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Gedichte Über Straßen - Seite 12


Moskau

Motto:
"I'm wasting my time [...]
I'm waiting for you
But nothing ever happens
and I wonder [...]"
(Hinter, Volker und Freudenthaler, Peter: "Lemon Tree" 1995. Album "Dish of the Day". Track 3.)
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(„I’m waiting for you

But nothing ever happens

And I Wonder […]”)

(Hinter, Volker und Freudenthaler, Peter: „Lemon Tree“. 1995. Album „Dish oft the Day“ Track 3.

(Bei Patriarchatenteichen) (Margareta-Bistro)

A: Guten Tag!

B: Was kann ich für Sie tun? что я могу для Вас сделать?

A: Ich will eine Zitrone

B: Nur eine? Только один (Tolko odin)?

A: (im Kopf): Nur eine? Hmmm...... Je mehr, desto besser. Ich nehme 3 Kilo

A : нет 3 кг лимонов, пожалуйста Niet. Pazhausta 3 kg ljemonow (Russisch)

B: Das wär’ 500 RUB Это будет 500 руб. Eto budet 500 rub. (Russisch)

A: Vielleicht mache ich ein paar Liter Limonade?

B: Das ist eine gute Idee

A: Ich will meine Krone!

A: Der Zitronen-König. „Tschelowek – eto swutschit gordo! (Ein Mensch – das klingt stolz!)

B: (im Kopf): Это звучит… гордо! Че-ло-век! Надо уважать человека! (Das ist ein Mensch! Mensch! Man muss den Mensch SCHÄTZEN!

(Zitatquelle: http://deutsch-russische-begegnung.de/literatur-von-maxim-gorki-nachtasyl-%D0%BD%D0%B0-%D0%B4%D0%BD%D0%B5/)

(Off-Sound : Man verzehrt sehr schnell das Essen. In der Ecke zwei Männer mit Baseball-Caps. Der eine hat eine schwarze Jacke an, und liest „Nowaja Gazjeta“, der andere dagegen trinkt ein Glas Limonade und 0,7 l Vodka dazu. In der Mitte führt man das Gespräch über nichts Besonderes durch)

.... Ich weiß nicht

(„I’m waiting for you…. And I wonder”)

Nach ein paar Minuten kommt jemand an. Diese(r) schaltet den Fernsehapparat ein. Auf dem Bildschirm eine kitschige Liebesgeschichte.

Ton aus dem Fernsehapparat:

(…) I’ m waiting for you

(Voice-Over): Ich vermisse dich)

I promise

(Voice-Over): Glaub mir!

I will be better

(Voice-Over): Give me the second chance

Geben Sie mir bitte die zweite Chance! (...)

Plötzlich kommt der Kellner an. Der Kellner hat eine Krücke. Seine Augen haben zwei verschiedene Farben: der erste blau, der zweite schwarz. Die Kunden warten auf den Kellner ca. 15 Minuten.

(„I’m waiting for you

But nothing ever happens

And I wonder...)

(Hinter, Volker und Freudenthaler, Peter: „Lemon Tree“. 1995. Album „Dish oft the Day“ Track 3.)

Der Kellner kommt nicht. Nach 15 Minuten verlassen sie das Margareta-Bistro und gehen sie die Malaya Bronna-Straße entlang. Dann gehen sie zum Bahnhof

Nach ein paar Minuten kommt der Tod mit der Sichel. Der Tod hat sehr gut geschlafen. Er hat die letzte Nacht in dem Sheraton-Hotel bei der Leningrad-Straße verbracht. Er ist schneller als Usain Bolt. Er läuft 100 Meter in 6.66 Sekunden. Ein sehr gutes Tempo, nicht wahr?

Was ist dann passiert?

A) Der Tod wird getötet

B) Der Tod und die Liebhaber werden getötet

C) Der Tod wird mit den Liebhabern weitergehen und bringt mit sich 20 L Moet & Chandon
Quelle von Zitaten:
https://genius.com/Fools-garden-lemon-tree-lyrics [10.08.2023]
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Großstadtlärm

Lautes Gegröle um mich herum,
Autos hupen, fahren wie verrückt.
Unhöfliche Gestalten machen Stress,
die Jugend von heute wurde verpestet.

Würde gerne in Ruhe durch die Stadt
gehen und ein wenig bummeln.
Mir Sachen ansehen, kaufen
einfach mal ein wenig laufen.

Überall ist es extrem voll,
es wird gedrängelt und geschubst
keiner nimmt Rücksicht auf irgendwen,
müssen minutenlang in der Schlange stehen.

Unsere Stadt ist überhaupt nicht schön,
fühle mich hier so gar nicht wohl,
würde am liebsten komplett wegziehen
und somit dem Großstadtlärm entfliehen.

Lebe zum Glück etwas ländlicher,
hier lässt es sich sehr gut aushalten.
Muss dennoch öfter in Richtung Stadt,
habe diesen Anblick so richtig satt!

Andauernd passiert hier irgendwas,
ob es Jugendliche sind, die klauen
oder andere bedrohen und schlagen,
das sollen die sich mal bei mir wagen.

Mit Pfefferspray bewaffnet, abends unterwegs
anders geht es heutzutage leider nicht mehr.
Bei den vielen Idioten, die hier herumlaufen
und sich regelmäßig die Birne wegsaufen.

Kann es mir noch nicht leisten, wegzuziehen
möchte meine Wohnung ungern verlassen.
Würde gerne weiter Richtung Land leben
und mich von den Großstädtern abheben.

Diese vielen Möchtegerne ertrage ich nicht,
halten sich für was Besseres, sind unerträglich.
Kaufen sich überall ein und meinen sie wären es,
das macht aus diesen Menschen nichts Besonderes.

Diese arroganten Blicke hier und da
innerlich lache ich darüber.
Für wen halten die sich?
Machen sich lustig über mich?

Haben die sich mal im Spiegel angesehen?
Wie sie herumlaufen und sich verhalten,
so etwas nennt man heutzutage Erziehung?
Suchen nach Aufmerksamkeit und Bestätigung.

Solche Idioten gibt es leider überall,
auch auf dem Land, das ist mir klar.
Trotzdem ist es dort viel angenehmer,
vom Fahren her auch bequemer.

Sirenen verfolgen mich bis zu mir,
höre diese jeden Tag heulen.
Immer passiert irgendwas,
so macht das keinen Spaß.

Der Großstadtlärm nimmt zu,
versuche alles auszublenden.
Dabei ist es nicht so einfach,
fühle mich ziemlich schwach.

Muss mich dem wohl weiter
aussetzen und alles ertragen,
bis ich endlich so weit bin,
auf der Suche nach dem Sinn.


© Lily .N. Hope
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