Schnabel- Glück

Ein Gedicht von Birgit Klingebeil
Eine Romanze im Schilf

Eine von vielen Entendamen
lebte im Schilf, ganz ohne Namen.
Sie dümpelte meist nur vor sich hin,
sah im Parlieren ihren Lebenssinn.

So schwätzte sie in einem fort
und hatte auch stets das letzte Wort.
Das Schnattern, das war ihre Welt,
denn das Leben hat es ihr erhellt.

Doch hat ein Erpel sie dann entdeckt,
der eingehend den ganzen Teich gecheckt,
um zu ergründen, wer dort so schwimmt
und ob sich auch jeder gut benimmt.

Um Ausreden war sie nie verlegen,
vermochte gleich sein Herz zu bewegen.
Und der Erpel- Mann, der gute Tropf:
Verlor ob ihres Schnabels den Kopf.

So machte er sie, ganz ohne Rabatz,
blitzschnell legal und zu seinem Schatz.
Ein Kuss und ein kleines gehauchtes „Ja“,
so einfach kann’s gehen, wie wunderbar.



© Birgit Klingebeil
[2024/2026]

Informationen zum Gedicht: Schnabel- Glück

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25.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Birgit Klingebeil) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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