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Gedichte Über Wille - Seite 20


Regenrasenmähermann

So grau und bedenklich vollgesogen nass ...
die Wolken über mir lieben es zu drohen!
Ausgeblühte Pflanzenstengel, 50 cm Gras ...
heute werde ich sie mit dem Mäher holen!

Das Schnurren meines Elektrorasenschneiders,
ein Leichtgewicht unter den Mähdreschern,
mit Sonnenenergie statt CO2-Ausscheider,
so ist die Gartenarbeit wirklich fescher.

Die Schnitthöhe auf Bodenunterkante gestellt,
außer Beikraut traute sich nichts an die Hitze,
niemand will ein pieksiges 5 cm Stoppelfeld,
barfuß findet das nur ein Fakir richtig spitze!

Paar einzelne Tropfen saugt mein T-Shirt auf,
bis jetzt ist's nur ein lächerlicher Wolkenwitz,
nach ner Viertel Stunde Rasenbahnlauf ...
mein Shirt ist feuchter von was ich schwitz.

Ich leer den Fangkorb schon mehrfach aus,
häng wieder ein und auf die nächste Bahn,
auf einmal bricht der pralle Staudamm auf,
ich steh im Wasserfall, im Regenschwallwahn.

Flucht ist sinnlos, ich triefe von allen Ecken,
meinem Elektromähdrescher ist's auch egal,
die Akkuklappe ist ihn regensicher am abdecken,
der Regenrasenmähermann ist da brutal!

Wie ein begossener Pudel schieb ich weiter,
lecke Rinnsäle vom Nass von meinen Lippen,
so langsam fühl ich mich richtig heiter,
Nachbarn werden mich eher als irre tippen.

Das Shirt und die Sportshorts kleben an mir,
die Badelatschen sind rutschige Etwas ...
unterm Mäher verklumpt grünes Klohpapier,
die Matschepampe auszuschaben macht Spaß!

Und weiter schüttet es wie aus Badewannen,
meine heilige Mission ist jetzt fast beendet,
meine Zehen rutschen in den Latschenpfannen,
und erneut wird am Bahnende gewendet ...

Es ist vollbracht! Rasenmähermann sei dank!
Selbst im strömenden Regen hält er stand...
Mag sein, manch Zuseher halten ihn für krank,
ich muss zugeben, dass ich es lustig fand ...
;-)
© meteor 2025
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Die Schmuckschatulle der guten Gedanken

Ich ging schnellen Schrittes im Wald spazieren und erfreute mich an der Vielfalt der Schöpfung.
Vögel zwitscherten, ein leises Rauschen ging von den sich aneinander reibenden, windbewegten Ästen aus, Gedanken kamen und gingen.
Ich schaute nach oben und sah, wie sich die Baumspitzen gemächlich hin und her bewegten.
Über mir durchbrach ab und zu ein heller, weißer Lichtstrahl das Blätterdach und fand seinen Weg in meine Augen.
Ich atmete ihn freudig ein.
Dann kam ein Gedanke, der mir gar nicht gefiel.
Wie konnte er sich einen Weg in mein Bewusstsein bahnen ?
Woher kam er ?
War es ein unterbewusst schlummerndes Gefühl. das ihm den Impuls gab, sich in meinen Geist zu schleichen ?
Vielleicht war er nicht von mir und wollte mich belasten ?
Das war nicht der Zeitpunkt und auch nicht mein Wunsch und Wille, dass ich mich von so etwas herunterziehen lasse.
Mit einem offenen Herzen wirken negative Gedanken besonders negativ und zerstörerisch.
Das will ich nicht und ich sage „Nein“ dazu.
Ich weiß, dass wenn man nicht an etwas denken will, man es dann erst recht tut.
Der Trick ist, diesen Gedanken nicht zu unterdrücken, sondern ihm eine Freiheit zu geben um ihn dann transformiert aufzulösen. Zum Beispiel, dass er sich in Sternenstaub glitzernd in Nichts verwandelt.
Dieses Mal war ich wachsam. Doch was war mit den häufigen Situationen, in denen ich mich treiben ließ ?
Dann haben negative Gedanken ein leichtes Spiel und drängen sich an die Oberfläche.
Unterstützt von intensiven Emotionen, also Gedanken, die mit Gefühlen verheiratet wurden.
So beschloss ich, mir einen Schutzraum für meine positiven Grundsätze zu erschaffen, in die kein negativer Gedanke eindringen kann.
Dafür wollte ich eine wertvolle Schatulle verwenden, in die ich Zettel legen werde.
Vielleicht werde ich mir sogar eine echte Schmuckschatulle besorgen ?!
Vorerst reicht es mir jedoch, diese Absicht und Umsetzung in Gedanken durchzuführen.
Welche Grundsätze für meine Gedanken möchte ich haben ?
Welche Tugenden möchte ich leben ?
Auf jedem Zettel sollen die Grundsätze stehen, die ich in mir pflegen, vermehren und leben will.
So begann ich mit dem ersten Zettel und schrieb: „Licht und Liebe“
Ja, Licht und Liebe überstrahlen alles, heilen, befreien und wirken positiv ansteckend.
Dann schrieb ich noch einen weiteren Zettel: „Mit einem Lächeln in die Freude und einer Prise Humor“
Dann noch einen: „Geduld und gute Absichten“
Und noch einen: „In Resonanz mit der intelligenten Unendlichkeit und seiner Ordnung“
Den ergänzte ich auch noch: „Weisheit und Mitgefühl“
Und diesen: „Helfen, Heilen, Schützen zum Dienst an anderen und mir selbst“
Der musste auch noch mit rein: „Ehrlichkeit für die reine und klare Wahrheit“
Sowie dieser hier: „Erkenntnisfähigkeit der Wahrheit, der Lüge und aller Varianten derselben.“
Das sollten meine wichtigsten Grundsätze sein.
Ich verschloss den Deckel.
So! .. Alle negativen Gedanken, die sich in mein Bewusstsein schleichen, werden auf den Prüfstand gestellt.
Viele von ihnen sind gar nicht von mir, sondern wurden mir eingegeben.
Von Medien und Menschen, die zumeist gar nicht wissen, wie negativ sie wirken.
Ich will ihnen vergeben und mich an den Grundsätzen in meiner Schmuckschatulle orientieren.
Wichtig ist, dass kein negativer Grundsatz den Weg in diese Schatulle findet.

Bildlich verkleinerte ich die Schatulle und zog sie in mein Herz.
Bei Bedarf werde ich sie hervorholen, die Zettel lesen und vielleicht noch den ein oder anderen positiven Grundsatz ergänzen.

*

Diese großen Schätze
sind positive Grundsätze
die ich immer in mir pflege
und bewahrend in eine Box nun lege

Aus dem Herzen Liebe und Licht
das sich den Weg ins Außen bricht
mir ein Lächeln um in die Augen legt
und mich zu gutem Tun anregt

Es öffnet sich der Schöpfung Tor
lächelnd durch Freude und Humor
Des Schöpfers Ordnung sei mein Streben
Weisheit und Mitgefühl werde ich erleben

Helfen, Heilen und Schützen
werden allen nutzen
In Reinheit und Klarheit verstehen
lassen mich die Wahrheit sehen

Diese Box werde ich im Herzen tragen
hervorholen bei Gewissensfragen
Sie sollen mich freudig leiten
und in meinem Leben stets begleiten

© jogdragoon
Bibat ex me qui potest
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