Profil von Birgit Klingebeil

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Anzahl Gedichte: 299
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Gedichte gelesen: 78.802 mal
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Titel
299 Schatten im Gepäck 09.10.26
Vorschautext:
Wir gehen vorwärts, Schritt für Schritt,
doch alles Alte geht auch mit.
Kein Riegel und kein Schloss je hält,
was einst geschah in unsrer Welt.

Im Schattenreich der eignen Brust,
wo längst verblasst ist Freud und Lust,
da weben Fäden, dicht und schwer,
aus Tagen, die schon lang nicht mehr.

Manchmal sind sie leicht wie Licht,
ein Lächeln, das die Nacht zerbricht.
...
298 Der Funke am Seelengrund 09.10.26
Vorschautext:
Wenn im Nebel Wege schwinden
und Dunkles dir die Sicht verstellt,
lässt sich ein stiller Faden finden,
der dich im tiefsten Innern hält.

Sie kommt nicht mit Paukenschlägen,
sie fordert nicht und brennt nicht wild.
Sie gleicht vielmehr dem leisen Regen,
der sanft den durst'gen Boden stillt.

Die Hoffnung ist kein bloßes Hoffen
auf ein bequemes, schnelles Glück.
...
297 Zuerst ein Hauch . . . 09.10.26
Vorschautext:
Zuerst ein Hauch, . . .
ein sanftes Schweigen,
das leicht auf den Gedanken liegt,
bis Schatten einen Tanz anzeigen,
der sich im Takt des Blutes wiegt.

Es schleicht sich ein durch jeden Spalt,
wenn erst das Licht im Raume bricht.
Das Schweigen macht die Herzen kalt,
denn Frieden bringt die Leere nicht. 

Das Pochen in den eignen Ohren
...
296 O k t o b e r t a g e 08.10.26
Vorschautext:
Stolz zieht der Oktober nun ins Land,
verstreut gold'ne Funken mit sanfter Hand.
Die Blätter tanzen im herbstlichen Wind,
während die Tage merklich kürzer sind.

Im Kalender steht er für die Wende,
das reiche Jahr neigt sich dem Ende.
Die Natur zieht sich zur Ruhe zurück
und schenkt uns auch im Wandel Glück.

Der Nebel webt am frühen Morgen,
hält Wald und Flur nun still verborgen.
...
295 Pflück' dir das Glück 07.10.26
Vorschautext:
Schau aus dem Fenster, der Morgen erwacht,
er hat sich vorab keine Sorgen gemacht.
Die Vögel, sie singen, sie fragen nicht wie,
sie fliegen und nutzen die Melodie.

Wir tragen die Welt oft als Last auf dem Rücken,
versuchen, die Zukunft in Formen zu drücken.
Wir planen und grübeln, wir zweifeln und sorgen
und jagen das Gestern im Schatten von Morgen.

Lass los, was dich drückt, und nimm, was dir bleibt,
weil Leichtigkeit Kummer am besten vertreibt.
...
294 In der Traumwelt gefangen 06.10.26
Vorschautext:
Ich träume dich wach in der Dunkelheit,
so liebevoll, zärtlich und unendlich weit.
In mir ein Wunsch, der mein Herz zerreißt:
Dass du einmal ganz mein Eigen seist.

Ich sehne mich, dich sacht zu berühren,
die Wärme der Haut ganz nah zu spüren.
Zu atmen den Duft, der nur dir gehört,
von keinem Gedanken der Welt gestört.

In deinen Armen, da wär' ich zuhaus,
dort finde ich Frieden und ruhe mich aus.
...
293 Die frische Saat 06.10.26
Vorschautext:
Ein Vorsatz ist ein stiller Keim,
gepflanzt in den Gedankenraum.
Er bricht das alte, starre Heim
und sucht den Weg als Lebensbaum.

In ihm ruht Kraft, noch unentdeckt,
wie Feuer unter weißer Asche.
Ein Wille, der die Zukunft weckt,
mit Mut füllt jede leere Flasche.

Er ist nicht nur ein platter Schwur,
der mit dem Jahreswechsel flieht.
...
292 Das Buch in deiner Hand 04.10.26
Vorschautext:
Das Leben ist kein leichter Traum,
kein stilles Schweben durch den Raum.
Mal verlangt es Kraft, mal fordert's Mut
und nicht jeder Tag ist leicht und gut.

Oft stolpern wir durch graue Nacht,
die uns den Weg beschwerlich macht.
Doch tief in uns da liegt die Kraft,
die Welten formt und Neues schafft.

Denn jeder Schritt, den du riskierst,
und jede Hoffnung, die du spürst,
...
291 Der Schlüssel zum Herzen 04.10.26
Vorschautext:
Ein Herz, in dem der Zweifel fließt,
sich einsam oft in sich verschließt.
Es lebt im Dunkel und ist allein,
kein warmes Licht lässt es hinein.

Erst die Liebe, sanft und rein,
bricht diese Mauer Stein um Stein.
Denn wo die Liebe leise singt,
das Herz im frohen Takt erklingt.



...
290 Des Herbstes Hand 01.10.26
Vorschautext:
Ein leises Rascheln streift das Land,
der Sommer packt die Koffer ein.
Still reicht der Herbst uns seine Hand
und taucht die Welt in gold'nes Sein.

Der Nebel webt sein kühles Zelt
und fängt den letzten Sonnenstrahl,
die Blätter tanzen rot und gelb,
ein kühler Wind zieht durch das Tal.

