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Gedichte Über Erkenntnisse - Seite 12


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DIE STIMME DER MUTTER ERDE

MÖGE IN UNS ALLEN SCHLAGEN,
DAS WARME HERZ DER MUTTER ERDE,
DAMIT WIR ES IMMER WIEDER AUF‘S NEUE WAGEN,
ZU TOLERIEREN, ZU VERZEIHEN, ZU VERGEBEN,
UNS GEGENSEITIG DIE NÄCHSTENLIEBE ZU GEBEN,
DENN MUTTER ERDE IST UNSER ERBE.
MÖGE JEDER VON UNS
MIT GEFÜLLEN DES HERZENS ALL DAS SPÜREN,
WAS WIR MIT DEN WISSENSCHAFTEN UND SINNEN,
NICHT ERFORSCHEN KÖNNEN.

Richte Deinen Blick nach unten, schau mich an,
Ich bleibe immer Deine und Du bleibst immer meine und mein.
Seit Jahren trag' ich Dich auf meinem Rücken,
Und lasse Dich meine Früchte pflücken.
Du kamst zur Welt mit lautem Schrei und Tränen,
Dann lerntest Du mich besser kennen.
Später lerntest Du auf mir zu laufen,
Bist gestolpert oder gefallen,
Hast laut geweint, oft nahm ich Deine Tränen auf,
Welche Du vergossen und mir gegeben hast.
In Dir erkenne ich die Tugend, aber ich spüre auch Deine Last.
Ich liebe Dich aus ganzer Kraft,
Bediene Dich meiner irdischen, mütterlichen Pracht und Macht.
Du bist immer meine und mein,
Lass uns das Leben erkunden
Und für immer zusammen sein.

Jetzt bist Du erwachsen,
Hast Vieles über mich erfahren, gelernt und viel erkannt,
Denn nie wies ich Dich ab und niemals habe ich Dich verbannt.
Ich war, ich bin und werde Dein ewiges Domizil,
Und zeige Dir die Wege zu jedem Ziel.
Du bist ein Teil von mir, meine Tochter oder mein Sohn;
Hast ein Leib, eine Seele und den Verstand;
Bist und bleibst stets in meiner Vision,
Denn ich beobachte Deinen Fortschritt
Und die Wunder der durch Dich erschaffenen Zivilisation.
Ich sorge für Dich und Dein Wohlergehen,
Und schaue still zu - dem menschlichen Geschehen.
Durch alle Mineralelemente bin ich Dir verwandt,
Denn ich schenkte Dir mein Wasser und mein Land.
Ich liebe Dich, denn Du bist immer meine und mein.
Lass uns das Leben erkunden
Und für immer zusammen sein.

Schau nach unten, schaut mich an.
Deine Füße berühren den irdischen Boden jeden Tag,
Unabhängig davon, wohin Dich Dein Weg geleiten mag.
Ich existiere seit unvorstellbar langer Zeit,
Deine Gedanken reichen nicht so fern in die Vergangenheit.
Ich gab Dir meine Flora und Fauna
Und andere Schätze und Früchte meiner Liebe;
Und die Sicherheit,
Dass meine innige Liebe zu Dir,
Seit Äonen und Uhrzeiten - tief in meinem Herzen gedeiht.
Ich trage Dich, ich nähre Dich,
Ich liebe Dich - mehr als mich.
In der Dunkelheit beim Mond und in der Sonne beim Licht,
Immer treu ergeben – begleite ich Dich.

Ich wurde erschaffen durch des Universums Potenz,
Vergiss bitte nie meine lebendige Existenz,
Denn: auf mir kannst Du bauen, in mir kannst Du säen,
Um, wenn die Zeit reif ist, zu ernten;
An mich kannst Du glauben, mir kannst Du vertrauen
Und meine Eigenschaften und Genen erben;
Bei mir kamst Du zur Welt, bei mir wirst Du auch sterben.
Mensch, mein liebster Mensch!
Ich bin ein Teil von Dir und Du ein Teil von mir.
Ich bin Dir ausgeliefert und gehöre Dir.
Deine Gefährtin bin ich,
Deine tägliche Aufgabe, Deine Existenz,
Welche Dein Leben bereichert und ergänzt.

