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Gedichte über Humor - Seite 1350




Grüne Experimente

Es war ein Experiment für die Sehkraft! Mit grünen
Tabletten. Für einen Tag. Und ich habe die Zukunft,
in Grün, gesehen. Sonnenblumen aus Plastik.
Wälder mit Kunstbäumen. Landschaften mit Biofarben
bunt gemalt. Windkrafträder in Regenbogenfarben.
Menschen die: „Grün ist alles was ich habe singen!“
Mit zerrissenen Kleidern. Bilder von Brötchen. An
leeren Geschäften. Stimmen aus Lautsprechern die
sagen: „Das Leben ist Müsli! Von Montag bis
Samstag! Der Sonntag ist Fastentag!

Es war ein Experiment für die Denkkraft! Mit drei
Spritzen. An einem Tag. Und ich habe die Phantasie,
in Grün, gesehen. Karawanen! Mit Kartoffeln aus
Russland. Tretboote! Die Fische von Japan bringen.
Heißluftballons! Mit Äpfeln aus Argentinien. Menschen
die Fliegen lernen. Damit sie an Tomaten in Ägypten
kommen. Redner die Märchen erzählen. Von einem
Land in dem nie Elend herrschte. Plakate an den
Wänden die sagen: „Glück heißt nicht Brot! Armut
ist nur eine Illusion!“

Es war ein Experiment für die Seelenkraft! Mit einer
Hüpftherapie. Für einen Tag. Und ich habe die
Wahrheit, in Grün, gesehen. Gebildete Menschen,
die wissen was Karotten sind. Grüne Gurus, die
Roulette spielen. Wissenschaftler die drei Pflanzen
zu einen Wald erklären. Clowns die Opern, mit zwei
Worten, singen. Kunst die keine Welt mehr
verzaubern kann! Und am Himmel der Spruch:
„Wenn das Leben nichts positives mehr zeigt! Dann
träume es Dir in Grün!“

Es war ein Traum das Leben! Die Menschen hatten
alles! Es gab keinen Mangel. Bis die Experimente der
Grünen kamen! Mit Tabletten, für das genaue Sehen.
Mit Spritzen, für das echte Denken. Mit Hüpfen, für
das reine Fühlen! Mit Träumen als Gefängnisse. Mit
Wahrheiten als Fesseln. Mit Gefühlen als Theater. Mit
Gedanken, die nie wahr werden. So lange die Seele
redet. So lange das Herz träumt. So lange die Liebe
kämpft. Und kein grünes Gift tötet!

(C)Klaus Lutz


Ps. Am 19.4.2022 um 13:52 die
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Endstadion Psychiater

Der verrückte Nachbar wurde abgeholt! Mit Zwangsjacke. Und
einigen Betreuern. Davor gab es aber eine Streiterei mit der Polizei.
Mit seelisch zerstörendem für die Beamten. Dann wurde die
Wohnung besichtigt. Da stand eine Katze. Aus ganzem Eisen. Auf
die hat er mit dem Hammer eingeschlagen. Tag für Tag. Stunde für
Stunde. Ohne ein Ende. Kalt und Blind. Von da kam der ganze
Lärm des Nachbarn!


Bis jetzt ist vom Nachbarn nur das bekannt! Es gab einen Wellensittich
in seiner Kindheit. Der war sein bester und einziger Freund. Sein
Kontakt zur Welt. Der wurde aber von der Hauskatze gefressen. Seit
dem hat der Nachbar seine Schwierigkeiten. Die Katze verschwand
kurze Zeit später. Eben so, alle Katzen in der Nachbarschaft. Und
seitdem trägt der Nachbar nur noch Kleider und Zöpfe!.

Zugleich lärmte es dann in der Werkstatt! Der Nachbar nannte den
Schraubstock einfach Katze. Und haute mit dem Hammer darauf ein.
An guten Tagen trank er einen Kaffee dazu. An schlechten Tagen nur
Cognac. Psychologen empfahlen ihm Zoobesuche. Wahrsager, jeden
Tag, ein Schnitzel zu essen. Jedoch alles ohne Wirkung. Jetzt lebt er
mit Depressionen. Er will aber sein Leben ändern! Und sieht wieder
etwas Licht!

Wie geht es weiter mit dem Nachbarn? Jetzt in der Psychiatrie! Kann
er der Katze nun verzeihen? Kauft er sich einen neuen Wellensittich?
Kriegt er eine eigene Gummizelle? Mit einer Katze aus Kunststoff.
Und einen Plastikhammer. Und darf dann auf die Katze eindreschen.
Oder geschieht ein Wunder. Wie oft bei so Kranken. Und er schließt
Frieden mit der Katze. Und spielt nur noch mit Lego!


Ich werde Ihm einen Besuch abstatten! Ihm von meinem Leben erzählen.
Wie ich mit den Drogen fertig wurde. Mit dem Trinken aufgehört habe.
Und auch meine Sexsucht besiegt habe. Dem religiösen Wahn los
geworden bin. Und nicht mehr, in Richtung, nach Mekka bete. Wie ich
mir jetzt, jede Woche, etwas Kuchen kaufe! Ich denke das baut meinen
Nachbarn auf. Und gibt Ihm etwas Hoffnung! In seinem Zustand!


(C)Klaus Lutz


(Der Text ist reine Phantasie!)
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