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Gedichte Über Text - Seite 7


Abenteuer Küchenstudio - Auszüge aus dem Tagebuch des Ewald. S. -

Ein Sonntag, wie viele andere Sonntage. Ich kochte vor, das tue ich nicht so oft. Der Himmel ist grau, draußen. Viele Grautöne, man kann Struktur im Himmel erkennen. Eine Platte läuft. Santana legte ich auf. Ein Kaffee mit Milch, ohne Zucker steht auf dem Tisch.

Eines ist mir aufgegangen. Man musss sich schon ziemlich sammeln für so einen Möbel- bzw. Küchenkauf. Es ist nicht ganz einfach Preise und Qualität der Produkte miteinander zu vergleichen. Dazu gehören nämlich auch die zusätzlich zu erbringenden Dienstleistungen, die sich teils ganz erheblich voneinander unterscheiden.
In dem einen Küchenstudio A wird man schon mit den Schränken allein gelassen. Man kann Stunden lang untaugliche Küchen planen und bekommt sie dann auch wirklich verkauft. In dem anderen Haus B stehen einem die Verkäufer, geradezu bildlich gesprochen, auf den Schuhen und begleiten jeden Schritt des Kunden mit aufgeblähten Worten.
Wie verkaufe ich eine Küche, und das zu Preisen, die nicht von Pappe sind.

Man wird nicht nur mit den Küchen, den Küchenmöbeln, sondern auch mit den Eigenschaften der Verkäufer(innen) konfrontiert. Sitzt eine, zwei, drei Stunden mit einem Fachberater zusammen, der seine glücksbringenden Küchenelemente ganz gekonnt präsentiert und auf einem klebrigen, seidenen und fast unsichtbaren Seelenfaden angeordnet weiß, mit dem er den küchensuchenden Kunden in einem feingesponnenen Netz von Fachausdrücken, selbstgemachten Normen und Wünschen umgarnt. Mit Wünschen, nicht nur des Kunden, sondern auch mit seinen eigenen, mit den Wünschen der Küchenindustrie und des Küchenstudiobesitzers. Der Kunde wird mit seinen Vorstellungen solange hin- und hergewogen, sanft geschaukelt und mit Infos gesäugt, bis er sich als formbar erweist.
Dies von einem geschulten Fachberater, der den Kunden um den Atem bringt und diesen an seinem Leid nicht ganz Unschuldigen, über Portemonnaie oder Bank Card, ganz gemäß gesellschaftlichen Regeln und Konventionen langsam und genüsslich anzapft und aussaugt. Wer will schon in der kleinsten Küche hantieren? Wenn der Mann schon eine Limousine fährt, soll die Frau dann in einer schwankenden Kombüse die kostbare Nahrung zubereiten?

Nein, nein, nein. Hier muss eine Ausnahme gemacht werden.

Das Beste: es scheint in der Branche, in Sachen Küche haben sich alle abgesprochen. Überhaupt. Die Verkäuferinnen und Verkäufer. Die Händlerinnen und Händler. Die Shops. Die Küchenindustrie. Vermute ich.

Alle arbeiten sie Hand in Hand. Ein Kampf dagegen scheint Zwecklos. Die Küchenmafia setzt schon früh an.
Omas Küchenschrank ist wirklich nicht mehr Up to date. Die olle Brotschneidemaschine geht ja noch mit der Hand… . Der Korkenzieher muss elektrisch … , alternativ mit umweltschädlicher CO2-Kapsel vielleicht. –
Der Fachberater im Küchenstudio erarbeitet also im Schweiße seines Angesichts einen Vorschlag auf Papier oder im PC, den man sich anschließend nicht einmal zum Überdenken mitnehmen kann.
Man muss wählen, sich Grenzen stecken. Man muss die Mindeststandards des Küchenbaus akzeptieren und, ganz wichtig: nach diesen Adaptionsprozessen muss man auch und vor allem den Mindestanforderungen als Kunde genügen.
Man muss akzeptieren, dass ein Schrankelement ein Glied aus einer langen Kette verschiedener, kompliziert miteinander verzahnter, sorgfältig konstruierter, hoch, wenn nicht gar höchstwertiger, Küchenelemente darstellt und dessen Kauf ein großes Glücksmoment in sich birgt, und weitere Glücksmomente mit sich bringt, nach sich zieht, wenn man nur mitzieht.
Kauf mal eine Tischplatte in einem Küchenstudio. Da findet sich die Edelholzspanplatte, resopalbeschichet mit Goldkante.

Man hat sich den Freiraum erarbeitet, darf es genießen, an der Werdung eines großartigen Projekts teilzuhaben, dass im Bekannten und Freundeskreis, in der Familie, ja, selbst unter Arbeitskollegen noch ein hochachtungsvolles „Wau!“ oder, je nachdem ein „Wow!“ erzeugt. Selbst der Doktor, der Studienkollege kennt sich hier aus, nickt bejahend.

