Profil von Hansjürgen Katzer

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Anzahl Gedichte: 124
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Titel
124 Herbstreisen 02.11.15
Vorschautext:
Ein schöner Sommer schwand von hinnen,
ein bunter Herbst bereist die Welt.
Es regnet oft, man bleibt nun drinnen,
wo Lampenschein, den Raum erhellt.

Die Wälder werden leer und dunkeln,
das Laub, es rauscht nicht mehr im Wind.
Früh Abends schon ein Sternenfunkeln,
vor einem Fenster steht ein Kind.

Das Jahr fährt fort in seinem Wandel,
nichts hat für alle Zeit Bestand.
...
123 Novemberschweigen 02.11.15
Vorschautext:
Kalt und stürmisch wird das Wetter,
Frost greift schon nach Haus und Baum.
Täglich fallen nun die Blätter,
Farbenspiele wie im Traum.

Ach, die Welt geht auf in Schweigen,
schwarz der See im Dämmerlicht.
Und der Mond in dürren Zweigen,
sieht herab und stört sich nicht.

Auf dem Friedhof flackern Kerzen,
auf so manches Grab gestellt.
...
122 Vergänglichkeit 01.11.15
Vorschautext:
Wir leben um des Lebens wegen
und sterben doch das ganze Leben.
Die Tage uns in Fesseln legen,
die Nächte uns kaum Hoffnung geben.

So rinnt und rinnt das Stundenglas,
im Takte der Vergänglichkeit,
die fordernd unser Leben fraß.
So schnell verrinnt des Menschen Zeit!

© Hansjürgen Katzer, März 2008
121 Allerseelen 01.11.15
Vorschautext:
Dort steht Ihr fast an jedem Grabe,
ein Lichtermeer flackert im Wind.
Gedenket, doch fasst kurz die Trauer,
denn auch der Tod ist eine Gabe.
Kein Leben währt von ew´ger Dauer,
die Tage enden, die da sind.

Es liegt auch auf dem Tod ein Segen,
schlagt still das Kreuz, der Pfarrer spricht.
Lasst nicht die Kraft des Glaubens sinken,
Gott wandert mit, auf all den Wegen,
die uns des Lebens Dasein bricht.
...
120 Der Läufer 29.10.15
Vorschautext:
Ein Mensch beschließt, er möchte laufen,
nun muss er erst mal Turnschuh´ kaufen.
Die besten nimmt er für viel Geld,
schnürt fest sie zu, fühlt sich als Held.

Dann läuft er los mit schnellem Bein,
springt über Stock und über Stein.
Doch bald schon merkt er sehr frustriert,
dass was er tut, ist nicht trainiert.

Drei Tage lang herrscht nun Theater,
gibt´s Blasen, Knieschmerz, Muskelkater.
...
119 Allein mit mir 29.10.15
Vorschautext:
Das Tuch der Einsamkeit,
hat mich längst eingehüllt.
Das alles Denken nimmt,
alles mit Trauer füllt.

Der Tränen Rinnsal ist,
schon lange Zeit versiegt.
Es wächst die Bitterkeit,
die über allem liegt.

Ich bin allein mit mir
und ich ertrag mich nicht.
...
118 Alter Freund 28.10.15
Vorschautext:
Fauchend zerrt der Wind aus Westen,
an den alten, morschen Ästen.
Bleib nur standhaft, du mein Baum,
halt die Wurzeln fest im Zaum.

Jahr um Jahr hat er gerüttelt,
wild die Krone durchgeschüttelt.
Blatt um Blatt, ward fortgeblasen,
fiel hinunter auf den Rasen.

Grab dich tief in deine Erde,
das auf ewig sie dir werde.
...
117 Justitia und Peter Hartz 28.10.15
Vorschautext:
So gönnt dem Hartz die Huren doch,
den schnöden Wohlstand noch und noch,
er galt als Sinnbild aus Vernunft,
als Leitbild deutscher Wirtschaftszunft
und das er schmierte und bestach,
verzeiht es ihm, gemach, gemach!

Habt ihr an Ehrlichkeit geglaubt,
seid ihr des Glaubens nun beraubt,
ein Mann wie Hartz, der kauft sich frei,
wie groß auch das Verbrechen sei.
Die kleinen Fische sperrt man ein,
...
116 Die Ballade von Walburga Müller 27.10.15
Vorschautext:
In einem nahen Karpfenteiche,
der obendrein vier Meter tief,
fand man Walburga Müllers Leiche,
im Kittel noch ein Abschiedsbrief.

Mein lieber Paul, nun will ich sterben,
ich werde jetzt ins Wasser gehen.
Mein Sparbuch soll´n die Kinder erben.
Wir werden uns nicht wiedersehen!

Ich hab genug mein holder Gatte,
von Bett und Ehe und von dir.
...
115 Müllers Alptraum 27.10.15
Vorschautext:
Müller kam recht spät nach Hause,
machte leis´ die Haustür auf.
Feucht und fröhlich war die Sause,
Müller stieg zur Treppe rauf.

Seine Gattin, die Isolde,
wartete im Schlafgewand.
Die, die oft ein Herz aus Golde,
trug ein Beil in ihrer Hand.

