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Gedichte über die Hölle - Seite 17


Wiederholt sich die Weltkriegsgeschichte?

- Kriegerisches Streben nach der Weltmacht? -

Will er sich die Erde untertan machen?
Er lässt Raketen in Gebäude krachen,
rund um die Uhr schwere Geschütze knallen,
Städte, Dörfer in Schutt und Asche fallen.

Die Gewaltspirale
dreht sich viele Male,
Niedertracht bricht sich Bahn,
Blutrausch im Psycho-Wahn.

Angriffsgefechte führen zur Gegenwehr,
Soldaten fallen übereinander her
vor Gräueltaten keiner mehr zurückscheut,
menschliche Überreste sind weit verstreut.

Auf Straßen verweste, verkohlte Leichen,
ausgehungerte Ratten umherschleichen
man weiß nicht mehr wohin mit all den Leichen,
für Gräber müssen Parks und Gärten weichen.

Giftgas(?), Streumunition
- Ausdruck der Perversion -
den Schaden verschlimmern,
Phosphorfunken (?) glimmern.

Es greift um sich eine entsetzliche Not,
Überlebende sterben den Hungertod
und Soldaten sich an Frauen vergehen,
notgedrungen lassen sie es geschehen.

Vom Kriegshimmel fallen Brandbomben herab,
Minen explodieren, reißen Beine ab,
zwischen den Trümmern von zerbombten Städten
will man nur noch das nackte Leben retten.

Sind alle, weit und breit,
dem Untergang geweiht,
wird die Erde sterben,
wir mit ihr verderben?

Alle, die sich "bekriegen" sitzen in einem Boot,
das in Kriegszeiten gerät in schwere Seenot
und unweigerlich auf den Untergang zusteuert ...

Ob letztlich einzig und allein der "Atompilz" strahlt
und uns die Szenarien des Untergangs "malt"?

Wer weiß?

Hoffentlich wird es so weit nie kommen!
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Die Erde, sie wird sich auch ohne uns drehen

Bilder des Kriegs kann man so verstecken,
dass wir uns nicht zu sehr erschrecken,
auf dass wir die Contenance behalten,
zufrieden und froh die Tage gestalten,

die Fotos des Horrors, man kann sie zensieren,
dass wir des Nachts den Schlaf nicht verlieren,
die lodernde Glut der Bombennächte,
die den Opfern erscheint wie höllische Mächte,

das Wimmern von Menschen unter den Trümmern,
ist so weit entfernt, soll uns nicht bekümmern,
auch soll’n wir die Augen, wenn möglich, verschließen,
davor, dass dort Kinder auf Kinder schießen,*

das Grauen der Kriege, wir solln’s nicht verstehen,
die Angst in den Augen, wir woll’n sie nicht sehen,
auch nicht das sinnlos vergossene Blut,
verfolgt uns im Traum und tut uns nicht gut,

wir sind so weit weg von den Schlachten der Welt,
müssen nicht hungern, wir zähl’n unser Geld,
pflegen mit Lust die alltäglichen Sorgen
und grübeln über das eigene Morgen,

betrachten uns stolz als den Nabel der Erde,
fotografieren uns selbst und folgen der Herde,
nach uns die Sintflut, das ist die Devise,
als ob sich Krieg so verhindern ließe,

doch täglich aufs Neue, da sterben sie,
vergebens das Ringen der Diplomatie,
jeder betrachtet’s aus seiner Sicht,
zur friedlichen Einigung kommt es so nicht,

in Wirklichkeit geht es hier nur um die Macht,
hört damit auf, s’ist nach Mitternacht,
wir sind übersättigt und über verwöhnt,
deshalb sagt uns die Wahrheit, ganz ungeschönt,

zeigt uns, wie die Hölle aussieht,
wie es ist, wenn man der Heimat entflieht,
fragt auch die Alten in unserem Land,
sie werden euch sagen, auch hier hat’s gebrannt,

das ist erst siebzig Jahre her,
sich daran zu erinnern, es fällt uns schwer,
an die Zeit, als die Synagogen brannten,
als wir uns stolz die Germanen nannten,

als wir glaubten, wir seien als Volk auserwählt,
ja, dieser Wahnsinn, er wurde erzählt,
man ließ hier Millionen Menschen ermorden,
und ihre Mörder erhielten Orden,

Bombengeschwader vernichteten Städte,
das war eine Katastrophenkette,
die Kinder und Frauen in großer Not,
an der Fronten die Männer, so sinnlos ihr Tod,

die den Krieg überlebten, sie haben gelobt,
dass in unserem Land kein Krieg mehr tobt,
niemals mehr wollten wir wieder aufrüsten
und uns mit dem Lorbeer der Siege brüsten,

die guten Vorsätze, sie sind längst vergessen,
wir haben die Felder ganz neu vermessen,
wir sind nun das reichste Land der Welt
und was uns fehlt, ist die Demut, nicht Geld,

wir wollen's nicht wissen und grenzen uns ab,
so schaufeln wir uns das eigene Grab,
irgendwann drückt ein Irrer den roten Knopf,
das kostet die ganze Menschheit den Kopf,

selbst, wenn wir es immer noch nicht verstehen –
die Erde, sie wird sich auch ohne uns drehen;
wir Menschen lernen nicht aus der Geschichte,
das ist’s auch, was ich bekümmert berichte,

sonst gäb’s keine Kriege mehr auf der Welt,
s’wär besser um die Natur auch bestellt,
dann hätten wir längst das Teilen gelernt,
doch davon sind wir noch Meilen entfernt,

dem allem zum Trotz lasst uns weiter hoffen,
vielleicht steht dennoch ein Türchen offen,
wir alle gemeinsam könnten es schaffen –
in Eintracht, mit Liebe, und ganz ohne Waffen.

(aufgeschrieben vor dem Ukrainekrieg; *bezogen auf Kriege in Afrika oder weltweit, im nahen Osten vor allem auf den Krieg im Jemen, wo auf beiden Seiten immer noch auch mit deutschen Waffen getötet wird, auf Kriege, über die kaum noch berichtet wird, weil sie so schön weit weg von uns stattfinden …)

©M.M.
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