Sortieren nach:

Gedichte über Genuss - Seite 5


Fesselnde Blicke

deine Weiblichkeit entwaffnet
zu schön, bist so begehrenswert
dein Anblick wirkt schlaraffend
ins Paradies mit dir, ungestört

wo Milch und Honig fließen
Genuss, wohin Haut sich traut
Sinnlichkeit über dich ausgießen
makellose Wolllust erlaubt

ich ziehe dich aus
mit meinen Augenblicken
entschale dich nackt heraus
rundherum an dir erquicken

erkennst in meinen Pupillen
die Absicht meiner Seele
ihren unweigerlichen Willen
zweifelsfrei ihre Befehle

folgst ihren Wünschen detailliert
jede Anweisung klar ersichtlich
errötest blickberührt ungeniert
zwei optische Fühler erfassen dich

streicheln sanft über deine Wangen
kontaktieren stets deine Sensoren
reagieren auf vorfreudiges Bangen
melden unterschwelliges Rumoren

ein Funke Sehnsucht in deiner Haut
folgt dem Kitzel meiner Blicke
wird zum Funkenflug, als Glut laut
weil Lippen nun voller Augabdrücke

mit Spuren bis zu den Ohren
dein Antlitz gründlich übersät
abgetastet jede deiner Konturen
erregtes Wohlgefallen entsteht

langsam gleiten zwei sehende Sucher
über dein nacktes Gelände streichelnd
stoßen auf erogenen weiblichen Wucher
erfühlen Enthülltes schmeichelnd

die Intensität nimmt sichtbar zu
Pupillen bewegen sich hastig am Hals
meine Seele erfasst steigende Unruh
Lider spreizen sich weit oftmals

von deiner Detailflut sichtlich angetan
überhitztes Kitzeln nicht unbemerkt
dein schwelendes Verlangen wohlan
unter deiner Haut erbebt es vermehrt

stroposkopisch flitzen meine Agenten
über Hügel und Täler deiner Kurven
werden zu meinen fesselnden Händen
mit Augenzwingen dich eng festgurten

so festgezurrt pulsiert dein Atem
nahezu synkopiert im Blickkontakt
reizüberflutet in Ekstase geraten
beider Bedürfnis intensiv offenbart

bist für meine Ohnmacht aufgebahrt
von mir fast bewusstlos dechiffriert
jede kleinste Berührung orgastisch klar
sind bereit, dass alles explodiert

© meteor 2026
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen




Vino verde, eine Köstlichkeit Portugals

---- Ein Mensch muss hin und wieder trinken,
um nicht zur Mumie einzusinken,
besteht er doch seit frühster Zeit
hauptsächlich selbst aus Flüssigkeit,
die ständig, scheinbar unbegründet,
verdampft und aus dem Leib verschwindet,
so dass er mit und ohne Willen
gezwungen ist, sie nachzufüllen.
Er spürt ein Kratzen in der Kehle
und folgt dem inneren Befehle,
das, was ihm unbemerkt entglitten,
entsprechend wieder nachzuschütten.
----Er trinkt auch, ohne dass er´s muss,
aus purem Streben nach Genuss,
und dieses gilt besonders wohl
für Flüssigkeit mit Alkohol.
Es gibt davon an allen Orten
beinahe unzählbare Sorten.
---- Es möge hier allein der Wein
genannt und ausgesondert sein,
so wie er, wenn man dorthin schweift,
in südlichen Gefilden reift.
---- Der Dichter ist dorthin geschwiffen,
Genuss des Weines inbegriffen,
weshalb, was hier beschrieben ist,
gewachsen ist auf eignem Mist.
---- Damit man diesen Wein erhasche,
erwirbt man ihn in einer Flasche,
weil man die Flüssigkeit sodann
bewegen und bewahren kann.
Der eine schafft sie in den Keller,
der andere verbraucht sie schneller.
Von Durst und Müdigkeit verdorrt,
vernichtet er das Zeug sofort,
indem er´s in ein Gläschen kippt
und mit den Lippen daran nippt,
worauf er etwas, dann den Rest
den Hals hinunterrollen lässt.
---- Wer sich dem ersten Glase weihte,
schafft in der Regel auch das zweite.
Ist dieses durch den Hals geglitten,
beschäftigt er sich mit dem dritten.
Das vierte folgt nach kurzer Pause.
Er trinkt es nun fast schon wie Brause.
Das fünfte Glas, fast ungewollt,
auch schnell durch seine Kehle rollt.
Nach 5 folgt dann bekanntlich 6,
der Mensch setzt an und trinkt es ex.
Vom siebenten ist zu empfehlen,
nur noch zu trinken, nicht zu zählen,
zumal man sich beim Zählen prompt
verschätzt und durcheinanderkommt.
---- Trinkt einer so, steigt in der Regel
im Blut des Alkoholes Pegel,
was dann bei Jungen und bei Alten
auch Folgen hat für das Verhalten.
Der Mensch wird wieder wie ein Kind
und eben so, wie Kinder sind:
Er fängt an, Kindliches zu brabbeln
und dann auf allen Vier´n zu krabbeln.
Er möchte gern mit Mamma schmusen
an einem möglichst vollen Busen.
Doch keine Mamma weit und breit,
weshalb er noch viel lauter schreit
und nun, gehorchend dem Instinkt,
zur Flasche greift und noch mehr trinkt.
Er findet, nirgends auf der Erde
ist Wein so gut wie vino verde.
Silesio
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen