Sortieren nach:

Gedichte über Engel - Seite 2


LICHT UND SCHATTEN DER SEHNSUCHT IM HOROLOGIUM DER WINTERZEIT

ÖFFNE IM HIER UND JETZT DEINE BEIDEN HÄNDE,
FÜR DEN GROSSZÜGIGEN, BESINNLICHEN WEIHNACHTSENGEL,
WEIL ER MIT SICH BRINGT,
DES SCHÖPFERS GESCHENKE UND PRÄSENTE.
ÖFFNE DEINE ARME, UM LICHT DES LEBENS ZU EMPFANGEN,
MÖGEN IN ERFÜLLUNG GEHEN,
ALLE UNSERE WÜNSCHE UND BELANGE,
MÖGEN KLEINE WUNDER FÜR UNS GESCHEHEN,
MÖGEN WIR STETS GÜTIG UND BESONNEN,
DENKEN UND HANDELN.

Im Herbst und Winter und in der Weihnachtszeit,
Möchte niemand als Begleitung haben, die triste Einsamkeit.

Das Alleinsein wird auf Dauer zur Qual,
Ich brauche niemanden außer dir,
Ohne dich zu sein gelingt es mir kaum.
Du bist meine endgültige Wahl,
Fest und stabil wie ein prächtiger Baum.
Mental fahre ich aus meinem Leib heraus,
Ich begebe mich nach draußen,
Auf die Suche nach meinem damaligen Zuhause.
Mich umgibt ein Stadtraum,
Doch still und regungslos scheint er mir, und leer,
Weil ich mein Dasein in einer Entrückung friste;
Weil ich dich misse innig und sehr;
Weil ich es kaum schaffe die Zeit zu überlisten;
Ich möchte eine Heimat und dich haben, nunmehr.

Vielleicht gehe ich vor dem Schlaf alleine spazieren,
In die dunkle, menschenleere Stadt,
Und ich werde die Stimmen
Der leeren Alleen hören...
Im Schachspiel des Lebens verlor ich,
Der oppositive Spieler gab mir - Schachmatt.
Diese Nacht ist frostig und eiskalt,
Und der Bürgersteig und die menschenleere Wege,
Für einen Spaziergang, jedoch viel zu glatt...

Ich bin wie eine Gefangene des Raumes
Und ein Opfer der unbarmherzig rasenden Zeit.
Es herrschen ein Stillstand und eine Starre um mich herum,
Während ich mir dauernd die Fragen stelle:
„Warum eigentlich, warum?“
Warum verspüre ich deprimierende Frustration?
Warum reicht mir kein Mensch seine unterstützende Hand?
Sind meine Probleme, Ängste und Sorgen tatsächlich irrelevant?
Vielleicht bin ich auch eine Gefangene meiner Generation,
Die Gefangene einer abstrakten Eisenbahn,
Einer Eisenbahn, die sich nicht mehr vorwärts bewegt!
Ich bin eine kleine, stille Frau,
Eine Frau, die gewisse schwere Strecken ihres Lebens,
Einsam und alleine zurücklegt.

Ich warte auf dich und hoffe auf eine Vision,
Die der Vergangenheit oder Zukunft entstammt,
Meine Seele hofft und betet, um Stabilität und Regeneration.
Ich habe meine Bedürfnisse und Wünsche mental eingerammt,
Und ich wünsche zu entfliehen, der unendlichen Isolation.
All die unerfüllten Träume möchte ich täglich visualisieren,
Um deren Gegenwart ganz klar und deutlich zu spüren.
Und ich will dies Tag für Tag tun in der Hoffnung,
Dass sie eine konkrete Gestalt annehmen,
Und sich tatsächlich realisieren.

