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Gedichte über das Leben - Seite 1612


Gut

Ich schreibe Gedichte. Ich versuche etwas. So
einen Satz der stimmt. So einen Text der was hat.
Ich versuche es so. Irgendwas sinnvolles mit der
Zeit. Mit dem Leben. Und so überhaupt. Mit dem
was es so hat. Mit dem, was trotz allem Sinn hat.
Trotz der Behinderung. Trotz dem Allein sein.
Trotz all dem was das Leben nicht mehr hat.
So an Reisen. So an Abenteuern. Und all den
Träumen. Ich lebe und versuche etwas! Und das
ist Gut! 

Andere gehen in Bordelle. Vergnügen sich mit
Frauen. Haben den Spaß. Und wissen es so. Das
Leben ist so ein Hindernislauf. Und es nimmt
immer. Und es nimmt alles. Und  ist schon irgend-
wie komisch. So wer das Leben entdeckt. Wer es
versteht. Der versucht sich zu retten. So mir
Allem. Und hin und wieder hat er alles Leben. Und  findet so etwas. So etwas das mehr ist. Das, was
hin und wieder stimmt. Und er überlebt. Und das ist Gut!

Andere sitzen in Kneipen. Diskutieren über Gott
und die Welt. Reden so die besten Gedanken in
die Nacht. Mit Alkohol! Mit Lärm. Und schlechter
Musik. Und wissen es so. Ein Tag verlangt so alles.
Und nimmt so alles. Aber ich bleibe. Ich bin noch
da. Ich denke weiter. Ich lebe weiter. Ich gehe weiter. Mit allem was ich bin. Mit allem was ich
sage. Mit allem was mir Kraft gibt. Ich bin Heute
da. Ich bin Morgen noch da. Und das ist Gut! 

Andere sitzen in Parks. Beobachten den Sternen-
himmel. Denken sich ein Lied. Summen so mit den
Gedanken. Und wissen und ahnen es so. Der Mensch
und das Universum. Und das Leben . Es ist groß! Es
ist klein! Es ist alles. Und alles ist das Leben.
Und es fliegt vorbei. Und sie singen so vor sich
hin. So zu den Sternen. Und sehen das Leben. So
das Beste. So für eine Sekunde seine Melodie. So
alles Licht. Und das ist Gut! 

Andere sitzen allein in einer Bude. Vereinsamt!
Unverstanden! Tabletten oder eine Pistole an der Seite. Und zählen so die Sekunden. Und denken
so an die Tage. Und an das Leben. Und was so kommt.
Und was so kommen kann. Dann zählen sie ihre letzten 
Moneten. Vergessen die Tabletten. Vergessen die
Pistole. So für diesen Tag. Und rufen sich ein Callgirl. Und überleben eine Stunde mehr. Und
wissen so etwas mehr. So von dem Leben. So von all dem, was niemand löst! Und das ist Gut! 

Andere gehen auf die Strasse. Und schreien es
heraus. Rennen durch die Stadt ohne Ziel. Schlagen Purzelbaum. Drehen sich im Kreis. Raufen  sich die Haare. Und haben so alle Liebe im Kopf die es gibt. Vergessen einfach mal die Vernunft. Und sind nur Liebe! Und sind nur Leben. Und sind nur Welt. Sind
da. Und erinnern so an das was der Mensch ist. So immer so an der Grenze zum Wahnsinn. So immer das,
was gerade so reicht. Und geben nicht auf! Gerade
und trotzdem nicht. Und das ist Gut!

Ich weiß nicht. Ich habe so viel über das Leben
nachgedacht. Ich habe so viel über das Leben
gehört. Ich habe soviel Gespräche über das Leben geführt. So viele Theorien. So viel Philosophie. 
So viel kluges erfahren. Aber eins ist mir klar.
Mir gefallen immer besser die Menschen, die trotz allem überleben. Trotz all den klugen  Gesprächen.
Und den endlosen Theorien. Und, ich denke, das ist Gut!

Klaus Lutz

8/2010
                                                                
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Tellersülze

Tellersulz tue ich heit kochä,
des goht blos in dä kaltä Wochä
sonschd wird‘s it fest, s’gond Muggä dra,
des ischd äbbes wa ich gar it ma.
Do schmeißt me in nen großä Topf,
von eire Sau än ganze Kopf,
6 Füßle däzu ond au dä Schwanz,
2-3 Häxle ergänzet des Ganz.
Wenn mer noch extra Schnauze hät,
au nei dämit, die hätt koe Fett.
Ond dann kommt no, hab gute Rueh,
än ganze Haufä G’würz däzue.
6 Lorbeerblätter, 10 Nelke 3 Zwiebel,
2 Eßl.Pfefferkörner, ä Hand voll Salz ist it übel,
dann no Piment ond halbe Flasche Essig,
des geit äbä des spezielle Dressing.
3 Rrüeble kommet au no drai,
do därf nix fehlä des mues nei.
Noch Wasser druff bis älles deckt,
so dass nix rausguggt ond verreckt.
Dann sei mer blos konn faule Hund,
des mues jetz kochä zwei drei Schtond,
noch derä langä Zeit beim kochä,
fliegt des Fleisch vo selbst vom Knochä.
Jetzt nemmt mers raus dasses überküehlt,
ond mer konne Blodre and Finger kriägt.
No schneidet mers in schene Scheibä,
koe Stickle därf me übrig bleibä.
Jetzt legt mers sorgsam in die Teller nei,
däzue no 2 -3 Scheibä Ei,
diä kocht mer nebeher ämol,
schneidt Essiggurkä in ä paar Toal,
diä mer däzu in‘d Teller duet,
des isch Klasse, ond schmeckt guet.
Jetzt mues mer d‘ Brühe no absieblä,
älles mues raus jetzt, au die Zwieblä.
Mer leert se durch än feinä Stoff,
no wird se klar, was ich doch hoff.
No läßt mer se lauwarm überküehlä,
ond tuet se dann in’d Teller füllä.
Es mues bedeckt sei jeder Zipfel,
sonst verreckts, des wär dä Gipfl.
No läschd se über Nacht kalt stau,
am nächstä Tag kasch d‘rs no schmeckä lau.
Diä isch jezd g‘macht en einem Guss,
ganz ohne Frog än Hochgenuss.
Doch leider schmeckts dä Schwobe nur,
für Reigschmeckte ischs Saufraß pur.
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