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Gedichte über Gott - Seite 6


Der Brief an den lieben Gott

In Köln, da lebte eine Frau
in einer Welt, die eher grau
Ihr Haushalt war nicht gut bestellt,
mit einem Wort: da war kein Geld

Sie überlegte hin und her,
woher denn Geld zu kriegen wär
Ihr kam ein Einfall, sapperlott -
und flugs schrieb sie dem lieben Gott:

"Oh guter Gott, bin alt und arm,
das Geld ist wenig, hab Erbarm!
Bräucht‘ 100 Euro, und dies schnell -
ich müsst sonst hungern auf der Stell!

Hat's in den Kasten rasch gesteckt
Ein Postmann hat den Brief entdeckt
Er schaut darauf, was soll er machen?
'Dem lieben Gott' ist doch zum Lachen!

Er denkt sich aber, Spaß muss sein,
d e r geht mal ins Finanzamt rein!
Am nächsten Tag dort angekommen,
wurd' dieser in Empfang genommen

Doch was geschah mit jenem Brief?
Der Leser liegt wahrscheinlich schief,
denn ein Beamter dacht' daran,
wie man der Frau wohl helfen kann

Was glauben Sie, das ist kein Scherz:
auch im Finanzamt hat man Herz!
Der Mann im Anzug dacht' sich still:
'ist nicht ein Weg, wo wirkt ein Will?'

Man sah ihn in dem Büro wandern,
von einem sammeln, dann vom andern
Am Ende waren immerhin
im Beutel siebzig Euro drin

Und der Erlös wurd' unverwandt
direkt an diese Frau gesandt ...
Die Frau, die konnte es kaum fassen:
der Herrgott hat sie nicht verlassen!

So schrieb sie einen Dankesbrief
In Eile sie zum Postamt lief:
"Oh lieber Gott, ich dank Dir so
für wunderbare hundert Euro!"

Doch solltest meiner Du gedenken,
noch einmal gütigst etwas schenken,
so möcht' ich Dich um Eines bitten,
nicht dem Finanzamt was zu schicken,
denn diese haben ungelogen
von hundert dreißig abgezogen!
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PSALM AN DIE ALLMÄCHTIGEN

In Eurer Obsorge stehe ich,
Nach Eurem Licht sehne ich mich,
Ich finde den Weg, der mich zu Euch führt,
Eure Stimme habe ich heute Abend gehört.
Ihr seid Mutter Göttin und Vater Gott,
Ihr bringt das Entstehen und Entbehren aller Dinge ins Lot.
Ihr vermögt die viel geliebte Erde und das Universum
In Euren unsichtbaren, heilenden Händen zu halten,
Und über das irdische und menschliche Geschehen zu walten.
Zu Euch bete ich um Eure Gunst und Protektion,
Dank Euch hatte ich über die vereinigten Religionen - eine Vision.
O! Ihr Allmächtigen!

Ihr seid das Licht der Sonne an jedem Tag,
Ihr seid das goldene Kreuz und Mondsichel in klarer Nacht,
Ihr seid der Daoismus in der Welt, der über uns wacht.
Ihr seid des Zarathustra loderndes Feuer der Lebensflamme,
Die Gnade der Erlösung, die unerschöpfliche Güte und Erbarmen.
Ihr seid der Davidstern der Israeliten,
Ihr seid das Vermächtnis des Messias, der am Kreuz hat gelitten!
Manchmal spüre ich in mir Eure Kraft,
Drum dürste ich nach Eurer Gloria und Pracht.
Die Weltreligionen zu beschützen ist ein Wunsch, der in mir wacht.
Ihr seid wie gute Familie, gute Obhut, Beistand, guter Rat,
Ihr seid wie das heilige Patriarchat und Matriarchat!
O! Ihr Allmächtigen!

Euren heiligen Geboten will ich folgen:
Jeden Tag, jede Nacht, jeden Morgen.
Ihr seid mein Dom, meine Instanz und mein Daheim,
Bei Euch fühle ich mich geborgen,
Mit Euch bin ich nicht mehr einsam oder allein.
Zu Euch will ich immer gehen,
Zu Euch möchte ich in meiner Andacht aufsehen,
Zu Euch möchte ich beten, um Christus Auferstehen.
Durch Eures ewiges Licht will ich meine Seele erhellen.
In meinem Gelöbnis der ewigen Treue, will ich mich bewähren.
O! Ihr Allmächtigen!

