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Gedichte über Tiere - Seite 147


Der Tanzbär

Der Tanzbär
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Gedicht - Nr. 1209

Bärentreiber und Schausteller mit Bären gibt es seit dem 12. Jahrhundert.
Macht euch die Welt zum Untertanen, so das kirchliche Credo jener Zeit.
Freiheit ist ein schönes Gut für alle die in Freiheit Leben.
Doch wer in Gefangenschaft und Knechtschaft
fast sein ganzes Leben durchlebt hat, wird sich in der Freiheit
nicht zurechtfinden.
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Der Tanzbär
Gedicht Nr. 1209
Eines Tanzbären Herrn den Tod just fand
nun frei der Tanzbär ungebunden,
zerschnitten, nun der beiden Band
rasch er zum Wald den Weg gefunden.
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Groß war die Freude das Hallo
als er dort weitere Bären fand,
die Bären lachten waren froh
am Hals da klirrt sein Kettenband.
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Nun er erzählt den Bären von der Welt
die er so vielfach hat bereist,
dass er getanzt im Zirkuszelt
dass tot sein Herr und er verwaist.
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Er tanzte wie man es ihm beigebracht
Aufrecht nur auf zwei Beinen stehend,
und wiegt die Arme voller Anmut - Macht
gar seltsam war dies anzusehen.
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Ich sehe solche Kunst ist schwer
ein alter Bär dazu laut brummte,
doch solche Kunst brauchst du nicht mehr
im Wald in unserer Bärenrunde.
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Hier heißt es Jagen um sein Brot
sonst droht dir Hunger große Not,
doch alle Bären frei hier sind
du bist und bleibst ein Zirkuskind.
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Die Kette noch am Hals du trägst
doch die mit ihrem lauten scheppern,
du niemals Nahrung dir erlegst
damit machst du dich nur zum Deppen.
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Wir brauchen jemand der uns nützt
in unserem harten Dasein Leben,
das Kettenklirren nur verwirrt
du bringst uns weder Nutzen, Segen.
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Zum Menschen kehre nun zurück
dort wo lebtest hergekommen,
bei uns da findest du kein Glück
da alle Kenntnis dir entronnen.
-------------------------
Du passt nicht mehr in unsere Welt
drum heißt es Abschied hier zu nehmen,
kehr rasch zurück zum Zirkuszelt
dort wird dir Nahrung auch gegeben.
-------------------------
Wer in Gefangenschaft gelebt
sein ganzes langes Bärenleben,
der hat verlernt wie manches geht
im Wald da herrscht ein anderes Leben
--------------------------
So tanzt erneut der Bär im Zelt
ihm fremd geworden Bärenwelt,
er tanzt erneut für Menschen-Lust
auch wenn sein Herz nun voller Frust.
--------------------------
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Made und Specht

Eine Made

Mein Leben ist eine Ballade,
sehr oft ist alles fade.
Das Geld reicht nicht mal für
Marmelade.

Ein Specht

Eigentlich ist es um dich schade,
aber ich habe hunger du Made.
Ich denke, du bist gar nicht fade.

Ja, dieser Vogel ,,Herr Specht,“
der meistens sehr gerecht,
war eigentlich ein toller Hecht.

Er war ein aufrechter Barde,
denn er kam aus dem alten Stade.
Kämpfte dort für die Stadtgarde.

Er liebte halt diese Made,
wie schon gesagt, sie war gar nicht fade
und er hatte auch Kohldampf gerade.

Da fragt man sich nun, was soll die Charade?
Sogar noch direkt neben der Wasserkaskade,
es ging doch eigentlich nur um eine Made.

Noch hoffte die Made,
der Specht wäre kein Barbare.
So blutjung wollte sie nicht auf eine Bare.

Außerdem jedes Leben ist doch wohl rare.
In meinem Alter schon auf einer Bare,
das ist doch niemals das Wahre.

Ein Freund der Made

Er fürchtete ein böses Ende der Ballade,
dachte eigentlich, das ist bitter schade.
Es wäre schöner mit mehr Gnade.

Man sieht, wenn es um das Fressen geht,
nicht Jeder auf Freiheit der Anderen steht.
Beim Specht ging es sogar soweit,
dass sein Bauch sich bläht.



Denn er liebte sie sehr, die Freiheit,
natürlich nur nach seinem Recht.
Ob das wohl für andere Tiere gut ist
oder schlecht?
Sag es mir, du bist doch gescheit!


Eine Made

Mein Leben ist eine Ballade,
sehr oft ist alles fade.
Das Geld reicht nicht mal für
Marmelade.

Ein Specht

Eigentlich ist es um dich schade,
aber ich habe Hunger du Made.
Ich denke, du bist gar nicht fade.

Ja, dieser Vogel ,,Herr Specht,“
der meistens sehr gerecht,
war eigentlich ein toller Hecht.

Er war ein aufrechter Barde,
denn er kam aus dem alten Stade.
Kämpfte dort für die Stadtgarde.

Er liebte halt diese Made,
wie schon gesagt, sie war gar nicht fade
und er hatte auch Kohldampf gerade.

Da fragt man sich nun, was soll die Charade?
Sogar noch direkt neben der Wasserkaskade,
es ging doch eigentlich nur um eine Made.

Noch hoffte die Made,
der Specht wäre kein Barbare.
So blutjung wollte sie nicht auf eine Bare.

Außerdem jedes Leben ist doch wohl rare.
In meinem Alter schon auf einer Bare,
das ist doch niemals das Wahre.

Ein Freund der Made

Er fürchtete ein böses Ende der Ballade,
dachte eigentlich, das ist bitter schade.
Es wäre schöner mit mehr Gnade.

Man sieht, wenn es um das Fressen geht,
nicht Jeder auf Freiheit der Anderen steht.
Beim Specht ging es sogar soweit,
dass sein Bauch sich bläht.



Denn er liebte sie sehr, die Freiheit,
natürlich nur nach seinem Recht.
Ob das wohl für andere Tiere gut ist
oder schlecht?
Sag es mir, du bist doch gescheit!

(c) Ernestine Freifrau von Mollwitz
4 März 2026






(c) Ernestine Freifrau von Mollwitz
4 März 2026





mageba
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