Wirst du mich entdecken und finden?
Oder soll ich mich in Selbstlosigkeit stürzen
Und nach dir suchen?
Um meine eigene seelischen Schmerzen zu lindern,
Werde ich zunächst die notwendige Zeit für mich buchen.
Aber ich werde nie aufhören an dich zu denken,
Und in meinen Gedanken zu suchen,
Nach dem gewissen Ort,
In welchem seit Äonen weilen,
Deine Seele und deine Personifikation,
Darauf gebe ich dir mein Wort,
Denn wir beide sind zugleich, eine Realität und Fiktion.
Zeig mir deine zeitliche und räumliche Lokalisation
Und deren Koordinaten.
Sag mir doch, wo verbirgst du dich?
Im Licht der Anerkennung und der Weltlichkeit?
Oder im deren Schatten?
Ich habe mich entschieden - für die Selbstlosigkeit,
Dich zu suchen bin ich bereit.
Dafür überwinde ich durch die Quantensprünge,
Meinen Raum und meine Zeit,
Und suche so lange nach dir, bis ich habe dich gefunden.

Doch gefangen fühle ich mich immer noch,
Dies ist mir wie ein Zwang und Joch.
Ich bin gefangen in dem irdischen und persönlichen Soma*,
Bin wie ein festgelegter Satz oder eine Buchstabenreihe,
Zwischen Interpunktionen,
Zwischen dem Punkt und dem Komma.

Ich sehe die Luna, das Gesicht der Nacht und den Sternenzelt,
Welche jetzt umgeben die halbe Welt.
Ich sehe das blaue Wolkengewölbe
Und das Gesicht von Hemera**,
Gefangen bin ich in meinem Karma***,
Und in dem Zeitalter meiner Ära.
Gefangen bin ich auch in der Zelle meiner vier Wände,
Und ich ahne, dass ich hier mein nicht erfülltes Leben,
Unwillkürlich und unabsichtlich vergeude und verschwende...
Währenddessen sind die Welten der Erde,
Der Wissenschaft und Fantasie, unendlich reich und weit,
Voller Geheimnisse und Schönheit.
Vielleicht könnten mich diese erlösen,
Von der Bitternis der Einsamkeit?

Ja, die Welten der Erde sind wie ein Reichtum,
Welchen man immer wieder aufs Neue entdeckt,
Ein Reichtum, der die Neugierde weckt...
Soll ich meinen Geist restlos zu diesen Welten wenden,
Um meine Zeit nicht mehr zu vergeuden und zu verschwenden?
Aber ich lebe doch vom Almosen und besitze nur sehr wenig Geld!
Daher bleib es mir versagt, erkunden zu dürfen
Unsere Erde, unsere schönste Welt...
Egal wo du dich jetzt befindest,
Reich mir bitte im Geiste deine Gefühle,
Und deine beiden Hände,
Damit ich weiß - du bist da, und ich meines Seins Zeit,
Nicht mehr vergeude und verschwende.

In Morpheus****Umarmung, zart geküsst von der Mnemosyne*****,
Werde ich bald einschlafen,
Um nicht mehr denken zu müssen
An unzählige Sachen,
Die von kurzer Lebensdauer sind und rasch vergehen,
Oder an Dinge, die erst morgen geschehen.
Ich vergesse alles um mich herum
Und überlasse mich dem Punkt,
Der meine innere Konzentration fixiert,
Und mich in die Tiefen des Unterbewusstseins führt. In tiefem Schlaf werde ich,
Die Unvergänglichkeit der natürlichen
Und kosmischen Gesetze spüren,
Und der Gegenwart des Lebens und Todes angehören.

COGITO ERGO SUM -
ICH DENKE, ALSO BIN ICH,
Im Schatten des Lebens oder im dessen Licht.
Doch ich bin weder wohlhabend, noch einflussreich.
Ich besitze nicht viel, und meine Gedanken
Sind mir mein schlichtes Eigentum.
Außer ihnen gibt es nichts Bestehendes um mich herum.
Ich habe nur Weniges kennen gelernt
Und noch weniger erkannt,
Doch eines kann ich nicht vergessen:
Nur bei uns auf der Erde wird die Zeit in irdischen Sekunden,
Minuten, Stunden, Tagen, Wochen, Monaten, Jahren etc. gemessen.
Das Wesen der Zeit ist die Relativität,
Im Universum hat die Zeit ihre unnachahmliche Immunität.
Weit außerhalb des Raumes der Erde, bleibt man für immer jung...
Spürst du jetzt, wie die Seele des Universums in dir funkt?