Denk in der Stille Deines Geistes an mich,
Denn ich will Dir dienen, will Dich verwöhnen,
So lange ich es nur kann.
Beschütze mich, respektiere mich, verehre mich, liebe mich,
Denn mein Leben und meine Reinheit, sind in Deiner Hand.
Beschütze Deine und meine Umwelt:
Die Luft, Gewässer, das Land.
Ich liebe Dich, denn Du bist immer meine und mein,
Mit Dir war ich, bin ich und werde immer sein verwandt.
Lass uns das Leben erkunden
Und für immer zusammen sein.

Ich habe gehört, die Stimme der großen Mutter Erde,
So, dass ich von Nun an weiß, wir - alle Menschen,
Sind ihre Kinder und ihre Gefährten.
Ihre lebendige, warme Stimme, hat meine Seele gerührt,
Und ich habe ganz deutlich gespürt,
Die absolute Hingabe und Liebe in ihren Intentionen.
Wir entstanden durch Spiritualität und Evolution,
Und durch unserer Mutter Erde Visionen.

Sie hat mich zu Tränen gerührt und bewegt - in meinem Herzen,
So, dass ich deutlich spüren kann:
Ihre Heiterkeit und Freude, doch auch ihre Sorgen und Schmerzen.
Ihre lebendige, einfühlsame Stimme berührte mich dermaßen,
Dass ich prompt hörte, mein eigenes Herzrassen.
Und ich fiel nieder, auf meine Knie,
Und in Demut und Anbetung verbeugte mich vor ihr.

Sie ist die große Mater Dea*, die uns erschuf, die uns nährt;
Sie ist die, die alles über uns wusste – vom Beginn an.
Mit Energie der Göttin und Gottes, erschuf sie Frau und Mann.
Sie ist die aller Heiligste, sie ist mir mehr als mein eigenes Leben wert.
Ich bot ihr meine Stirn und beschloss, dass ich sie jeden Sonntag küsse,
Denn auf ihr – auf der Mutter Erde stehen meine Füße.
Und ich bete jeden Tag darum,
Dass durch die Kraft ihrer und meiner Liebe,
Vielen Menschen erspart bleiben - harte Schicksals Hiebe,
Und dass ich die Zukunft der Menschheit,
Von Kriegen, vom Leid und Schmerz erlöse,
Wenn ich immer wieder die Mutter Erde in Andacht küsse.

MÖGE IN UNS ALLEN SCHLAGEN,
DAS WARME HERZ DER MUTTER ERDE,
DAMIT WIR ES IMMER WIEDER AUF‘S NEUE WAGEN,
ZU TOLERIEREN, ZU VERZEIHEN, ZU VERGEBEN,
UNS GEGENSEITIG DIE NÄCHSTENLIEBE ZU GEBEN,
DENN MUTTER ERDE IST UNSER ERBE.
MÖGE JEDER VON UNS
MIT GEFÜLLEN DES HERZENS ALL DAS SPÜREN,
WAS WIR MIT DEN WISSENSCHAFTEN UND SINNEN,
NICHT ERFORSCHEN KÖNNEN.


© AGNES VON ANGELIS


*Mater Dea (lat.) – Mutter Göttin

Vollständiger Gedicht - Titel und dessen Übersetzung in andere Sprachen:
„Beschwören der Menschen und der Erde - die Stimme der Mutter Erde“
„Wzywanie Ludzi i Ziemi - głos Matki Ziemi“ (pl.);
„Vocatio homines et Terra - vox matris terrae“ (lat.);
„Summoning the Humans and Earth - the voice of Mother Earth“ (englisch);
„Invocation des Humains et de la Terre Mère - la voix de la Terre Mère“ (fr.);
„Призыв Людей и Матери Земли - голос Mатери Земли (russisch)

