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Gedichte über Name - Seite 2


Goethe in Hanau

Es war einmal vor hunderten von Jahren,
dass in Frankfurt ein Knabe wurde geborn,
es war im Haus am Großen Hirschgraben,
der ward zum großen Dichter auserkorn;

war verbunden mit Gott und der Welt,
sein Name auf Johann Wolfgang bestellt,
die Familie einst aus Thüringen stammt,
mit Nachnamen von Goethe benannt.

Er war Jurist, Vater, Ehemann und Minister
und auch ein wahres dichterisches Genie,
war Zeichner, Holzschnitzer und Radierer,
Mitglied der Staatlichen Zeichenakademie;

für Schmuck und Teppich ein Besteller,
hat Strümpfe bei Firma N. Fuchs beschafft,
war als Naturforschender und Besucher
Mitglied der Wetterauischen Gesellschaft;

mit dem Maler Friedrich Bury gut bekannt,
kaufte von ihm sein Bildnis mit Umhang,
er schrieb Die Leiden des jungen Werther,
der erfolgreich gespielt wird im Theater;

hat für Moritz Daniel Oppenheim vermittelt,
dass der Maler mit Professor wird betitelt,
der ihn gemalt in Öl als Mann von Welt,
die Werke bildlich ihn einrahmend gestellt.

Goethes Lebenswerk wird sehr geschätzt,
hat hohe dichterische Maßstäbe gesetzt,
in Instituten, wie bekannt ist, wird gelehrt,
was für intellektuelle Bildung ist begehrt.

Er lebte insgesamt zweiundachtzig Jahr,
verstorben ist er im Jahr 1832 in Weimar,
mit seiner Frau Christiane er glücklich war,
die ihn beschützte und fünf Kinder gebar.

Damit Glück und Frieden bleiben bestehn,
ein Glücksginkgo im Schlosspark soll stehn,
einen Steinwurf vom Fluss Main entfernt,
dass stetig auch zukünftig wird viel gelernt;

über die Liebe, Ehe und Krieg und Frieden,
was die Figuren im Märchen drinnen spielen,
wie Kultur und Natur sind zu verstehn,
gerne solle man sich dort stets wiedersehn!

© Barbara Mewes-Trageser
2022
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Wieso? Weshalb? Warum? (2)

Ich fass' mir an die Stirn,
ihr könnt es schon ahnen,
auch das Wort "Katzenhirn"
ziert einen Ortsnamen.

Und wieder geht es nicht
um die Anatomie,
die Antwort liegt ganz schlicht,
in der Topografie...

☆☆☆

Den Ort Katzenhirn (schwäbisch „Katzahira“) gibt es wirklich – es handelt sich um einen kleinen Weiler und Ortsteil der Stadt Mindelheim im Landkreis Unterallgäu, Bayern .

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Herkunft des Namens

1. **„Hirn“ = Hügel oder Anhöhe**
Das Wort „Hirn“ stammt aus dem althochdeutschen hirn und bedeutet hier Hügel oder Erhöhung – keineswegs das Gehirn im biologischen Sinn .

2. „Katzen“ = Catzen
Drei gängige Erklärungsansätze:

Geländeform: Der Hügel soll im Umriss an den Schädel einer Katze erinnern – daher die metaphorische Benennung „Katzenhirn“ .

Familiärer Bezug: Der Name könnte auf einen Menschen namens „Katzenhirn“ zurückgehen, der hier im 16. Jhd. lebte – derselbe Familienname taucht historisch mehrfach auf .

Tiervorkommen: Manche vermuten, früher hätten besonders viele Katzen in der Gegend gelebt – dafür fehlt jedoch belastbarer Beleg .

3. Historische Erwähnungen
Erste urkundliche Nennung datiert auf 1492 („Kazenhirn“). Variationen wie Katzenhiern, Katzenhürn, Kazenhüern erscheinen über das 16.–18. Jahrhundert hinweg .

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Fazit

Ja, Katzenhirn ist ein real existierender Ortsteil bei Mindelheim, Bayern.

Der Name bedeutet wörtlich etwa „Katzenhügel“ – „Hirn“ bezieht sich auf einen Hügel, „Katzen“ vermutlich metaphorisch oder als Hinweis auf eine Landschaftsform oder Personenname.

Es hat nichts mit dem tatsächlichen Gehirn von Hauskatzen zu tun – ist aber ein Beispiel für bildhafte, historische Ortsbenennung, typisch für die Region .


Thomas
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