COGITO, ERGO SUM –
ICH DENKE, ALSO BIN ICH,
Im Schatten des Lebens oder im dessen Licht.
Doch ich bin weder wohlhabend noch einflussreich.
Ich besitze nur wenig, und meine Gedanken
Sind mir mein schlichtes Eigentum.
Außer ihnen gibt es nicht viel,
Und zugleich gibt es alles, um mich herum.
Ich denke noch einmal an Cartesius intellektuelle Worte:
"COGITO ERGO SUM",
IM LEBEN UND NACH DEM TOD – IN VITA ET POST MORTEM…
Ich schließe die Augen und sinke tief in den Traum...
Und werde zeitlos...weil ich pulsiere;
Weil ich wie Tag und Nacht bin, oder wie Licht und Schatten;
Weil ich mal schlafe und mal wache;
Weil ich dem Leben und dem Tod angehöre.
Und es ist nicht mehr wichtig,
Wann und ob ich noch etwas erschaffe.

Du schließt deine Augen und sinkst tief in den Traum...
Und wirst zeitlos...weil du pulsierst;
Weil du wie Tag und Nacht bist, oder wie Licht und Schatten;
Weil du mal schläfst, mal wachst.
Gib dir Zeit. Es ist nicht mehr wichtig,
Wann und ob du noch etwas erschaffst.
Denk an meine philosophischen Worte,
IM LEBEN UND NACH DEM TOD – IN VITA ET POST MORTEM…
An dich denkend schließe ich meine Augen,
Und versenke in den tiefsten Traum.
Ich werde zeitlos, weil ich bald erblicke
Meines und deines Lebens Baum.
Ich schlafe, und es ist nicht relevant,
Wann, und ob ich wieder erwache,
Denn jetzt bin ich mit der Kälte, dem Regen und Schnee verwandt,
Und trage nun das Wintergewand.

Doch der Weihnachtsengel wird dich und mich
Wieder aufwecken,
Um zu erörtern, des Schattens und des Lichts höchste Prioritäten;
Um das Vergangene und Gegenwärtige noch einmal zu checken,
Damit wir uns entscheiden, für des Lebens Licht.
Im Herbst und Winter und in der Weihnachtszeit,
Möchte niemand als Begleitung haben, die triste Einsamkeit.

ÖFFNE IM HIER UND JETZT DEINE BEIDEN HÄNDE,
FÜR DEN GROSSZÜGIGEN, BESINNLICHEN WEIHNACHTSENGEL,
WEIL ER MIT SICH BRINGT,
DES SCHÖPFERS GESCHENKE UND PRÄSENTE.
ÖFFNE DEINE ARME, UM LICHT DES LEBENS ZU EMPFANGEN,
MÖGEN IN ERFÜLLUNG GEHEN,
ALLE UNSERE WÜNSCHE UND BELANGE,
MÖGEN KLEINE WUNDER FÜR UNS GESCHEHEN,
MÖGEN WIR STÄTS GÜTIG UND BESONNEN -
DENKEN UND HANDELN.


© AGNES VON ANGELIS


Soma* - (gr. = Körper) ist die Gesamtheit der Körperzellen im Gegensatz zu Keimzellen.
Hemera** – in der griechischen Mythologie, die Personifikation des Tages. Ihr Pendant Nacht,
trägt den Namen Nyx, diese gilt als Göttin der Nacht.
Karma*** – (altind. = Tat) gilt als Kernpunkt des hinduistischen, buddhistischen und jainistischen Weltverständnis und der Weltanschauung. Laut Karmas Lehre resultiert aus jeder guten oder schlechten Tat ein Vergeltungsprozess, der eine Seelenwanderung bewirkt und eine Vergeltung in einem weiteren Leben verursacht. Dieser Theorie nach, ist also das jetzige Leben die Konsequenz eines vergangenen Lebens. Das Prinzip des Karmas für das eigene Individuum auszuschließen, ist ein Wunschziel und zentrale Angelegenheit des indischen Strebens nach Erlösung.
Morpheus**** - ist der griechische Gott des Traumes, der den Schlafenden in verschiedenen Gestalten erscheint.
Mnemosyne***** – ist die griechische Göttin des Gedächtnisses; Mutter der Musen.
Cogito, ergo sum - (lat. = ich denke, also bin ich): war einer der Grundsätze der rationalistischen Philosophie von René Descartes (Cartesius); einer der Leitsätze und Maximen der XVIII Jahrhunderts – der Epoche der Aufklärung. An die Existenz des Denkens lässt sich nicht zweifeln, der Glaube daran ist unerschütterlich.

