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Gedichte über Liebe - Seite 634


Trauter Mond

Sind wir nicht die glücklichsten Zwei auf Erden?
So wohlbedacht vom Schicksalsnebel wir werden!
Haben erneut uns anheimelnd hier getroffen,
Seelenverwobene aus zwei unheimlichen Zündstoffen!
.
Schauen verliebt durch den lichten grauen Schleier,
hoch zum strahlenden Mond am Firmament.
Auch er in Sehnsuchtswehen fast verbrennt,
Der glühenden Sonne er stets nur nachrennt,
Jeden Tag und Nacht die selbe gleiche Leier.
.
Zu sich einladend er seine Hand uns reicht,
geleitet hindurch tausenden Wolken der Wonne,
um bei ihm zu sein, von ihm getragen so leicht,
im Angesicht der entfernt schlafenden Sonne.
.
Staunend, aufgewühlt, im Wir verträumt,
in trauter Zweisamkeit auf ihm abgelegt.
Von Sternen belächelt, Schnuppen umsäumt,
wohlig warm gebettet, neue Wünsche gehegt.
.
Beschirmt vom mächtigen Nachtgestirn,
unser Geheimnis der Nacht er mit uns teilt,
den Himmel drunten als traulicher Fallschirm,
Uns'ren Augenpaare Blicke überall enteilt.
.
So ziehen wir im sanften Zug durch ferne Räume,
in lichter Sternennacht eng Hand in Hand.
Auf das uns diese kosmischen Träume
führten bis an den äußersten Sinnesrand.
.
Im weiten Himmelsbogen ziehen wir wie gebannt,
werden Teil im Augenblick unentwegter Wiederkehr.
Berauscht von diesen Himmelshöhen so unerahnt,
gehen ein ins ewig unendliche Lichtermeer.
.
Nicht viel enger bei uns sein, uns so innig nah,
wie in diesem Moment ursprünglicher Einfachheit!
Nur wenig Liebenden wird dies so klar offenbar,
wie du trauter Mond uns weist Unsterblichkeit...

© meteor 2023
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Sag mir

hm..

sag mir wer fängt mich auf wenn ich einmal falle,-
wer ist da wenn ich alleine bin, verzweifelt auf der schiene lieg,-
mit den worten im Kopf, dass am ende doch die liebe siegt.

wer ist da, wenn die erste träne fällt,-
unter angst und Trauer bildet sich ein tränen Meer,-
macht den weg der Seele schwer.

wer schenkt mir das Gleichgewicht,-
hält mich fest beim falschen schritt,-
zeigt nach vorn und nicht zurück,-
was ist falsch an bisschen glück.

wer gibt mir die Sicherheit,-
wenn die Hoffnung einfach nicht mehr reicht,-
und dadurch dann die Sicht verbleicht,-
nichts ist gerade, richtig leicht.

wer zeigt mir was liebe heißt,-
wenn dieses Wort so vielen reicht,-
mit schmerz und Trauer schnell vergleicht.

heißt liebe nicht auch Ewigkeit,-
treue, glück auf Lebenszeit,-
wenn man zusammen einen weg beschreibt.

alles ist wahrscheinlich,-
weine nachts oft heimlich,-
wer ist da um mir die sorgen zu nehmen,-
die liebe in worten zu legen,-
wer kann mir Geborgenheit geben.

wer zeigt mir was richtig ist,-
wenn das böse einen richtig trifft,-
ja wer ist da und zeigt es mir,-
bevor ich noch den halt verlier.

sag mir,-
wer zeigt mir das gute der Welt,-
bevor irgendwann die letzte träne hier fällt,-
gibt es da noch irgendwen, der mich hier mal hält.

ja sag mir wer,-
wird da sein, wenn ich gerade einsam bin,-
wenn mich alles hier zum weinen bringt,-
Wege sind so leer und ergeben gerade keinen sinn.

sag mir,-
wer versucht mich zu verstehen,-
denn die Welt um mich rum ist anders als die in mir drin,-
wer nimmt mich, so wie ich bin.

sag mir,-
wer schenkt mir das klare licht,-
wenn doch jeder Traum in sich zerbricht
und ja, ich fühle mich gefangen,-
in mitten der Gedanken.

sag mir,-
wer holt mich da bitte raus,-
noch bevor ich mich dort drin verlauf,-
alles ist so schnell und toll gesagt,-
während das licht hier scheint, sind Wolken schwarz.

sag mir,-
wer dachte an mich als ich die worte nieder schrieb,-
ich hoffe von ganzem herzen, das am ende doch die liebe siegt.

sag mir, wer ist da?

danke.
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