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Gedichte über Sehnsucht - Seite 253


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Castingshow (was wirklich geschah)

Castingshow (was wirklich geschah)

Ich war heut auf ner Castingshow
und kann euch sagen: Wow, oho.
Da warteten zwei Dutzend Damen,
die echt aus allen Ländern kamen.

So manche sitzt dort ungeniert,
mit Schoko um den Mund geschmiert.
Und eine – die hat Riesen-Titten,
frisst aus der Box voll Mäcci Fritten.

Von Makeup sieht man keinen Tau,
halt nur die Schönheit pur pro Frau.
So wirklich intressiert ist keine,
(man macht woanders grüne Scheine)

Am End vom Saal dreht sich ein Rad,
die Prozedur die's in sich hat:
Da leuchten Lichter grell und bunt,
ich fühl mich zwischendurch am Hund.

Wer nun die coole Nummer hat,
die stellt sich vorne nah zum Rad.
Dort fällt die Kleidung ab - nur so
und dann beginnt die Sex-life-show.

Da sitzt ’n dutzend alter Männer
die meisten blöd und keine Kenner.
Ein Volksschullehrer ist dabei,
sein Wahnsinn ist nicht einerlei:

Er fängt an, Texte vorzulesen
und das wars für die Show gewesen!
die Menschen laufen fort im Schock,
manch Mädel flüchtet ohne Rock.

Die Kleine mit dem ersten Preis,
die war vom Vorspiel ziemlich heiß,
sie reißt dem Lehrer weg Text,
der blickt sie an - denkt: what kommt next?

Dann zieht sie ihm die Hose runter,
doch was sie sieht, ist gar nicht munter:
Er hat zwar keine Hoden mehr,
doch sonst ist seine Boxer leer.

Du alter Wichser kratz die Runde,
sonst mach ich dir mal schnell ne Wunde!
Na ja sie war halt doch ein Aas,
doch letztlich war die Show ein Spaß.

Alles, was überhaupt gedacht werden kann, kann klar gedacht werden. Alles, was sich aussprechen lässt, lässt sich klar aussprechen. (L. Wittgenstein)
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