Vollständiger Gedicht - Titel und dessen Übersetzung in andere Sprachen:
„Licht und Schatten im Horologium der Winterzeit“

„Światło i cień w horologii zimowej“ (pl.);
„Lux et umbra in horologia hiberna“ (lat.);
„Light and shadow in the winter horology“ (englisch);
„Ombre et lumière dans l'horlogerie d'hiver“ (fr.);
„Свет и тень в зимних часах“ (russisch)

Info: Das Gedicht wurde von mir vor ca. dreiundzwanzig Jahren verfasst.


Danke für Ihr Interesse, danke dass sie das Gedicht gelesen haben,
Euere Agnes Nakonczy alias Agnes von Angelis
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen




AURORA - ERBIN DER STERNE

Die nächtliche Stunde hat ihren Schleier ausgespannt.
Unser Gott-Designer malt das Gewölbe schwarz
und beschmückt es mit Sternen, den glitzernden Diamanten.
Dazwischen setzt Er silberne Mondscheibe.
Wie herrlich vollzieht sich das Naturwandeln,
lässt sich kaum in Worte und Sätze fassen.
Jede Schilderung, jede simple Beschreibung
wird im Angesicht jenes Wunders, verblassen.

Eine helle, weibliche Gestalt in ein hauchdünnes Gewand gehüllt,
schlendert geräuschlos durch den heiligen Wald.
Ihr langes, seidiges Haar schwebt im Winde.
Ihr Kleid duftet nach Flieder, und des Ahorn Rinde.
Aus ihrem Herzen erwächst eine zarte Rose,
eine Rose die geprägt ist von der Trauer und von dem Frohsinn.
Ihr Gesang und ihr Atem vibrieren in Luft.
Sie erklingen als Melodie der Bäche und Flüsse.
Ihr Gang ist leicht und schwungvoll zugleich,
kaum berührt sie den Erdboden mit den Füssen.

Wer ist das Weib mit dem weichen Gesicht,
der weißen Lichtkrone und den Augen wie ein Amethyst?
Ist sie ein menschliches Wesen aus Fleisch und Blut?
Ein Gemälde? Ein Mosaik in Farbenglut?
Oder ein Geist aus dem stillen Friedhof und einer Gruft?
Ist sie ein weibliches Zauberwesen
mit dem Schwan und die Fee Namens Leda?
Oder eine Gottheit aus dem hinduistischen Weda?

Aus ihren Armen strahlt der Weisheit Licht.
Dieses verleiht sie den Menschen und der Erde,
weil sie unsere Hirtin ist und wir ihre Herde.
Ihre kleinen Füße gleiten sanft über dem Gras,
sie beugt sich und sammelt frische Blumen mit Fleiß.
Die Blätter baumeln auf ihren Zweigen und flüstern vertraut mit ihr.
Einen prachtvollen Blumenkranz flechten ihre zarten Hände,
bald wird sie die Mutter Erde küssen und ihre Arbeit vollenden.
Sie wirft ihr Blumen – Werk in die nahe liegende Wasserquelle,
eine heilende Wasserquelle, die sich aus einem Fels ergießt.
Sie ist wie sanfte Musik, die dein Ohr langsam hineinfließt.

Wie kommt sie hierher, was hat sie vermisst?
Es ist rotes und blaues Blut, welches durch ihre Adern fließt.
Sucht sie nach der Seele eines holden, tapferen Helden,
in den Parkanlagen, Friedhöfen und Wäldern?
Sucht sie einen ehrenhaften, noblen Prinz?
Oder vielleicht einen charismatischen Vagabunden?
Bald wird sie ihren Geliebten, und ihr wahres Heim finden.
Dies wird ihren Sehnsucht-Schmerz nach Heimat lindern.
Bald wird sie sich mit ihm in einer sternenklaren Nacht vermählen.
Dies ist in den Sternen geschrieben, dies wird bald geschehen.