Müller schlich bereits ins Zimmer,
freute sich schon auf das Bett.
...
114 Wie die Ameise König wurde 26.10.15
Vorschautext:
An einem feuchten, kalten Tag,
als Nebel überm Walde lag,
verstarb der Löwe, alt und krank,
gerad´ als die Nacht hernieder sank.

Von Fern ertönt der Schrei der Eulen,
die trauernd in den Ästen heulen:
„Der alte Löwe lebt nicht mehr,
nun muss ein neuer König her!“

Ein Rabe hat in jener Nacht,
die Trauerbotschaft rund gebracht.
...
113 Herbstdämmern im Moor 26.10.15
Vorschautext:
Nebel über feuchten Wiesen,
Tag legt sich bald in den Schlaf.
Birken steh´n als schwarze Riesen,
die noch nie ein Auge traf.

Wasser flüstert in den Gräben,
Gras wiegt sich im Windeshauch.
Jener Landstrich karg und eben,
dringt sofort in Herz und Bauch.

Kalt zieht so des Herbstes Dämmern,
grau heran zur Abendstund`.
...
112 Windmond 25.10.15
Vorschautext:
Es ist der Windmond, jener Nebelung,
der Sturm und kaltes Wetter mit sich bringt.
Jetzt zu der grauen, weißverhangenen Zeit,
die weh und voller Abschied klingt.

Es türmt das welke Laub sich nun zum Berge,
dort in der Ecke, wo der Komposthaufen steht
und wird mit jeder noch so klitzekleinen Brise,
vom kühlen Winde, wie aufs Neu verweht.

Der Himmel zieht so rasch und schnell,
als würden wirre Wolkenkämpfe toben.
...
111 Ende Oktober 25.10.15
Vorschautext:
Oktober schreibt nun der Kalender,
schon buntgefärbt das meiste Laub.
Karg und dunkel bald die Länder
und die Welt scheint kalt und taub.

Klamm und grau des Tages Stunden,
die, die Sonne kaum durchdringt.
All das Schöne scheint entschwunden,
das des Sommers Wärme bringt.

Regen will die Erde waschen,
eilig zieht das Wolkenmeer.
...
110 Minousch 13.09.15
Vorschautext:
Neulich hab´ ich einen Engel geseh´n,
für einen Moment blieb die Erde still steh´n
Er lächelte sanft, dann sah er mich an,
bezaubernd wie es ein Engel nur kann.

Er war sehr zierlich, nicht groß von Gestalt
und flüsterte: „Du meine Hände sind kalt!“
Verstohlen nahm ich ihn in meinen Arm,
da war er ganz sicher und hatte es warm.

Ich habe bisher nicht an Engel geglaubt,
doch dieser hier hat mir die Seele geraubt.
...
109 Schattenflügel 13.09.15
Vorschautext:
Seine schwarzen Schattenflügel,
trugen mich an letzte Stätte.
Über Wiesen, Felder, Hügel,
mich der gern gelebt noch hätte.

Ach, es wäre noch so vieles,
das zu tun, ich noch gedacht.
Doch am Ende meines Zieles,
steht nur eine ew´ge Nacht.

© Hansjürgen Katzer, Juni 2012
108 Dann möchte ich dein Freund sein 12.09.15
Vorschautext:
Dann wenn du zu mir hältst,
auch wenn du ganz alleine stehst.
Wenn du trotz kalten Sturms,
noch weiter mit mir gehst.

Wenn du mein Schweigen kennst
und mich zum Lachen bringst.
Wenn du den harten Kern,
um mich herum durchdringst.

Wenn du die Trauer teilst,
und deine Fröhlichkeit.
...
107 Der Alte 12.09.15
Vorschautext:
Es ist sein Sommer der Gedanken,
der viele seiner grauen Tage überragt.
Mag auch die ganze Erde wanken,
wo aus den Wolken, kalter Regen klagt.

In seinem Herzen scheint die warme Sonne,
die Blumen wiegen sich in seiner Seele Wind.
Er lebt der Tage froh, mit süßer Wonne
und lächelt glücklich, beinah´ wie ein Kind.

Er schwelgt versunken in Erinnerungen,
auf grünem Felde, das schon lange ist passé,
...
106 Den Kampf gilt es zu führen 11.09.15
Vorschautext:
Den Kampf gilt es zu führen,
gen Macht und Kapital,
die uns die Fesseln schnüren,
noch viele hundertmal.

Was wir uns nicht verwehren,
mit aller Herzenswut,
das werden sie uns lehren,
mit heißer Höllenglut.

Uns gilt es zu verzichten,
sie brauchen nur allein.
...
105 Septemberidyll 11.09.15
Vorschautext:
Septembermorgen hell und klar,
der neunte Monat schon im Jahr.
Die Landschaft lädt noch ein zum Träumen,
das letzte Obst hängt in den Bäumen.

Noch ist das Wetter mild und lau,
die Tage scheiden himmelblau.
Der Wein scheint gut und wohlgewachsen,
vom Mosellauf bis hin nach Sachsen.

Die Astern schillern voller Wonne,
sie leuchten dank der Kraft der Sonne.
...
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