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Gedichte über Engel - Seite 11




Charlotta - Glosse

Seit Wochen sitzt die aufmüpfge Charlotta in der Hölle. Sie war wieder frech zu ihren Eltern und die haben sie jetzt zur Strafe mal in die Hölle geschickt.
Sie staunte am Anfang darüber, wie viele Menschen es hier gibt. Also einsam ist sie hier nicht. Denn es ist immer was los und ein strenges Regime herrscht.
- 5 Uhr Aufstehen
- Betten machen
- Putzen
- Frühstücken
Man muss eben den ganzen Tag gehorsam sein .
- Dankeschön
- Bitteschön
- Sofort
Für Charlotta ist das gar nicht so einfach.
Frau Taube, die Erzieherin, eine gestrenge alte Dame, tritt jetzt gerade
auf sie zu und spricht das Mädchen an.
Sie darf jetzt, weil sie brav war, auch mal in den Himmel.
Charlotta freut sich sehr darüber und macht sich sofort auf den Weg dorthin.
Kaum im Himmel angekommen, erblickt sie ein trauriges kleines Mädchen.
"Warum bist du denn so traurig meine Kleine?" will Charlotta wissen.
" Ich bin ganz alleine hier!" erwiderte das Mädchen. "Ganz alleine?" fragt Charlotta und spricht: "In der Hölle gibt es viel mehr Menschen und dort ist es nie langweilig!"
"Sind die denn alle böse?" staunt das Mädchen und schaut Charlotta mit grossen Augen an.
Nein, die waren bloß nicht immer ganz so lieb wie du und haben sich auch mal gewehrt!" spricht Charlotta. "
"Mein Bruder ist auch in der Hölle!"
"Er hat mich immer ganz doll gehauen, wenn Mutti und Vati nicht da
waren!" erzählt die Kleine .
"Aber das darf er nicht und du musst dich wehren!"
"Keiner traut sich dann noch, dich zu hauen und zu ärgern, sagt Charlotta!"
"Komm, Ich zeig dir jetzt die Hölle! "
"Da ist dir nicht mehr so langweilig und du bist nicht mehr so traurig!:
Die Kleine lächelt und freut sich auch schon auf den Bruder.

Gemeinsam, Arm in Arm schlendern
sie in die Hölle.




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An Mano, s Grab

In Gedanken an Dich, verharren auf einer Bank, sitzend vor Deinem Grab.
Mein lieber Junge, in mir fehlt so viel, daß zusammen mit Dir starb.
Es gibt keinen Trost, nichts kann Dich ersetzen. Hinterher sieht man immer was man besser hätte machen können, lernt so viele Dinge richtig zu schätzen.
Jede Einsicht kommt zu spät, es bleibt für immer wie es jetzt ist.
Ich weiß nicht wie, ich weiß nicht wann
Komme ich auch dorthin, wo Du schon bist. An ein Leben nach dem Tod, ich glaubte nie daran.
Und nun ist es das einzige, an das ich mich klammern kann.
Niemand kann sagen ob es weiter geht.
Ob man sich wirklich in der geistigen Welt wieder sieht.
In seinem Schmerz sucht man nach jedem Weg, das man mit seinem toten Kind in Verbindung steht.
Ich vermisse mein Kind, es ist nicht mehr da.
So wird es bleiben, Minuten, Stunden, Monate, Jahr für Jahr.
Tränen erleichtern nicht mein Herz, meine Seele ruft ständig deinen Namen, ich kann kaum atmen vor Schmerz.
Manoel, mein lieber Junge, dein Leben war nicht leicht oder besonderst schön.
Bis auf wenige Momente.
Nach deinem Tod kann man plötzlich einiges anderst sehen, und viel besser verstehen. Es ist zu spät.
Was nützt es noch, deine Asche liegt nun vergraben in einem Erdloch.
Es ist nicht zu begreifen, alles ist sinnlos-- eiskalt.
Mir einfach das Liebste zu entreißen,
das ist Folter, tief durchdringende Gewalt. Sieh zu, wie Du den Verlust verschmerzt, geh weiter oder bleib stehen.
Weiter Leben, oder vor die Hunde gehn
Außer mir, die seine Mutter war,
Können das nur wenige wirklich verstehen.
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