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Gedichte über Fantasie - Seite 8


Rendezvous mit meinem Geist

mein Geist ist ein wunderschöner Ort
an dem ich auf dich ungeduldig warte
besuche mich irgendwann nachts dort
wo unser gemeinsamer Traum startet

der Mond wird in voller Pracht stehen
du kannst mit den Gezeiten schwimmen
eine zeitlose Brise wird sanft wehen
inmitten der tiefen Stille wir erglimmen

seidige Berührungen wie von Samt
streicheln die ihnen anvertraute Haut
wir aalen uns auf kalt-körnigem Sand
wie in zwei Muschelschalen verbaut

strahlender Saphirhimmel als Begleiter
zum salzigen Meer ist es nicht weit
Konturen nacktgemeißelter Leiber
verwischen zwischen Raum & Zeit

Finger lesen deine Poren im Rausch
wie eine zu ertastende Blindenschrift
deinen mystischen Duft saug ich auf
wirkt in mir wie ein süßes Liebesgift

dein Stöhnen wird mit den Wellen eins
dein Mund mein heiliger Gral
drücke mein Lippenpaar sanft gegen deins
dein heiliger Wein mein Labsal

bin jeden Tropfen davon am genießen
bis deine Zunge sich der meinen unterwirft
Sterne explodieren über Himmelswiesen
während mein Verlangen weiterschürft

ich umarme dich wie festgenäht
deine samtige Haut klebt auf meiner
"Nimm mich", jede deiner Zellen fleht
packe dich, erbarme mich jetzt deiner

dränge dich auf den rauen, silbrigen Strand
meine Männlichkeit spießt dich lustvoll auf
durchbricht dein einst jungfräuliches Band
ein Traum im Traum nimmt seinen Lauf

langsam bin ich dich am Wiegen, jetzt hart
in einem verführerischen sinnlichen Tanz
bin in deine neckischen Zwillinge vernarrt
tief und fest verlieren wir uns in uns nun ganz

mein Geist ist jetzt ein lustvoller Ort
komm also zu einem Rendezvous
meine Gelüste erwarten dich dort
ihre Auserwählte bist alleine du

© meteor 2025
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Tanz im Nebel

Ich will dich nackt tanzen sehen,
mich mit deiner entblößten Seele
zwanglos auf dem Boden drehen,
rollen, schaukeln auf der Stelle,
zum Rhythmus deines Herzschlags,
pulsierend in jeder deiner Zelle.

Ich will nackt mit dir tanzen,
deine Wangen heiß von Schweiß,
rot von Blut in deiner Haut,
mit allen gewagten Extravaganzen,
die Einsätze erhöhen um jeden Preis,
alle Hemmungen von uns abgebaut.

Ich will mich nackt anschmiegen,
unsere Füße über dem Boden,
durch den Nebel mit dir fliegen,
auf ihm schwebend abgehoben,
schwindlig bezirzt von der Musik,
Augen um Lusttränen betrogen.

Ich will dir beim Tanzen gestehen,
vom Verlangen verzerrt, gequält,
vor Begierde nach dir vergehend,
ungeduldig meine Zunge zählt,
Lippen formen den Countdown,
drei, zwei, eins, der Vorhang fällt.

Vorwärts, zurück, du ziehst mich mit,
innen hauteng, nebelseidig außen,
von Seite zu Seite im Gleitschritt,
kurze Besinnungspause...
beugen, greifen, strecken, reißen,
eintauchen, zusammenschweißen...

Wie wir innig nah nackt tanzen,
während Reibung Funken schlägt,
Druckstellen sich auf uns fortpflanzen,
wo ein Körper fest am anderen sägt,
ineinander eng verschlungen,
Aug' in Aug' tief eingedrungen.

Tanz mit mir nur nach Gespür.
Überlass es mir, wohin ich führ.
Ich zeige dir den Weg,
die Schritte sind in dir.
Kein Moment vergeht,
in dem ich dich verlier'.

Tanz mit mir,
schließe dich mir an,
atme mit mir im Gleichklang.
Dieser Vorgang ist nicht
für alleine gedacht.
Dieser Tanz im Nebel ist nur
für uns beide gemacht...
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