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Gedichte über den Mann - Seite 14


Mein lieber Ehemann in spe

Oh, mein lieber Ehemann in Spe
Wie ich an deinen Worten versteh
Möchtest du, dass ich mich nun in dich verliebe
Weshalb ich dich jetzt auf die rechte Bahn schiebe

Kommst du zu einem Date,
jemals mal zu spät
Dann solltest du mir einen guten Grund erzählen
Von Waisenkindern in Not
oder dem Entflieh’n vom Tod
Dennoch hast du nicht in Lumpen vor mir zu stehen

Der nächste große Tipp
bringe keine Arbeit mit
Daheim ist allein dein Job mich glücklich zu machen
Aber mach dich nicht verrückt,
denn es ist leicht geglückt
Da meine Wünsche dir aus meinen Augen zu lachen

Bringe mich steht’s zum Lachen
mit verrückten Sachen
Und wir sind noch im letzten Lebensjahr
ein immer noch glückliches Ehepaar

Mein lieber Ehemann in spe
Wenn ich mit Problemen vor dir steh
Und ich mit dir darüber reden will
Dann sei doch bitte einfach nur still
Mein lieber Ehemann in spe
Ob im Sommer oder bei Schnee
Möchte ich in die große Welt hinaus
Denn ich bleibe nicht am Herd zu Haus

Sag‘ immer wie schön ich bin
vor allem bei Tagbeginn
Ach ja und schlafe nicht bis zur späten Mittagsstund
Mache mich auch noch froh
und sauge nicht nur um das Katzenklo
Sitz‘ nicht bei jedem Liebesfilm mit gähnendem Mund

Gib mir immer Recht
denn ich hab‘ immer Recht
Und wir sind noch im letzten Lebensjahr
ein immer noch glückliches Ehepaar

Mein lieber Ehemann in spe
Wenn ich mit dir dann shoppen geh
Dann sei so froh, als wärst mit deinen Freunden auf Tour
Denn die siehst du nach der Hochzeit bald kaum noch nur
Mein lieber Ehemann in spe
Gehen wir zusammen mal in ein Cafe
Dann nimm mich auch dort in den Arm
Außer es passt mir gar nicht in den Kram

Befolge jeden Ratschlag
und das Tag für Tag
Und wir sind noch im letzten Lebensjahr – ein immer noch glückliches Ehepaar
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Der Dachdecker kommt

Tropft der Regen durch das Dach
fällt die Liebe meistens flach.
Keiner findet es sehr nett,
wird ein See aus seinem Bett.

Oft unter des Daches dichter Haut
haben Vögel ihr Nest gebaut.
Meist gehen dann die Frauen ran
und suchen einen Handwerksmann.

Entweder einen der mit Dachpappe und Teer,
oder mit Traufendichtkämmen kommt daher.
Doch zuerst kommt Chef mit Leiter,
meist geht mit Gerüst es weiter.

Wo, wie beim Stabilbaukasten,
Zapfen in die Hülsen rasten.
Wenn dann fertig das Gerüst,
am Ende das Firmenschild grüßt.

Ehe man über die Reihenfolge sinnt,
die Arbeit über der Dachrinne beginnt.
Mit dem Schrauber und viel Fluchen
beginnt der Dachdecker zu suchen.

Tiere haben die Folie zerbissen,
der Sturm eine Schraube heraus gerissen.
Vögel, unterm Dach gut behütet,
haben Nester gebaut und gebrütet.

Ein Nest, das noch mit Eiern besetzt,
hat er in einen Nistkasten gesetzt.
Die Vogeleltern ihn umschwirren,
doch er lässt sich nicht beirren.

Fein säuberlich wird repariert,
damit im Winter niemand friert.
Mit dem Schrauber geht es behände
bis zu dem ersten Dachschrägen Ende.

Dort kontrolliert er neben flachen Hauben
auch die halbrunden Dachreiterhauben.
Falls morgen das Gerüst zur Seite weicht,
man heute die fertigen Holzteile streicht.

Ein flacher Pinsel, nicht zu breit,
schaffte es sauber in kurzer Zeit.
So wurde vier Mal angesetzt
und je ein Kamm zwischen Latten gesetzt.
Wie gewohnt kommen die Vögel geschossen,
doch jede Einflugschneise ist geschlossen.
Die kleinste Lücke ist nun dicht,
nur die Vögel verstehen es nicht

04.07.2019 © Wolf-Rüdiger Guthmann
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