Sortieren nach:

Gedichte über Fantasie - Seite 40


Trostspender

In der Morgendämmerung ich mich hier erneut einfinde
Durch Wolken scheint der Mond auf vertrauten Silberteich
Um mich Dickicht und Gebüsch, unweit eine große Linde
Lichtscherben sich widerspiegeln im stillen See wellenreich

Aus der Nacht, der dunklen, schweren Nacht tret ich heraus
Erloschenes Sternenbild des Ruhms geschlagener Schlacht
Flatternde Schatten meines Heldentums lachen mich aus
Unsichtbare Wunde brennt, äußerer Schmerz verflacht

Das Vermächtnis meines Schicksals lässt an mir nagen
Bin desöfteren am Hofe an Lug und List am verzagen
Die Jahre vergingen zu schnell, habe sie sehr genossen
Die süße Lieb' und friedvolles Glück mit Wein begossen

~+~

Im Winde klingt mit Harfenton ein verführerisches Wort
trägt mich Alternden meiner Jugend verlustig an diesen Ort
Hier überdauert wonach meiner Seele stets gewesen ist
Hier ist der Grund nicht zu betteln um längere Lebensfrist

Diese Nacht ist wunderschön, der helle Mond gibt mir Licht
Wie in einem Spiegel sich meine Erinnerungen im Wasser zeigen
Du Romanze meines Lebens, wie lieblich ist darin dein Gesicht
Auf meinen Lippen spürte ich deine immer sehr gut leiden

Die Sterne sind so wunderschön, wie deine Augen zwischen ihnen
Am hellsten hab sie funkeln gesehn, wenn nachts vom Mond beschienen
Auf ewig trag ich die Augenblicke mit dir in meiner Seele anheim
Wo auch immer ich fortan bin, du wirst in ihr in mir bei mir sein

Deine Schönheit scheint mir dir von Mutter Natur geschenkt
Unser Schicksal war uns gnädig, hat unsere Pfade in einen gelenkt
Die kühne Jugend buhlt um deine Gunst, macht dir schöne Augen
Einst selber ein Jungspund, da konnt ich mir das auch erlauben

Was soll ich mich grämen um unaufhaltbaren Lebensvoranschritt?
Ich lebte mein Leben, erlebnis- und erfahrungsreich bestückt
Ein Drachenreiter weiß sich der Treue seines Drachens auf ewig sicher
Du Saphira bist immer bei mir, auch jetzt spürte ich dich nie inniglicher

In diesem melancholischen harten Kampf in Schwermut verfallend
Schöpfe ich stets wieder Hoffnung, diese Wunden zu schließen
Werd mir für eine Weile wieder die Welt um mich bunt ausmalen
Die mir verbleibende Zeit mit allem mir lieben dankbar genießen

Sodenn die Dämmerung endlich in den neuen Tag über geht
Die nebelgrauen Gedanken mit den ersten Sonnenstrahlen verweht
Im Wasserspiegel geblendet vom grellen sonnigen Lichterspiel
Auf Saphiras Rücken reite ich zurück, mit neuem Lebensgefühl
~ ♥♥ ~

© meteor 2024
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen




Heart of Levian

Wide Boys - Wanderjungs,
geboren mit dem Herzen eines Levian!

Seomra Duine - Ein Zimmermann,
die Herausforderung fängt schon früh an!

Ein Leben auf der Walz,
wurde als Ziel sich gesetzt,
von kleinauf als Junge galts,
die strengen Regeln nicht verletzt.

Fast spartanisch war & ist mein Weg,
werde nicht schwanken bis zum Schluss,
in Stärke, Mut, Geist, Wahrheit, Loyalität…
zuoberst der Fleiss als ehrbares Muss!

Ich bin ein Levianer,
mein Haupt leg ich dort zum Schlaf,
wo ich tagsüber mit Levianern
erledigte unser Handwerk brav.

Wir dienen unserem Stand der Zunft,
unserer Gilde gilt unsere Loyalität!
Ziehen vereint durchs Land & Unterkunft,
manch Haus es ohne uns nicht gäb.

Bestens ausgebildet nach unserer Herkunft,
entbehrungsreich und doch reich an uns.
Jeder steht stets für den anderen ein,
keiner läßt den anderen im Stich oder allein.

Bei allem Fleiss ist uns Feiern nicht fremd!
Nur wer die Annehmlichkeit des Lebens kennt,
sieht einen Sinn in seinem harten Streben,
wird weiter fleissig sein, um nachts zu leben.

Bewunderung ist der Cousin des Neids,
ich hatte einige Maskottchen zum Weib.
Erinnere mich an viele ihrer Gesichter,
beerenroten Lippen & so süß ihre Trichter.

An den Geruch von zerdrückten Gänseblümchen
und den Duft von langem, wechselfarbigen Haar.
Ihre Beine waren alle seidig wunderschön,
einfach anmutend, nicht ahnungslos, schon klar.

Ich sah zu, wie sie auf Felsvorsprüngen standen,
wie Göttinnen aus der Unterwelt entkamen.
Schlief in Milchscheunen bei Melkkühen mit ihnen,
doch nie war dabei ein Eifersüchtiger erschienen.

Weil jedem war zuvor bereits sonnenklar,
dass dieses Liebesspiel ein Flüchtiges war.
Und worauf jede Frau sich verlassen wollte,
kein Levianer ihr jemals Übles antun sollte.

Ihr Ruf war tadellos und die Tugend legendär,
mit ihnen war diese Freiheit fast euphorisch,
Kein Weib verlor dadurch etwa ihre Ehr',
als Nebenbuhler sah man sie mehr illusorisch.

Es ist ein recht oberflächliches Liebeslos,
doch ein Levianer hatte höhere Ziele,
in seinem Handwerk war er wirklich groß,
auch deshalb waren ihm Frauen zum Wille.

Muss lachen, weil ich fast alles erreicht hab,
was ich wollte, eine gute Ausbildung als Mann!
Ein respektierter Levian wie man mir vorgab,
Ich lache, weil man das nicht wegnehmen kann.

Und wenn die Zeit für mich gekommen ist,
meine Dienste nicht mehr von Nöten sind,
suche ich mir, was offen auf der Wunschlist,
eine treuliebe Frau mit so manchem Kind.

© meteor 2024
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen