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Gedichte über Hass / Wut - Seite 137


Der Motor der Liebe - Eine Geschichte mit Gedicht

Die Liebe zog, wie eine sich auflösende Nebelwolke, aus ihrem Herzen.
Ihr inneres Licht wurde immer schwächer.

Wie eine Lichtmaschine am Automotor, die ein überlasteter Riemen verband.
Erst wurde er locker, dann drehte er durch.
Am Ende zerriss er.
Nur noch die Batterie ließ den Motor laufen.
Doch ohne Lichtmaschine wurde sie immer schwächer und schwächer.
Nur noch von außen konnte sie aufgeladen werden.
Das konnte nur noch mit der Energie anderer geschehen.

Ihr Verstand sagte:
„Du brauchst sie nicht !
Lass die Liebe zieh’n -
Wir sind viel erfolgreicher ohne sie !“

Ihr Herz sprach ...
doch sie verstand es nicht.
Es wurde zum Motor,
der ihren Körper am Leben erhielt.
Am Leben ?
Lebt ein Roboter ?

So lebte sie mehrere Tage, Wochen, Monate, Jahre
und verbrauchte die Energie anderer,
denn ihr inneres Licht konnte die Liebesenergie für ihr Herz nicht mehr liefern.
So fraß sie gierig die Energien anderer:
Energien der Angst, der Wut, der Qual und des Leides.
Sie wurde zum Vampir, zum Narzissten.

Eines Tages ...
durchzog sie ein Funke der Weisheit:
„Ohne inneres Licht bin ich nicht vollkommen !
Selbst wenn ein gesunder Mensch sich nicht vollkommen fühlt,
so hat er doch das Potential,
vollkommen zu sein !“
Sie ließ diesen Gedanken tief in sich eindringen,
bis ein neuer kam:
„Liebe ohne inneres Licht funktioniert nicht !“
mit dem Wunsch:
„Ich möchte wieder lieben lernen !“

Sie suchte nach der Ursache ihrer Blockade,
bis Sie erkannte, dass ihr größter Feind ihre Angst und die Überheblichkeit ihres Verstandes war.
Doch wie konnte sie sich wieder zu dem verändern, was sie einst war ?

Plötzlich vernahm sie in sich eine Stimme, welche ihre eigene zu sein schien und doch nicht war:
„Der Weg zur Vollkommenheit führt über den Pfad ...
der Vergebung, der inneren, positiven Moral, der Selbstverantwortung, Erkenntnis und des Wollens !“

„Ich werde so sein, wie ich sein will !“ programmierte sie ihren Verstand.
„Ich will meinem Herzen die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die bisher nur mein Verstand bekommen hat
!!! !!! !!!
„Ich las einmal: Energie folgt der Aufmerksamkeit !
Diesen Spruch will ich verinnerlichen !
So lasse ich wieder meine Energie in mein Herz fließen !
Ich werde mir eine Liste machen, was für mich als Moral bindend sein soll.
Eine Liste meiner Tugenden und Werte !
Und diese Liste werde ich durch ein Ritual in mir so lange verfestigen,
bis ich das bin, was ich sein will !“

So tat sie es und wurde zu dem, was sie sein wollte !


Ihre Liste der Tugenden und Werte:
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Meine wichtigsten Tugenden und Werte,
die mich die wichtigste Lektion meines Lebens lehrte:

Die 'Liebe' soll mich führen !
'Geduld' läßt mich den Augenblick erspüren,
die 'Freude' mich begeistern und beleben.
Die 'gute Absicht' ist mein Streben.
Die 'Resonanz mit der göttlichen Ordnung' soll mir eine Richtschnur sein.
Ich öffne meine inneren Türen:
Licht und 'Weisheit' trete in mein Leben ein.
'Mitgefühl' möge mich zu Tränen rühren.

Trübsal, Trauer, Leid
und Schicksalsbeben,
sind auch eine Zeit,
um Heiterkeit
und einem spritzig, fröhlichen Leben,
den würdigen Inhalt mir zu geben !

© jogdragoon
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Der Täter lebt sein Leben weiter. Ich muss mit den Folgen leben.