Info: Das Gedicht wurde von mir vor ca. zwanzig Jahren verfasst.
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DIE STIMME DER CHRISTI BRAUT

~●●●▬▬▬▬▬▬ஜ۩۞۩ஜ▬▬▬▬▬▬▬●●●~

Auf dem Kreuze Deines Leides hängst Du…
Immer noch! Untragbar sind für mich,
Deine unmenschliche Qual und Dein Joch.
Ich trauere und weine so sehr, wenn ich Dich so sehe!
Ich beäuge Dein Leib, ich sehe Dein Angesicht vom Leid geprägt,
Welches die ganze Erde hat bewegt.
Ich spiegele mich wieder in Deinem gebrochenen, humanitären Herzen,
Welches durch die Kraft Deiner Liebe versuchte,
Das Böse und die Sünden der Menschheit auszumerzen.
Ich sah Dich so düster und am Verbluten,
Und ich musste in meinem Herze leiden und wüten.
Und ich liebe Dich immer mehr, wenn ich Dich so sehe!
Die immerwährende Gegenwart ohne Dich –
Erscheint mir bloß einsam und leer...

Für Deinen Schmerz, für Dein Leid,
Bleibst Du stets in menschlichem Entsinnen,
Und Deine Bitte um Erlösung vom Kreuze, werde ich erhören.
Der Weg zu Dir ist mit Dornen gepflastert,
Er fordert Tugend und duldet keinen Laster.
Der Weg zu Dir ist unendlich weit...
Doch ich komme mit dem SANCTUS GLADIUS*, dem Schwert der Freiheit,
Und kämpfe für die, die wie Dreck behandelt werden,
Kraft eines segensreichen, himmlischen Eid.
Ich heile die, die in Verdrossenheit, Einsamkeit und Krankheit verderben,
Denn die scheinbar Niedrigen, die Sanften, die Verwaisten,
Die Heimatlosen, und die, die nicht wissen wo sie hingehören,
Kann ich am meisten mit meiner Liebe, umgarnen und fühlen.
Durch ihre Gottesfurcht und Demut,
Werden sie um die Nähe der göttlichen Eltern werben,
Und die Sterne und Erde erben.

Als Du geboren wurdest, schien ein wunderbarer Stern
Auf dem nächtlichen Himmel - so fing der Tag Deiner Geburt an,
Und brachte mit sich die frohe Botschaft
Über das Kommen des Herrn.

Ich komme mit der „Waffe“ der Wahrheit!
Zu Dir liebster Jesus, zu Dir!
Sanft entferne ich die Nadeln aus Deinen Gliedmaßen,
Und befreie Dich von den Quellgeister,
Die Dich verschmähten, verhöhnten und hassten.
Die Pharisäer und Häretiker von damals,
Werde ich nie an Dich heranlassen.
Mit meinem Amulett aus Kreuz und Herz
Und mit dem Lichte meiner Händen,
Heile ich Deine Wunden.
Dies wird wie ein Wunder auf Erden!
Ich werde Deine Entbindung vom Kreuze vollziehen und verkünden.
Komm zu mir nach Hause und bleib für immer.
Du hast mich und ich habe Dich heute gefunden.

Ich biete Dir mein zartes, weibliches Arm,
So lebhaft und stark wie heute,
Habe ich mich noch nie empfunden.
Öffne Deine Seele in meiner Anwesenheit
Und erzähl mir vom göttlichen Plan,
In welchen sind wir mit nur wenigen Menschen eingeweiht.
Lass uns teilen: unsere Erfahrung, unsere Erkenntnis,
Unseren Frohsinn und unseres Leid.
Lass uns mit Menschen aus anderen Religionen,
Anderen Nationen und Kulturkreisen –
An unserer Tafel gemeinsam speisen.
Mögen in Erfüllung gehen – unsere humanitären Zukunftsvisionen.
Lass uns unsere Toleranz und Achtung
Gegenüber jedem Menschen beweisen.
Lass uns beten damit uns mögen beiwohnen –
Der Schutzengel und Heiliger Geist,
Deren Anwesenheit uns den vollkommenen Frieden verheißt.
Lass uns teilen: den Fisch, das Geflügel
Und die heilige Milch der guten Ziege und Kuh.
Lass uns genießen die Früchte der Meere und der Erde.
Lass uns ehren das Getreide – das tägliche Brot aus der Weide,
Lass uns ein Dankgebet für alles aussprechen - im Nu.