Wünsche, wie die Tatsache, dass man ein haltbares, langlebiges Produkt erwerben möchte, dass man Gerätschaften, die in Kontakt mit Lebensmitteln stehen, darin lagern, damit die Nahrung zubereiten und die Ernährung über viele Jahre aufrecht erhalten möchte, führt der Kunde im Sinn. Die Küche muss sauber zu halten sein.

Nach dem Kauf weiß man um den Unterschied zwischen Wunschtraum und Wirklichkeit und Fantasie. Man weiß was es kostet. Das vor allem.

In der vergangenen Woche hat etwas von mir Besitz ergriffen, dass mich aufgeregt macht, dass manches vergessen lässt. Die guten Vorsätze nämlich, Sparsamkeit. Ich bin nicht ganz sicher. Ein ganz kleines bisschen bin ich sogar abergläubisch geworden. Ob ich wohl die richtigen Geister rufe?

Welche denn dann sonst, echot es in meinem Hirn.

Für welche Zeit kaufe ich mir die Küche? Für zehn, fünfzehn Jahre. Die Küche aus meinem Elternhaus hielt vierzig Jahre. Vielleicht kaufe ich nie wieder eine Küche. Das ist sogar wahrscheinlich. Es könnte sein, dass ich damit nochmal umziehen muss. Ich kann es nicht genau wissen. Aber es ist wahrscheinlich.

Im Himmel brauche ich sie nicht mehr. Vermute ich.

Weiß ich ´s ???


© Auris cAeli
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Auszüge aus dem Tagebuch des Ewald S. - Erster Urlaubstag -

(Samstag, den 6. September 2008)

Es ist Samstagabend, halb neun Uhr. Mein erster Urlaubstag, nein, das Wochenende vor dem Urlaub. Ich kam heute relativ gut aus dem Bett, genoss es aber dann doch, lange auf der Couch im Wohnzimmer zu liegen. Gegen elf saugte ich Staub, putzte dann. Mrs. Carpenter war auch im Haus zugegen, she cleaned the stair-house.

Zu Mittag aß ich Salat, ich frühstückte gut, einige Scheiben leckeren Haferbrots. Es war allerdings nur Honig und Marmelade als Aufstrich da. Dann, nicht zu vergessen, war da noch der Kaffee. Nach zwei bin ich dann mit dem Auto in Richtung City aufgebrochen, ich wollte einkaufen. Zuerst holte ich beim Supermercado die Lebensmittel für das Wochenende ein, der Kühlschrank war komplett leer. Ich überlegte mir eine Flasche Wein mitzunehmen. Aber das ist wohl nicht so richtig mein Ding, Alkohol will ich mir nicht gestatten. Der Gedanke ist immer wieder verlockend, wobei ich den Rausch allerdings nicht mehr mag. Diese großprotzige Selbstüberschätzung, die das Zeug produziert. Einen gehörigen Schwips antrinken, das war sofort abgesagt. Wein fiel also hinten runter. Das tägliche Glas Wein. Der tägliche Grund zur Freude. Flüssige Sonne. Wofür man lebt. Dann blieben da natürlich noch die höher prozentigen Genussmittel, wie beispielsweise Amaretto, Batida de Coco, oder Whisky. Einen Schluck, und es wird mir warm. Ich verbot es mir. Ich verbot es mir schon oft, sehr oft. Alkohol ist mal nicht so besonders gesund. Obwohl es da auch andere Ansichten gibt.
Ich glaube, manchmal will ich nur nicht so streng mit mir sein, ich möchte mich einmal etwas fallen lassen. Aber es will mir nicht gelingen, mit Alkohol. Aber eine Flasche Wein ...
Danach bin ich nebenan in den E-Markt gegangen und sah mich dort um. Tinte und Schreibpapier für den Drucker lagen da in Massen herum. Bleistifte und Zeichenblock eher nicht.

Seit Wochen und Monaten bin ich auf die Angebote der Media Märkte fixiert. Ob nun Expert, Saturn oder der Media Markt, ich bin richtig ‚heiß‘ auf die Prospekte. Etwa seit Anfang des Jahres ist es ganz schlimm. So konnte es ja geschehen, dass ich das Notebook gekauft habe. Irgendwie male ich mir aus, wie es wäre, einen großen LCD-Fernseher zu haben, mit einer digitalen Satellitenanlage und dann von morgens bis abends, bis in die tiefe Nacht, Schmuddel Sender anzusehen. Ab und zu mal die Brille sauber machen, und schauen, schauen, gucken, gucken.
Aber auch das will ich mir nicht antun. Aber ich denke oft daran, wirklich oft, in letzter Zeit.