Ich glaube an göttliche Divinationen,
Ich schaue zu Eurer Lichtkrone,
Sie ist über mir das Firmament.
Ihr seid des Universums Schöpfer und Dirigent.
Zu Euren Füssen beuge ich mich,
Sie sind die Erde, die mich ernährt.
Ihr seid alles was mein Herz verehrt!
O! Ihr Allmächtigen!

Konstant brauche ich Euch an meiner Seite,
In Eurem Beisein spüre ich Beseelen und Erheitern.
Mein Bewusstsein und mein Horizont,
Vermögt Ihr stets zu erweitern.
Ihr seid wie die mitfühlende Elternliebe, die über ihn und mir wacht;
Ihr seid wie Erfüllung im Koitus und eheliche Partnerschaft;
Ihr seid wie der Gleichgesinnten mentale Freundschaft;
Ihr seid die allgegenwärtige Macht,
Deren Anteil in ihm und in mir innewohnt;
Ihr seid die Linderung der Schmerzen,
Das Licht der entflammten, verliebten Herzen,
Und das Wohlwollen, das uns alle vor Unheil verschont.
O! Ihr Allmächtigen!

Ihr seid meine tägliche Aufgabe und Pflicht;
Ihr seid hinter der schwarzen Wolke das wohltuende Licht;
Ihr seid wie Erfolg und Verwirklichung, die man braucht;
Ihr seid das allsehendes Auge, welches alles durchschaut;
Ihr seid die Stärke und Motivation in ihm und in mir,
Und ich suche nach Euch geduldig,
In der Hoffnung, ich sei Euch würdig!
Denn ich wünsche mit Engelszungen sprechen, zu dir!
O! Ihr Allmächtigen!

Ihr wacht über meinem Sterbebett,
Bevor ich über die Schwelle zu Eurem Reich übergehe;
Ihr begleitet mich durch mein junges und reifes Leben;
Ihr könnt uns schwachen Menschen jeden Laster vergeben,
Und uns zur Tugendhaftigkeit und guten Werken bewegen.
Als ich Kind war und im Bette der Geburt lag,
Gesandt wurde mir von Euch ein Schutzengel- zu meiner Wiege!
Das habe ich gespürt, seitdem habe ich Euch gehört!
O! Ihr Allmächtigen!

Ihr seid wie der Schatten in der Sonnenhitze;
Ihr würdet uns alle unablässig vor dem Bösen beschützen;
Ihr seid wie ein Baum unter dem ich Gestern und Morgen sitze;
Ihr seid wie der Bäume reife Früchte,
An deren Geschmack ich mich ergötze.
Ihr spendet Hoffnung, wenn ein Mensch weint;
Ihr sorgst für Genesung nach einer Krankheit;
Ihr seid wie das Blut, das in seinen, deinen und meinen Adern fließt;
Ihr seid wie ein Bach, der sich aus einem Sockel ergießt!
O! Ihr Allmächtigen!

Eurem goldenen Faden aus Glück und Gesundheit
Will ich folgen, und mich befreien von Kummer und Sorgen.
Mit allen meinen Mitmenschen
Will ich aufrichtig und liebevoll umgehen,
Ein Lächeln auf ihren Gesichtern will ich Tag für Tag sehen.
Und ich will Euch für alles Gute danken,
Möge mein Gemüt weder straucheln noch wanken!
O! Ihr Allmächtigen!

O! Alpha und Omega,
Ihr seid der Anfang aller Dinge und Wesenheiten und deren Ende,
Ihr seid der Glaube, die Liebe, die Hoffnung und das Fortbestehen,
Welche existieren, dank der Gnade und dem Licht Eurer heiligen Hände!
Ihr seid das Ewige Rad des Fortbestehens,
Das seit Äonen über die Existenzen wacht.
Ihr seid wie das menschliche Geschehen,
Und des Schicksals Wacht.
O! Ihr Allmächtigen!

In Eurer Obhut stehe ich,
Nach Eurem Licht sehne ich mich.
Ich finde erneut den Weg, der mich zu Euch führt,
Eure Stimme habe ich heute Morgen gehört.
Ihr seid die Sonne an jedem Tag,
Ihr seid die Sterne in jeder klaren Nacht,
Ich spüre in mir ein Anteil Eurer Kraft,
Ich dürste nach Eurer Glorie und Pracht!
O! Ihr Allmächtigen!

AMEN


© Agnes von Angelis


Info: Das Gedicht wurde vor ca. 19 Jahren geschrieben und im Jahr 2025 neu bearbeitet.
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