Säuselnd weht er durch die Gassen
und rüttelt sacht an Ast und Strauch,
...
289 Echo der Seele 01.10.26
Vorschautext:
– Wenn die Erinnerung zerfällt –

Der Nebel kriecht in die Alleen,
wo einst ein klares Bild bestand.
Farben verblassen, Formen gehen,
entgleiten leis' der eig’nen Hand.

Ein Name schmilzt wie Eis im Licht,
gesprochen oft, nun stumm und fern.
Das liebste – vertrauteste – Gesicht
verliert den Glanz, verliert den Kern.

...
288 Herbststunden 29.09.26
Vorschautext:
Golden tanzen Baumkronen im Wind,
wenn die bunten Herbststunden beginnen,
und färben sich rot dann ganz geschwind,
während die Tage leise verrinnen.

Ein Teppich aus Kastanien und aus Moos,
lädt uns ein zum Verweilen und Gehen.
Im milden Licht, so weich und so groß,
bleibt die Welt für Sekunden kurz stehen.

Der Wind singt ein Lied von Abschied und Zeit
und raschelt laut in dem bunten Kleide.
...
287 Zeit für uns 29.09.26
Vorschautext:
Mein Enkelsohn, der Herzensdieb,
hat seine Omi wirklich lieb.
Oftmals fragt er bei mir an,
ob er hier übernachten kann.

Auch ich hab’ ihn sehr gern bei mir
und wünschte, er wär' öfter hier.
Doch Job und Schule ließen kaum Zeit,
für Spiel, Spaß und Gemeinsamkeit.

Da Omi jetzt aber im Ruhestand,
reiche ich dir, Schatz, meine Hand.
...
286 Der eigene Sinn 27.09.26
Vorschautext:
Meide die Stimmen, die dich lenken
und dir ein fremdes Leben schenken.
In deinem Herzen brennt das Licht,
das nur für deine Träume spricht.

Was andere denken, was sie sagen,
darf niemals deine Kraft zernagen.
Denn ihre Pfade sind nicht deine,
du gehst dein Leben ganz alleine.

Halte inne und schau in dich rein,
da liegt, was einst dein Erbe soll sein.
...
285 Folgerichtig 27.09.26
Vorschautext:
Du redest und redest in einer Tour,
das Wort Schweigen scheint dir fremd.
Kannst du nicht wenigstens einmal nur
Ruhe geben - für den Moment.

Unablässig musst du weiter bohren,
kannst ein "Nein" wohl nicht akzeptier'n.
Vertrauen hab ich doch längst verloren
und so wird auch mein Herz erfrier'n.

Spar’ dir die Mühe, spar’ die Worte,
mir ist es gleich, was du noch sagst.
...
284 Ein Jahr mehr Leben 26.09.26
Vorschautext:
Ein Blick im Spiegel, ganz in Ruh’,
ein neues Jahr kommt sanft hinzu.
Man zählt die Tage, zählt die Wochen,
hat sich von Plänen viel versprochen.

Und eh man sich’s versieht, wie wahr,
ist man wieder älter – um ein Jahr.
Die Jugend weicht, das Tempo sinkt,
wenn uns das Leben leiser winkt.

Doch graue Haare und Fältchenspur,
das sind keine Fehler der Natur.
...
283 W o l k e n t r a u m 23.09.26
Vorschautext:
Ich liege still im weichen Gras
und die laute Welt wird blass.
Sinnend blick' ich in die Höh',
wo ich die weißen Riesen seh’.

Sie ziehen wie ein lautlos' Band
durch ein unendlich blaues Land.
Kein Ziel hat dieser leichte Lauf,
sie fangen meine Sorgen auf.

Ich schließe sanft die Augenlider
und sink' tief in das Kissen nieder,
...
282 Unser Hausbaum 23.09.26
Vorschautext:
Im Garten steht er, stolz und breit,
ein treuer Freund im Lauf der Zeit.
Mit silberner Rinde, stark und alt,
der Sommer gibt ihm sanft Gestalt.

Sein dichtes Blätterdach, so grün,
lässt Schatten unter sich erblühn.
Auch hält er uns die Mücken fern,
darum haben wir ihn alle gern.

Wenn der Herbst ins Land einzieht,
verwandelt sich sein grünes Lied.
...
281 Der Herbst im Rebenmeer 21.09.26
Vorschautext:
Gespeist vom tiefen, warmen Grund,
steht Stock an Stock im Morgenlicht.
Die Trauben hängen schwer und rund,
in diesen Reihen, dicht an dicht.

Ein Klicken schallt durch’s Rebenmeer,
die Scheren schneiden flink und leis’.
Die Körbe füll'n sich mehr und mehr,
das ist der Lohn für Fleiß und Schweiß.

Der Sommer war den Trauben hold,
der Erde Saft ward uns gebracht.
...
280 Waldesruh' 21.09.26
Vorschautext:
In grünen Wänden, sanft gelassen,
der Lärm der Welt wird leise, fern,
da kann ich ganz den Alltag lassen;
im Reich des Waldes ruh' ich gern.

Duft von Harz auf weichen Wegen,
jeder Atemzug schenkt neue Kraft
Moos wird mir zum sanften Segen.
den Mutter Natur für uns erschafft.

Die Blätter flüstern leise Grüße,
und Sorgen lässt der Wald nun los.
...