Liebkosen werde ich Dein Angesicht und Deine Haare,
Und durch die Kraft meiner Liebe,
Versammeln sich um uns herum - himmlische Engelsscharen.
Dann werde ich Dir ein Lied zum Einschlafen singen,
Und Deine Schmerzen für immer lindern.
Geh nicht mehr wieder zu den Erbarmungslosen,
Denn sie richteten und verurteilten Dich,
Aus ihrer beschränkten Sicht.

Ich werde mich um Dich kümmern und Dich gesund pflegen,
Weil mir nicht wichtig ist Dein Märtyrertod,
Sondern nur Dein jetziges und ewiges Leben.
Schlaf jetzt ein, ruh Dich aus, bei mir bist Du wie zu Haus’,
Weil mein Zuhause ist auch Dein Haus...
Ich werde Dich zart umarmen,
Und alle Mächte anflehen um Deine Entlassung vom Kreuze,
Und Milderung der Dogmen und um Erbarmen.

Als Du zum Himmel empor stiegst, regnete es und gewitterte.
Die Erde klagte Deines Fortgehens wegen.
Doch auf Deine Rückkehr warte ich,
Diese wird alle Menschen aufs Neue bewegen!
Aus allen Himmelrichtungen:
Dem Osten und Westen, aus dem Süden und Norden -
Kommst Du glorreich zurück,
Mit Deinem paradiesischen Hof und den Engelhorden.
Hoffentlich wirst Du noch in der Zeit unseres Lebens
Bei uns erscheinen, mit uns verweilen,
Die Religionen und Völker aller Herren Länder mit mir vereinen,
Sich mit Deiner Braut vermählen
Und das Angesicht göttlicher Eltern erhellen.

Ich hatte Dein Gesicht nach einer Vision gemalt,
Die sich vor meinem Auge manifestierte,
Als ich Deine geistige Nähe spürte,
Als ich war in einem Heiligen Wald.
Die Botschaft über Dein Antlitz und über Sanctus Gladius,
Haben mir Höhere, Göttliche Mächte mitgeteilt.

A M E N

© AGNES VON ANGELIS

~●●●▬▬▬▬▬▬ஜ۩۞۩ஜ▬▬▬▬▬▬▬●●●~


*Sanctus Gladius (lat.) = Heiliges Schwert ist das friedliche Schwert der Vereinigten Religionen, welches aus meinen Zukunftsvisionen stammt.
Dieses Symbol wird Elysium mit sich bringen und alle Religionen, Rasen und Nationen, unter dem heiligen Schwert, im unablässigen ewigen Frieden, vereinen und verbinden.
Der Sai Baba Talisman (die fünfblätterige, goldene Blühte mit einem Kelch in der Mitte), ist auch ein Bestandteil vom Sword of United Religions.


Übersetzung des Titels des Gedichts in andere Sprachen:
Die Stimme der Christi Braut (d.);
The voice of the fiancée of Christ (eng.);
Głos narzeczonej Chrystusa (pl.);
Vox in Fiancée Christi (lat.);
Vox в невесте Кристи (rus.);
Vox dans la mariée de Christie (fr.)

Das Gedicht wurde von mir vor ca. 20 Jahren verfasst und im Jahr 2023 neu aufgearbeitet.
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MIT DEM RÜCKEN ZUEINANDER (Erzählung der Gegenwart)

MIT DEM RÜCKEN ZU EINANDER, WEIT ENTFERNT VON EINANDER.
UND ICH HÖRE SCHON WIEDER, WIE DER WIND WEHT.