Erworben habe ich mir im E- Markt eine Programmsammlung von Microsoft, das Microsoft Office Paket Home & Student und dazu ein Bügelbrett. Ein neues Bügelbrett, das war einmal nötig. Sagen wir, ich bin zu ungeschickt, das alte Brett neu zu beziehen. Nun muss ich es nur noch loswerden.

Tja, mit dem Office Paket von Microsoft ist es so eine Sache. Darf ich in den Raum stellen, sagen, ich wünschte es mir wirklich? Vor etwa fünfzehn Jahren fing es damit an, vor sechzehn Jahren? Ich erinnere mich an ein Schreiben an die Microsoft Niederlassung in Cologne, das Office in dem Städtchen. Da teilte ich mit, dass ich ein armer Schüler bin und eine Raubkopie benutzen muss. Aber, dass schwor ich, sobald ich zu Geld käme, dann würde ich mir eine richtige Office Version kaufen.
Oder hat es damit angefangen, dass ich vor über dreißig Jahren mich an eine Schreibmaschine setzte, und seitdem hundertausendfach, zig millionenfach, auf die Tasten drückte?

Erfolg brachte es nicht allzu viel, aber manches in meinem Leben ist dadurch vielleicht etwas anders gekommen, als nach der Schule angenommen. Vielleicht aber liege ich mit diesen Vermutungen auch ganz falsch. Möglicherweise ist es ja auch so, alles Ungereimte meines Daseins hängt mit diesem Furz zusammen, den ich in meinem Kopf spazieren führe.

Es wird mir keiner sagen fürchte ich.


© Auris cAeli
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Folgt dem Trend des Farbenkleids der 8 G Göttlichkeit

Wünschen statt erwarten
Handeln statt zu warten
Weich und leicht erfahren statt hart und starr zu verfahren
Unzensiert im spontanen statt nach festem Leitfaden
Lockre Redensarten mit selbstgestopften Lebensphrasen statt festen Systemsklavensprachen, die alles bloß nachsagen, was die Könige/Ritter des selbsterschlagenen zu sagen haben/Ihnen vortragen
Auch mit Zweifel und der Angst vor erfahrbaren inneren Lebensdramen starten und nicht lange zagen, denn was ändert sich schon in Tagen oder Jahren
Es gibt keine Blamagen, wenn wir Alles bajahen, uns dem Guten entsinnen uns dieses bewahren und uns an Plätzen frei bestimmter Lebensbahnen wieder austragen, damit andere was davon haben und auch in diesem Rausch baden, in dessen Staub frei atmen. Ihn nun drauf haben und mit Ihnen strahlen nun die Farben die alle andern plötzlich auch tragen.
Heilung durch Bewusstseinslicht das muss der ganze Mainstream auch haben
Denn es ist nun angesehen bei dem brauchbaren denn es sieht doch so schön aus buntes zu tragen, alle schauen drauf und keiner brauch sich mehr über zu wenig Beachtung des Aussen beklagen
"Wir machen weiter bis es alle haben"
Und dann verschwinden die Fragen denn alle hören bloß noch was die Zahlen und Farben so sagen
Suchen nach Symbolen aller Arten, weil die Regie, des Satans Dienst das Wissen über sie, sowie die Heilmedizin und all die Magie unserer Lebensart alle verbannt seitdem sie da waren. Verschwiegene haben Kriege konstituiert zu Gunsten der Elite und All den Pharmern. Doch wir wissen wird selber sind der Schatz sowie die Schatzkarten und dass wir uns durch unseren Innengang durch unseren innren Gang graben und so wieder den Empfang haben, den wir brauchen für das WLAN mit dem 8 G göttlichen Empfang, beim Verbinden mit ihm ertönt ein Engelsklang, je öfter wir neu anfang desto länger bleiben wir dran
Wir haben erkannt, die Wahrheiten auf Alles liegen in unseren Zelln, im unsrem Bluttank, von dort fliesst sie als Gedankengang den Kopf entlang und du weisst es, Du bist richtig gegang' und dieser rechte Gang er wird die Welt erhellen.
Die Frequenz umstellen auf unendliche reine weisse Weite lang
Folgst dem Gesang der Engel den Edenweg zu Gott entlang. Das ist der einzige Weg und auch der einzige treibende zugleich weicheste Drang, der wird mir alle Pläne abverlang' ich folge ihm, ob durch nen unbekannten Vorhang, blind springend auf den nächst höheren Rang oder springend von dem Abhang, mich der Höhe verbann' im Alleingang und lass mich von der Tiefe fang'. Ich hab vertrauen, es wird alles schöner kommen als im Traum und ich werd staunen und so wird es angegangen das gesamte endlose Leben lang.