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Gedichte über Angst - Seite 13


Gegen Schlechte Zeiten und Gefühle

Liebe ..….,
ich versuche es mal mit dichten, Dir Deine düstere Zeit zu lichten. Geht es im Leben auf und ab, so hälst Du in Deinem Herzen einen Stab. Er ist nicht aus Holz und nicht Metall, es ist die Hoffnung überall. In Metaphern gesprochen, es wurde schon mancher Tunnel durchbrochen. Im Stollen dunkel und kalt, wartet beim Durchbruch Licht am Spalt. Nun kann die Seele wieder fliegen und schweben, dem Licht entgegen eben. Doch flieg nicht zu weit und hoch, erinnere Dich an Ikarus noch. Der flog damals der Sonne entgegen, doch wie man weiss bezahlte er es mit dem Leben. So habe ich in der Lehre erkannt, dass Spitzenwerte haben die Sicherung verbrannt. Mein Rat an Dich halt Dich fern von Spitzenwerten oder Überlastung, so such lieber in der Natur Entlastung. Sei es beim Betrachten einer Blume, deren Schönheit reicht zum Ruhme. Des Ruhmes der Dir vom Schöpfergeiste kündet, welcher vielleicht nun bei Dir ein Licht entzündet. Doch vielleicht entdeckst Du eine Schnecke, die unbeirrt und stetig zurück legt ihre Strecke. Tue es ihr gleich, und finde Dein Reich. Dein Reich, genannt Wohlfühlecke, darin gute Gefühle erwecke. Zum Beispiel liegen unter einem Baum und erkennen Deinen Raum. Deinen Raum im Erdengefüge, so dass Dich das Leben nicht betrüge. Dass Du Dich wohl fühlst in Deinem Leibe, und es weiterhin so bleibe. Wie der kleine Einblick in die Natur nun zeigt, so ist die Hoffnung weit verzweigt. So bleibt nur der richtige Blick zur Sache, darum sei offen, froh und lache. Lacher können so habe ich es vom Leben verstanden, die Medizin sein, die schon verletzte Seelen verbanden. Am besten lachen über Sich selbst..., --ich denke so erhellst. So schliesse ich nun mein Dichten, doch auf einen lieben Gruss musst Du nicht verzichten.

Mit liebem Gruss




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Welt im Wandel

In fernen Ländern herrscht Hungersnot
und mit Sichel und Sense Gevatter Tod,
wir sehen es uns in der Tagesschau an,
wir spenden - und zünden ein Kerzlein an,

seufzen erleichtert, wir sind hier geschützt,
das Dumme ist, dass uns dies wenig nützt,
das Unheil betrifft den ganzen Planeten,
vielleicht hilft uns Hände falten und beten,

wann haben wir es endgültig kapiert,
dass der Klimawandel auch uns tangiert
öffnen die Augen, es siegt der Verstand –
denn Fluten verwüsten auch unser Land,

das rasende Wasser, es kam in der Nacht,
als alle im Schlaf, mit unfassbarer Macht,
zu viele Menschen sind hilflos ertrunken
und Dörfer in Monsterwellen versunken,

doch lasst uns nicht nur an eignes Leid denken,
sondern den Blick auf das Ganze nun lenken,
in fernen Ländern herrscht Hungersnot
und mit Sichel und Sense Gevatter Tod,

wir bleiben beruhigt, sind hier gut geschützt,
das Dumme ist, dass uns dies wenig nützt,
das Unheil betrifft den gesamten Planeten,
wir müssen handeln, nicht länger nur reden,

überall in der Welt, da brennen die Wälder,
vernichtet, versengt sind Ernten auf Feldern,
wer nachdenkt und mitfühlt, weiß es genau,
was uns allen da droht, ist der ganz große Gau,

immer mehr Landschaften hier auf Erden
werden für uns unbewohnbar bald werden,
Gebete für Frieden gemeinsam nun sprechen,
alle Kriege beenden, sonst wird es sich rächen,

wenn ich wage, zu sagen, noch ist es offen,
der Mensch ist auch gut, wir dürfen hoffen –
dann werde ich still, doch der Trost ist schal,
die Wahrheit sieht so aus – es scheint uns egal;

die Mitternacht ist schon weit überschritten,
und dennoch sollte man flehen und bitten –
wir alle gemeinsam, ob Kind, Frau, ob Mann –
schauen hin, denken um, packen freudig mit an!

Was ich mir da wünsche, ist nicht realistisch?
Das weiß ich, täusche mich selbst absichtlich;
das Grübeln ist nötig, doch zu viel tut nicht gut -
denn zum Weiterleben, da brauche ich Mut …


© M.M.
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