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Gedichte über Energie - & Seelenvolles - Seite 663


Blumen

Ich habe Blumen gekauft! Jetzt leben überall
Blumen. Auf jedem Tisch. Auf dem Regal.
Auf dem Teewagen. Und ich denke in mitten
von Blumen. Und ich fühle in mitten von
Blumen. Und ich träume in mitten von Blumen.
Und weiß, für heute bin ich gerettet. Kein
Blick lässt mich fallen. Kein Wort lässt mich
allein. Kein Schritt lässt mich zweifeln. Die
Zeit berührt. Das Leben ist da!

Ich habe Blumen gekauft. Jetzt reden überall
Blumen. Mit jeder Wand. Mit jedem Fenster.
Mit jedem Stuhl. Und ich sehe in mitten von
Blumen. Und ich lerne in mitten von Blumen.
Und ich höre in mitten von Blumen. Und weiß,
für heute bin ich gerettet. Kein Tag lässt mich
weinen. Kein Mensch lässt mich hassen. Kein
Stern lässt mich streiten. Das Licht sieht. Die
Liebe ist da!

Ich habe Blumen gekauft. Jetzt spielen überall
Blumen. Mit jedem Bild. Mit jedem Kissen.
Mit jedem Buch. Und ich liebe in mitten von
Blumen. Und ich lebe in mitten von Blumen.
Und ich gebe in mitten von Blumen. Und weiß,
für heute bin ich gerettet. Kein Himmel lässt
mich suchen. Kein Schmerz lässt mich reden.
Keine Waffe lässt mich fühlen. Das Kind redet.
Die Kunst ist da!

Ich habe Blumen gekauft. Und die Welt ist da.
Mitten in meinem Zimmer. Lässt die Blumen
leben. Lässt die Blumen reden. Lässt die
Blumen spielen. Und das Leben ist überall. In
Wänden die hören. In Stühlen die denken. In
Bildern die sehen. Zeit die mit Blumen weckt.
Licht das mit Blumen wacht. Kunst die mit
Blumen wartet. Das Leben im Zimmer. Tage
wie Blumen!

(C)Klaus Lutz



Ps. Am 17.4.2021 um 22:26:44 die
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Unwertes Leben?

Als ich dich zum ersten mal sah,
dachte ich, du seist Dreck
vermischt mit vertrockneten Blättern.
Ich hob dich auf, um dich zu entsorgen,
doch dann schaute ich genau hin.

Mein Herz verkrampfte sich, als ich erkannte,
dass du hättest ein Vögelchen werden sollen,
mit einem flauschigen Federkleid,
ein frecher kleiner Spatz oder
eine emsige Meise.

Nun liegst du in meiner Hand
und wirst niemals
einen Laut von dir gegen,
kein Schilpen und kein Gesang
wird dir über den Schnabel kommen.

War es ein Kuckuck, der dich,
noch nicht voll ausgebrütet aus dem Nest warf,
weil er es für sich beanspruchte?
Du hattest keine Chance,
dich zu wehren.

Meine Gedanken gehen zu den
vielen Embryos und Föten,
ganz im Anfangsstadium ihres irdischen Seins.
Die Umstände meinen es mit
vielen von ihnen auch nicht gut.

Sie werden gewaltsam
aus dem warmen Nest gezerrt
und einfach entsorgt,
weil sie im Moment nicht passen.

Oder weil die Lebensumstände
so schwierig sind,
dass man sich schweren Herzens
von ihnen trennt.

In der Hoffnung,
dass es so für sie besser ist,
als ein Leben in
liebloser Umgebung.

Kleines unfertiges Wesen,
ich habe dich mit ins Haus genommen,
den Dreck abgewaschen, dich getrocknet,
da blieb nur dein winziges Skelett übrig.

Du sollst nicht entsorgt werden.
Ich werde für dich ein Grab machen,
dich liebevoll hineinlegen,
als Symbol für die Ungewollten.

In der Hoffnung, dass im Himmel
ein Platz für sie und auch dich ist.
Und du, kleiner Vogel,
zwitscherst dort dein Lied.

© Sabine Brauer 15.07.2021
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