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Gedichte über Energie - & Seelenvolles - Seite 531


Bootsfahrt

Kürzlich
machte ich eine Bootsfahrt.

Mit dem Kajak,
eine Tour – einen Fluss entlang.
Unbekanntes Land,
unbekannte Sprache,
unbekanntes Terrain.

Zu Beginn
war ich voller Tatendrang,
Forschergeist, Entdeckungsfreude.

Dann:
Keine Einweisung.
Ich bekam nur gezeigt, wo das Boot liegt,
die Paddel,
die Schwimmweste.

Das Boot ins Wasser lassen war noch einfach.
Wie aber ins Boot kommen?
Zum Einsteigen – musste ich ins Wasser.
Das geht ja gut an…
Ganz schön wacklige Sache.

Was aber mit den Dingen, die ich dabei hatte?
Mein Geldbeutel, mein Handy, mein Fotoapparat?
Gut, ich hatte es bereits in einem Rucksack,
aber was, wenn ich kentere?

Tausend Fragen…
Wie paddelt man?
Was, wenn ich den Weg nicht finde?
Es gab viele Abzweigungen….
Wohin führt mich der Fluss?

Erst mal – fuhr ich mitten ins Schilf.
Ich hatte keine Ahnung, wie`s funktioniert.
Na prima!
Ab da, begannen die Zweifel.

Bei einem Wehr
musste ich aussteigen,
das Boot tragen,
wieder einsteigen.
Nun –
einmal hab ich`s geschafft.
Öfter?
Nicht unbedingt.

Während der Fahrt,
immer wieder:
Soll ich oder soll ich nicht?
Ich sah manche, die einfach am Ufer anlegten,
ins Wasser sprangen, ihren Spaß hatten.

Ich könnte untergehen…
Aber ich kann doch schwimmen!!
Ich könnte mich erkälten…
Aber die Sonne scheint doch!!

Die Natur war traumhaft,
das klare Wasser,
die zauberhaften Pflanzen,
die schönen Buchten…

Soll ich
raushüpfen, schwimmen, reinklettern,
umfallen, lachen, nass werden, was weiß ich??

Irgendwas – hielt mich ab…
Angst, zu scheitern?
Angst, alles zu verlieren?

Am Ziel dachte ich mir,
nächstes Mal – genießt du es mehr…
Da lasse ich
meinen Geldbeutel, mein Handy, meinen Fotoapparat,
am Ufer zurück
und genieße einfach meine Fahrt.

Jetzt denke ich:
Verflixt – wie im Leben!
© A. Namer
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Salat

Der Hund schläft. Die
Spaghetti tanzt im Licht.
Das Ei fällt und bricht.

Der Adler lacht. Die
Kartoffel sitzt im Tee.
Das Eis sagt: „Ich geh.“

Der Hahn tropft. Die
Marmelade fühlt. Der
Reis hört und kühlt.

Das Spiel singt. Die
Armbrust liest. Die
Zeit lacht und fließt.

Ich bin der Film. Und
Du die Zeit. Der Fluss
singt und ist breit.

(C) Klaus Lutz


24.8.2026


Das Ergebnis

Was ist ein starker Satz? Ein Satz wie
Pizza ohne Kunstkäse. Ein Satz wie
die Ebbe am Meer. Nur ohne Flut. Ein
Satz wie eine Kugel Eis. Nur nicht so
kalt. Ein Satz, der keinen Sinn ergibt,
aber trotzdem gut klingt. Ich denke,
heute bleibe ich da ohne Ergebnis.
Und morgen stelle ich mich auf das
Dach. Kann sein, ich sehe den
starken Satz in der Ferne. Wer weiß,
kann sein, es geschieht ein Wunder.
Und der starke Satz weiß, was guter
Kaffee ist. Und wie der gekocht wird.
Das Wasser über einem Lagerfeuer.
Dem Kaffee etwas aus meinem
Horoskop zeigen. Dem Zucker ein
Märchen vorlesen. Und für die Milch
ein Lied singen. Und vor der
Zubereitung zehn Luftballons fliegen
lassen. Und der Kaffee zaubert eine
starke Sprache. Ein Denken, mit dem
Worte zu Adlern werden. Und die
Magie heilt auch meine Gastritis.
Die starke Sprache. Der Zauber, der
den Kopf aufräumt. Und dann der
Zeit das Paradies erklärt. Und dem
Wissen, wie wichtig Torte ist. Nun
ein paar Worte zu dem Gedicht
„Salat“: Das Leben und Träume. Und
die Heimat des Lachens. Auf der Welt
unserer Träume! Das zeigt dieses
Gedicht. So lange ein Mensch träumt.
So lange lebt auch das Lachen. Und
die Welt. Und die starke Sprache ist
das Paradies!

(C) Klaus Lutz

24.8.2026
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