Was könnte sich noch zwischen uns ergeben, was es nicht gab?
Die Trägheit hat sich schon längst wie eine Spinne eingenistet
und die Oberhand gewonnen.
Und die Emotionen?
Sie sind verworren in einem Netz aus Negationen.
Du bist nicht mehr so wie damals, vor Jahren,
als wir noch so eng wie zwei Gotteskinder - zusammen waren.
In Isolierung und Schwermut waren gehüllt meine Tage.
Ich saß auf dem kürzeren Hebel des Schicksals,
mich befindend in einer ungünstigen Lage.
Du kamst und gingst, wenn es dir danach war,
Ohne Rücksicht auf meine Gefühle
und meine kleinen Erwartungen zu nehmen,
Ohne, dass ich mich in Not und Angst dürfte, an dich zu lehnen.

MIT DEM RÜCKEN ZU EINANDER, WEIT ENTFERNT VON EINANDER.
UND ICH HÖRE SCHON WIEDER, WIE DER WIND WEHT.
UND ICH SEHE SCHON WIEDER,
WIE DIE KOSMISCHE ZEIT-MÜHLE DIE EINZELNEN MINUTEN,
STUNDEN, TAGE, MONATE UND JAHRE MÄHT.

Es gibt vermutlich keinen Reiz mehr.
Unsere Beziehung ist nicht neu und frisch,
die fließenden Tränen haben das Makeup meiner Augen verwischt.
Es gab nichts, was zwischen uns nicht geschah.
Ich bin dir kein Rätsel mehr, doch du hast mich nicht durchschaut.
Die Glücksgefühle dauerten viel zu kurz.
Bald nach einer körperlichen Annäherung,
war dir unser Beisein, als wäre es immer noch auf Bewährung.
Dabei brauchte ich viel mehr Geborgenheit!
Doch du warst dann wieder fort,
und dies tat mir bloß in meiner Seele leid.
Dabei brauchte ich deinen Schutz - als zerbrechliche, fragile Frau,
denn ohne dich kam mir alles um mich herum – so grob, fremd und rau.
Den Willen mich wieder zu sehen, hattest du erst dann,
wenn du mich zuvor nicht sahst, hinaus über längere Zeit.
Du warst so lange unterwegs - in deiner Welt,
entfernt warst du von mir – zur Zweisamkeit nicht breit.
Bis jetzt ist mir nicht klar, ob ich dir war – das Geringste wert.

MIT DEM RÜCKEN ZU EINANDER, WEIT ENTFERNT VON EINANDER.
UND ICH HÖRE SCHON WIEDER, WIE DER WIND WEHT.
UND ICH SEHE SCHON WIEDER,
WIE DIE ZEIT-MÜHLE DIE EINZELNEN MINUTEN,
STUNDEN, TAGE, MONATE UND JAHRE MÄHT.
UND ICH SEHE WIE DIE UNIVERSELLE WAAGE DER VERGELTUNG
UNTER BEWEIS ZU STELLEN VERMAG - IHRE GELTUNG.
DIE WAAGSCHALEN DER VERGELTUNG MESSEN AB
DAS GEWICHT DES MENSCHLICHEN LEBENS.
AUS SICH ERGÄNZENDEN GEGENSÄTZEN
WIRD DIE ZEIT DAS MENSCHLICHE GESCHEHEN WEBEN.
UND DIE WAAGSCHALEN WIEGEN AB
DIE GUTEN UND DIE SCHLECHTEN ZEITEN UND TATEN,
SIE ERKENNEN WO DAS LICHT WEILT
UND WO SICH BIRGT UND BIEGT DER SCHATTEN.

Kaum haben wir wieder paar Tage miteinander verbracht,
kaum glaubte ich aufs Neue an dein Gefühl,
Schon bald darauf wurde ich wieder von Missgunst ausgelacht,
und dein Gesicht wurde ungeduldig, fremd und kühl...
Und deine Seele derart unzufrieden!
Und du selbst - abweisend mir gegenüber.
Und du gingst fort, ohne sich einmal umzudrehen,
ohne Rücksicht auf meine Gefühle
und die kleinsten Erwartungen zu nehmen,
So wie zuletzt, sowie auch jetzt...

