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Gedichte über Tiere - Seite 31


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Auf der Balz in der Pfalz

In der wunderschönen Pfalz
gehn die Kater auf die Balz.
Das gibts nicht nur in der Pfalz,
andr'e tun es ebenfalls.

Der Kater Hans und Kater Klaus,
die leben lang schon Haus an Haus,
's gibt viel davon in diesem Jahr,
die Katzen aber, die sind rar.

Der Hans spricht so beim Pfotenlecken:
"Ich brauch mal wieder was zum Hecken!"
"Mir gehts genau so," spricht der Klaus,
"mir läuft's schon aus den Ohren raus!"

Ein Kleiner, den sie gerne necken:
"Ach bitte, ich will auch mit hecken!"
Der Hans darauf: "Hast du 'n Stich?
Das ist noch lange nichts für dich!"

Die Großen ziehen jetzt davon -
"Ach nehmt mich mit, ich kann das schon!"
Der Klaus meint:"Hat er halt Verlangen -,
man kann nicht früh genug anfangen."

Der Hans sagt nun: "Na, bitte sehr."
Der Kleine trippelt hinterher.
Sie gehn und hoffen; aber nur,
von Katzen lange keine Spur!

Da sehn die Großen auf 'nem Baum
'ne schöne Katze - wie ein Traum,
frohlocken jetzt: ' Das wird uns frommen.
Sie muss ja einmal runter kommen!'

Und sie marschieren froh und stumm
im Kreise um den Baum herum.
Der Kleine, fällt's ihm bald auch schwer,
der trippelt immer hinterher.

Ihm ist es nicht gerad zum Lachen,
er muss ja viel mehr Schritte machen!
Bemüht sich, weiter Mut zu fassen,
man will sich ja nicht lumpen lassen!

Die Miez da oben rührt sich nicht.
Was hilft das, wenn der Hafer sticht:
Die Großen drehen Kreis um Kreise.
Der Kleine ächzt und wimmert leise.

Die Katze leis für sich miaut.
Sie hat die Kater längst durchschaut.
Wobei sie zu sich selber spricht:
Wenn ich nicht will, dann will ich nicht!

Der Kleine mit dem Trippelschritt,
der spricht nach einer Pause:
"Fünf Runden hecke ich noch mit,
doch dann geh ich nach Hause."

Und schließlich geht er, leidet sehr,
total erschöpft! Er kann nicht mehr.
Er sagt sich: Werd ich auch mal groß -,
die Heckerei, was soll das bloß?

Ich denke e t w a s davon hatt er,
der kleine Kater:

M u s k e l k a t e r !
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Das Waldhaus - 1.Teil

Frei nach dem Märchen der Brüder Grimm

1. Teil

Ein Holzhauer lebte mit Frau und mit Kindern
die Armut und Not waren nicht zu verhindern,
drei Töchter, es sollt' ihnen leider misslingen
dem Vater im Walde, das Essen zu bringen.

Er hatte den Weg zwar mit Körnern markiert,
die fraßen die Vögel, wie's meistens passiert.
Die Älteste erst hat das Körbchen genommen,
und ist irgendwie von dem Weg abgekommen.

Sie sieht gegen Abend im Walde ein Haus,
dort wohnte ein sehr alter Mann, welch ein Graus -
sein schneeweißer Bart, Achtung nicht darauf treten,
doch hat sie ihn um Übernachtung gebeten.

Er sagt: "In der Küche, da findest du Sachen,
um für heute Abend ein Essen zu machen.
Sie hat dann, wie üblich, den Tisch auch gedeckt.
Sie setzt sich zu ihm und die Suppe, die schmeckt.

Ein Hühnchen, ein Hähnchen und dann noch dazu
ein Tier mit vier Beinen - 'ne scheckige Kuh,
die lagen da so um den Ofen herum, -
es gab kein Gegacker und auch kein Gebrumm.

Dann sprach sie zum Alten: "Wo geh ich zur Ruh?"
Doch der fragt die Tiere: "Was sagt ihr dazu?"
Die Tiere, die gar nichts bekamen zum Fressen:
"Du hast ja mit ihm nur getrunken, gegessen,

an uns hast du doch überhaupt nicht gedacht. -
Nun sieh einmal zu, wo du bleibst heute Nacht!"
Der Alte, der sagte: "Nun geh' nur hinauf,
du findest zwei Betten, die schüttelst du auf.

Du siehst auch 'ne Lade mit wackligen Beinen,
du findest darinnen auch frisch weißes Leinen.
Dann leg dich und hör auf das Rauschen im Wald,
du wirst schnell schon schlafen, ich komme dann bald."

Er leuchtet ihr dann mit dem Licht ins Gesicht,
er schüttelt sein Haupt und denkt: Du warst es nicht.
Es gab eine Falltür, da ging es hinab,
er ließ dieses Kind in den Keller herab.

Tags drauf sprach der Vater: "Heut wird es gelingen,
heut muss mir die Zweite das Essen raus bringen.
Die Erste die bleibt vielleicht heute noch aus,
doch irgendwie findet sie wieder nach Haus.

Er hat heut zwar größere Körner gewählt,
doch Vögel sind hungrig im Wald wie im Feld.
Und wie es im Märchen kaum anders sein kann:
Auch sie fand das Haus mit dem uralten Mann.

Sie war wie die Schwester, um keinen Deut heller
und landete schließlich wie diese im Keller.
Auch sie konnte nicht ihre Pflichten verrichten,
der Vater musst' wieder aufs Essen verzichten.

Die Mutter am 3. Tag wollt's nicht riskieren,
die Jüngste womöglich nun auch zu verlieren.
Der Vater : "Die Jüngste, die ist doch gewandt,
die findet den Weg, denn sie hat viel Verstand.

Und um nun das Risikospiel zu beenden,
werd ich heut nicht Linsen, nein Erbsen verwenden!"
Den Waldtauben passten auch die in den Kopf,
sie hatten sie Mittags schon lange im Kropf.

Der Arme konnt schließlich nicht Bleikugeln kaufen, -
und nun hat sich auch seine Jüngste verlaufen.
Ja so kommt auch sie auf die nämliche Art
ins Haus zu dem Mann mit dem schneeweißen Bart.


Schluss folgt
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