Es macht mich unendlich traurig und wütend, dass Männer, die mir so viel angetan haben, ihr Leben einfach weiterleben können, als wäre nie etwas passiert. Vielleicht haben sie längst eine eigene Familie, sind glücklich und führen ein ganz normales Leben. Während ich bis heute mit den Folgen kämpfen muss, die sie in meinem Leben hinterlassen haben.

Sie können vielleicht vergessen, was sie getan haben. Ich kann nicht einfach vergessen, was mir passiert ist. Ich kann nicht einfach einen Schalter umlegen und so weitermachen, als hätte es mich nicht verändert. Denn während für sie vielleicht alles längst Vergangenheit ist, ist es für mich etwas, das mich mein Leben lang begleiten wird.

Und als wäre das alles nicht schon schwer genug, muss ich mich als Betroffene oft auch noch rechtfertigen. Was hatte ich an? Habe ich Alkohol getrunken? Habe ich deutlich genug Nein gesagt? Warum habe ich mich nicht gewehrt? Warum habe ich nicht früher etwas gesagt? Als müsste ich beweisen, dass ich es nicht verdient habe, dass mir so etwas passiert. Dabei sollte nicht mein Verhalten infrage gestellt werden, sondern die Entscheidung des Menschen, meine Grenzen zu überschreiten.

Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum so viele schweigen. Weil sie Angst haben, dass ihnen nicht geglaubt wird. Weil sie Angst vor den Fragen, den Blicken und den Zweifeln haben. Weil sie nicht noch einmal alles durchleben möchten, was sie ohnehin schon kaum verarbeiten können.

Und wisst ihr, was mich daran besonders traurig macht? Nicht selten sind es die Opfer, die in Therapie gehen müssen, um zu verarbeiten, was ihnen angetan wurde, während die Täter einfach weitermachen. Ich bin es, die lernen muss, mit den Erinnerungen zu leben. Ich bin es, die mit Ängsten kämpft, Vertrauen wieder aufbauen muss und versucht, die Scherben meines Lebens zusammenzusetzen, das durch andere Menschen verändert wurde. Ich bin es, die Hilfe braucht, um mit den Folgen einer Tat zurechtzukommen, die ich mir niemals ausgesucht habe.

Selbst der Wunsch nach einer eigenen Familie, nach Liebe und Geborgenheit, ist für mich mit Angst verbunden. Wie soll ich einem Mann vertrauen, wenn ich erlebt habe, wie tief ein Mann mich verletzen kann? Wie soll ich mich fallen lassen, ohne Angst zu haben, wieder verletzt zu werden? Ich wünsche mir nichts mehr, als irgendwann lieben zu können, ohne ständig Angst haben zu müssen. Aber Vertrauen lässt sich nicht einfach auf Knopfdruck wieder einschalten.

Manchmal fühlt es sich an, als bekämen die Opfer lebenslänglich, während die Täter irgendwann einfach zur Tagesordnung übergehen können. Die Täter sollten für ihre Taten konsequent zur Verantwortung gezogen und angemessen bestraft werden. Nicht die Opfer sollten ein Leben lang die Last tragen müssen, während diejenigen, die ihnen diesen Schmerz zugefügt haben, vielleicht längst glücklich sind und eine Familie gegründet haben.

Ein Verfahren kann abgeschlossen werden. Eine Akte kann geschlossen werden. Aber die seelischen Wunden lassen sich nicht einfach schließen.

Ich habe mir nicht ausgesucht, dass mir das passiert. Ich habe mir nicht ausgesucht, dass es mich so verändert. Und ich habe mir ganz sicher nicht ausgesucht, mein Leben lang mit den Folgen kämpfen zu müssen.

Sie haben ihre Entscheidung getroffen. Ich trage die Folgen. Sie können vielleicht vergessen, was sie getan haben. Ich muss lernen, mit dem zu leben, was sie aus meinem Leben gemacht haben.

Und genau das ist eine Ungerechtigkeit, die mich traurig macht, wütend macht und manchmal einfach nur sprachlos zurücklässt.
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