Was könnte sonst noch Überraschendes geben?
Von der Liebe ist kaum etwas übrig geblieben –
so wie von dem gestrigen Schnee, so wie von dem Wind,
der die Blätter aus den Straßen und Wegen fegt.
Glaubst du überhaupt an ein dauerhaftes Miteinander,
ohne, dass man sich räumlich und zeitlich trennen muss – voneinander?
Nichts ist wichtiger als Herzenswärme, Mitgefühl, Zuverlässigkeit,
Vertrauenswürdigkeit, Loyalität und gegenseitiger Respekt!
Von all den guten Dingen wird jede Seele, jedes Herz bewegt.
Durch profundes Nachdenken, Mit - Fühlen und Spüren,
Zeigen wir, dass wir zueinander gehören.
Das Verlangen nacheinander wird geweckt.
Ich sehe wieder dein Gesicht:
Nicht mehr ungeduldig, fremd und kühl...
Und deine Seele ist nicht mehr unzufrieden!
Und du selbst -nicht mehr abweisend mir gegenüber.
Habe ich wirklich dieses Mal etwas in dir bewegt?

MIT DEM RÜCKEN ZU EINANDER, WEIT ENTFERNT VON EINANDER.
UND ICH HÖRE SCHON WIEDER, WIE DER WIND WEHT.
UND ICH SEHE SCHON WIEDER,
WIE DIE ZEIT-MÜHLE DIE EINZELNEN MINUTEN,
STUNDEN UND TAGE, WOCHEN, MONATE UND JAHRE MÄHT.
UND ICH SEHE WIE DIE UNIVERSELLE WAAGE DER VERGELTUNG
UNTER BEWEIS ZU STELLEN VERMAG - IHRE GELTUNG.
DIE WAAGSCHALEN DER VERGELTUNG MESSEN AB
DAS GEWICHT DES MENSCHLICHEN LEBENS.
AUS SICH ERGÄNZENDEN GEGENSÄTZEN
WIRD DIE ZEIT DAS MENSCHLICHE GESCHEHEN WEBEN.
UND DIE WAAGSCHALEN WIEGEN AB
DIE GUTEN UND DIE SCHLECHTEN ZEITEN UND TATEN,
SIE ERKENNEN WO DAS LICHT DER TUGEND WEILT
UND WO SICH BIRGT UND BIEGT DER SÜNDE - SCHATTEN.
UND ICH SEHE WIE ZUEINANDER GEHÖREN UND SICH ERGÄNZEN,
DAS KOSMISCHE UND IRDISCHE KREUZ
MIT HORIZONTALEN UND VERTIKALEN WEGEN,
UND DER HEILIGE KREIS ALLER EXISTIERENDEN ZYKLEN,
WELCHE BILDEN DAS GANZE LEBEN.
UND ICH SPÜRE,
WIE SIE DURCH IHRE UNUMSTRITTENE EINTRACHT GLÄNZEN.

...UND BALD SIND WIR WIEDER MITEINANDER,
MIT DEM ANTLITZ ZUEINANDER,
DAMIT UNSER SELTSAME BEZIEHUNGSZYKLUS BESTEHT,
ODER IN EINEN SERIÖSEN DAUERZUSTAND ÜBERGEHT.
MIT DEM RÜCKEN VON EINANDER UND DEM ANTLITZ ZU EINANDER
PLANEN WIR UNSEREN KLEINEN ALLTAG,
UNSERE WOCHE, UNSEREN MONAT, DAS JAHR UND JAHRE.
WIR BLEIBEN FÜR IMMER MIT EINANDER,
BIS WEISS WERDEN UNSERE HAARE...
ICH WILL DIE GEDANKEN AN DICH
IMMER IN MEINEM HERZEN BEWAHREN…


© AGNES VON ANGELIS



Info: Das Gedicht wurde vor ca. 23 Jahren geschrieben und im Jahr 2024 neu bearbeitet.
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