Polens aufgehoben

Seitdem brennt Osteuropas Erde
Es scheuen dort bei Tag die Pferde
Selbst in der dunklen tiefen Nacht
Wird man dort ums Glück gebracht

Heut ist dem Menschen hier erstaunlich klar
Wer ihm stets Feind und Gegner war
Das Freund und Bruder ihm recht wichtig
Gemeinschaftsempfinden für ihn richtig

Die Wirtschaft im Okzident bangt und bebt
Da sich alles um Öl, Gas und Kohle dreht
Der Weg zur Kornkammer der Welt
Ist den Armen und Hungrigen verstellt

Von humanitären Katastrophen
Unglücken, kleinen wie auch großen
Gab es im Jahr wirklich viel zu viele
Fassen wir also erneut dieselben Ziele !!!

Das alte Feindbild erlebt nun Renaissance
In westlich-atlantischer Alliance
Asien, dem Osten, heut noch trauen?
Will man auf trocknem Sande bauen?

Doch wir haben in dem unsren schönen Land
Die Zügel bald wieder fest in unsrer Hand
Ob Mobilität, ob Energie, ob Klima, ob Inflation
Dank Genialität wird der Sieg zu unsrem Lohn

Denken wir auch an Queen Elisabeth zurück
Die verließ im September das Lebensglück
Schenken wir auch dem Papst einen Gedanken
Gehört dessen Vorgänger nun zu den Kranken???

Kurz: Was war nun gut, was schön und toll?
Wann war das Herz uns übervoll ????
Im Advent wohl nicht, kam doch der Garaus
Mit Fußballdeutschlands frühem Aus

Will man das vergang ‘ne Jahr noch loben
Empfiehlt es sich ganz anders auszuholen
Im Jahresverlauf wird uns erstaunlich klar
Was in der Welt, was in der Näh geschah

Drum schaue Du, sinne ich bei mir
Wenn die Welt nicht Gut zu Dir
An Ohnmacht vorbei strikt auf dich selbst
Sieh was Du im Herzen trägst, in Händen hältst

***

Regiert und geregelt ist unser Leben
Sollt es noch was Schöneres geben?
Zuversichtlich sind wir an diesem Jahresende
Harren Erwartungsfroh auf die Zeitenwende …

Bei mir ist es die Altersruhe die so nah
Die ich schon vor Jahren kommen sah
Die Gesundheit die noch ganz passabel
Scheint doch beinah Nichts irreparabel

Drum gebe ich klein bei
Ist mir manches Einerlei
Meine Tage werden noch nicht gezählt
Fühl‘ ich mich nicht allzu sehr geschmält

© Auris cAeli
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