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Gedichte über den Menschen - Seite 150


ENTEN mit Talenten

Die Enten haben, wie mir's scheint,
viel Talente schön vereint
Die so viel bei Kindern gelten,
leben selbst in drei der Welten!

Im Wasser sind sie meist zuhaus',
gründeln da nach manchem Schmaus
Zudem sind sie auch schnelle Flieger
mit so herrlichem Gefieder

Zu Lande tun sie gerne grasen,
das in allen Lebensphasen 
Sie sind ganz exzellente Schwimmer,
futtern alles, finden immer

Insekten, Würmer, Wasserpflanzen, 
sind wohl so im großen Ganzen
sehr eins mit sich und mit der Welt
Ihr Wesen ist's, was uns gefällt

und Herzen leicht erobern kann
Ihr Schnattern ist zwar kein Gesang,
ihr Watschelgang nicht elegant,
doch ist es allen wohlbekannt

Die Körperpflege, die muss sein!
Sie halten das Gefieder rein
mit Putzen, Planschen, einem Bad,
so zwei, drei Stunden jeden Tag! 

Die Bürzeldrüse gibt das Fett,
das schützt vor Kälte, Nässe, Dreck
So bleibt ihr Kleid auch wasserdicht
mit einer ölig fetten Schicht

Die Enten kämpfen nie um Rang 
So sind sie frei vom Gruppenzwang
Im Herbst, da bilden sich die Paare,
ja, das geschieht in jedem Jahre 

Man pfeift, zeigt sich in seinem Glanz
und schwimmt im Kreis den Ententanz
So lernt man sich schon ganz gut kennen
Am ‚Spiegel‘ kann man sich erkennen

Ist ein Bewerber angenommen,
ist die Verlobung schon gewonnen
Bald sieht man sie mit 8,9 Kindern,
mit so viel hungrig kleinen Mündern

So wach mit allen ihren Sinnen,
von außen schön und friedlich innen,
so gern gesellig in der Gruppe,
am Himmel eine schnelle Truppe

In der Natur sind sie recht scheu
sehr mütterlich, doch nicht getreu
Der Mensch hält sich für überlegen
Doch schaut man hin, sieht man: von wegen!

https://youtu.be/QyNr0copLIQ
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