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Gedichte über Fehler - Seite 2


Selbsterkenntnis

ganz harmlos fing es spielerisch an
nichts ahnend, was passieren kann
plötzlich war da dieses Gefühl
war nicht angedacht in diesem Spiel
langsam Vertrauen wurd' aufgebaut
vieles bereits einzig anvertraut
nichts sollte das je wieder zerstören
dieser Schatz für immer uns gehören

in schwerer Zeit uns gegenseitig Halt gegeben
noch mehr zu hoffen war verwegen
doch sollte nichts sich zwischen uns stellen
wir würden alle Versuche abwehren
alle wie Wachhunde in die Flucht verbellen
sie alle so eines Besseren belehren

dumm nur, dass bei aller Achtsamkeit
auch wir nicht sind vor Fehlern gefeit
Arroganz bracht' mich bei dir in Ungnaden
impertinent ging ich dir viel zu weit
erreichte damit nur sehr großen Schaden
hörte damit nicht auf zur rechten Zeit

nun erst als alles scheint zerstört
in mir mein Hochmut hat aufgehört
vor mir der Haufen voller Scherben
und du längst weg über alle Bergen
siehst nicht mehr mein Bedauern
hörst nicht mehr mein dir nachtrauern

dir Glück zu wünschen ist was mir bleibt
Vergebung wohl viel zu viel verlangt
das ist das Schlimmste nach einem Streit
wenn am Ende die Freundschaft wankt
als Lehre einmal mehr wird zugefügt
auch einen Freund man nicht zu sehr rügt

in einer Zeit, wo um einem herum
ein jeder Freund wird so sehr kostbar
ihn zu verprellen so unglaublich dumm
sein Verlust so schmerzhaft unsagbar
So gilt es künftig noch mehr aufzupassen
damit selbstverschuldet nicht noch weitere
Freunde einen verlassen ...

© meteor 2024
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Verlassen

Wieso stößt du mich jetzt fort?
Ich weiß nicht warum?
Doch, "nicht" ist das falsche Wort,
Warum weine ich sonst stumm?!

Die Angst vor meinem Schatten
Bringt mich nicht zum Weinen
Der Verlust von was wir hatten
Drängt Salzwasser zum Vereinen

Die Hoffnung eines Hoffnungslosen
Eine Pistole an meiner Schläfe
Der größte Narr unter Obdachlosen
Der nicht dein wundes Herz träfe

Meine Ausrede ist nur menschlich
Bin mehr schwach als stark bei dir
Ich gab dir nicht alle Macht über mich
Bin Schuld, wenn ich dich nun verlier

Liebe mit Mangel an Überzeugung
War umgeben von einer dicken Wand
Sie war so nah an einer Leugnung
Weil sich einfach kein Zugang fand

Bin schlau genug, um es zu wissen
Es ist verrückt, dich gehen zu lassen
Zu lange ließ ich dich mich vermissen
Meine Liebe nicht von dir erfassen

Ich ließ dich unverhohlen spüren
Du hättest keinen Anspruch auf mich
Ließ mein wahres Ich nicht anrühren
Ob du dafür die Einzige bist sicherlich

Und wenn ich jetzt auf Knien flehte
Du würdest mich trotzdem verlassen
Als unsere Beziehung vorm Aus stehte
Wollte ich mich nicht damit befassen

Dein Schritt stürzt mich in blanke Panik
Doch will ich dich nicht noch verspotten
Uns gehörte die Welt wie auf der Titanik
Unsere Liebe darf nicht im Meer verrotten

Du hast sie uns vielleicht jetzt gerettet
Im Eiswasser wird mir so einiges klarer
Nicht auf drohenden Untergang gewettet
Entpuppe ich mich erst spät zum Bewahrer

Ich werde nicht sofort darauf dringen
Zu stürmisch sind die Gefühle am toben
Um deine Liebe erneut zu gewinnen
Sollst du dir jede Bedenkzeit ausloben

Und ich größter Narr aller Zeiten ...
Muss in mich gehen, an mir arbeiten
Um dir zu beweisen, dass ich verstehe
Nicht nochmal die selben Fehler begehe ...

© meteor 2025
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