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In den Fängen
solcher trüber Tage,
fühlt die Seele sich
als hohler Raum,
drin sich,
zage, jedes Schreiten
in der echolosen Stille
stumpf verläuft.
Als ob das Meer
sein Rauschen zeitweise
vergessen hätte,
seine Gezeiten mondfrei
in den Tiefen lägen
und blind sei
seines Spiegels Glätte.
Du findest keine Quelle,
um diese Leere
mit Klängen und mit Farben
aufzufüllen.
Und, um das Fragezeichen
über den Sinn, das Sein
motivisch zu verwerfen,
findest du keinen Punkt.
© Lisa Nicolis