Von den Sternen kam sie,
dem Samen der Erde und des Universum entstammt sie.
Jetzt ist sie in ihrer weiblichen Gestalt erschienen,
hat ihre Hand zum Himmel gerichtet und auf einen Stern gedeutet…
Gibt es jemanden, der sie schon mal sah,
zur Morgenstunde aus dem Tau, Nebel und Wind emporsteigend,
und sich dann beim Baumpflanzen verneigend?
Wer sie in sein Herz und seine Seele schließt,
wer ihre Erscheinung und ihr Gesang immer wieder vermisst,
der wird ein dauerhaftes Glück, große Liebe finden und Seelenverwandte,
sowohl in den Städten als auch auf dem Lande.

Ihr Symbol - eine Silbermünze, auf welcher graviert ist eine junge Frau,
die Frau, die einen Baum in die Erde pflanzt...
Und das Ganze, auf einem Stück der Ahornrinde.
Ein winziger Funke ihres Wesens wohnt inne,
in jeder Mutter, jeder Geliebten, jeder Jungfrau, jedem Kinde.
Die Neuigkeit, dass es sie gibt, wird getragen durch Winde.
Ich möchte sie als eine sinnliche oder außersinnliche Vision erleben.
Einmal und dann immer wieder,
mit ihr durch den Wald, Park oder Friedhof spazieren gehen;
Mich mit ihr, wie mit einer Schwester zu den Wolken emporheben
und sie in ihrem vollen Glanze erleben!

Ich erschuf einen Mythos, einen Engel Namens Aurora,
nach dem Bilde einer jungen, frommen Frau,
einer Frau, die einen Baum in die Erde pflanzte.
Sie bringt mit sich einen unendlichen Frieden und eine neue Chance.
Sie wird in Vergessenheit bringen, was damals geschah,
als das Kreuz vier Hacken bekam, und eine Waffe war.

© AGNES VON ANGELIS
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen


Der Zug der fröhlichen Leute

Ob als Gruppe, Verein oder Einzelmeute,
das war stundenlang ganz egal,
denn der große Karneval war heute.
Auf der Straße, nicht im Saal.

Das Wetter ließ zwar Schminke laufen,
doch wetterfest die Stimmung war,
und das störte keinen Haufen
rund um jedes Prinzenpaar.

Ein Karnevalist ist immer auf dem Posten,
selbst beim größten Zug im Osten.
Neben schwarz/rot/gold, des Staates Farben,
Regenbogen für Gesang und Tänze warben.

Von weitem man die Farben sah,
doch der Ton war eher da.
Alaf, Helau und Schlachtrufe aller Art erklangen,
bei Schlagern und Schunkelliedern alle sangen.

Heißer Grog und kalte Brause,
an den Pranger genagelte Politik .
Keinen hielt es da zu Hause,
man warf nicht nur einen Blick.

Umzugswagen, groß wie Schiffe,
mobile Mauern, auch ein Dreifach-Klo,
Prinzen in der Pferdekutsche,
wo sieht man das anderswo?

Selbst beim saure Gurke essen,
einem hier üblichen Brauch,
wurde das Küssen nicht vergessen,
es ersetzt den Tabakrauch.

Es tanzten schlanke Beine, dicker Po
und mollig gefüllte Busen sowieso.
Große Kanonen Papierkrieg spielten,
mit Konfetti auf die Rathausbande zielten.

Kurze leichte Röckchen wippten,
gut genährte Engel schwebten,
manche an der Flasche nippten,
aber alle den Umzug belebten.

Ballette, Clubs, Vereine,
Einzelkämpfer ganz alleine,
alle strebten Richtung Zelt,
dort traf sich zum Schluss die Welt.

Essen, Trinken, Füße kühlen,
singen, tanzen, Mieder fühlen.
Mancher kaum noch die Stimme fand
bei „Märkische Heide, Märkischer Sand“.

05.03.2019 © W.R.Guthmann
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen