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Gedichte über Lustiges - Seite 97


Unterwegs

Heute, bin ich einem Satz von mir begegnet. Den
ich vor Jahren geschrieben habe. Und er hat mir so
erzählt, wo er überall war. Und was er so erlebt hat.
Und wie es Ihm so ergangen ist.

Er war in einem Kloster. Und, da hat sich ein Mönch
mit Ihm beschäftigt. Ein Mönch, der nur für das
Kartoffel schälen zuständig war. Dann, hat er so
nachgedacht. Und wusste: „Er kann mehr! Und
wusste: „Er weiß mehr! Und wusste: „Er will mehr!“
Und er ist zum Abt. Und der hat Ihn verstanden. Und
Ihm recht gegeben. Und heute, arbeitet der Mönch
im Garten. In der Sonne. Unter blauem Himmel.
Zwischen Tomaten! Und Gurken! Und Bohnen. Und
Salat. Und er ist Glücklich!

Dann, war er in einem Bordell. Und eine Prostituierte
hat Ihn gelesen. Eine Prostituierte, die noch nichts von
der Welt gesehen hatte. Dann, hat sie so nachgedacht.
Und wusste es: "Da ist mehr!" Und wusste es: "Ich
kann mehr!" Und wusste es: "Ich will mehr!" Und sie
ist zu Ihrem Zuhälter. Und, der hat sie verstanden. Und
Ihr recht gegeben. Und heute, arbeitet die Prostituierte
auf der Straße. In der Sonne. Unter blauem Himmel.
Und kennt die Liebe: Im Mercedes. Und BMW! Und
VW! Und AUDI. Und sie ist Glücklich!

Dann, war er in einem Parlament. Und ein Politiker
hat Ihn gelesen. Ein Politiker der dachte, er wüsste
alles. Dann hat er so nachgedacht. Und wusste es:
"Da ist mehr! Und wusste es: "Ich kann mehr! Und
wusste es: "Ich will mehr. Und wusste es: "Ich weiß
mehr!" Und er ist zu seinem Parteichef gegangen.
Und, der hat ihn verstanden. Und Ihm recht gegeben.
Und heute arbeitet der Politiker, als Liftboy, in einem
Hotel. Und weiß es. Was die Leute wollen: "In den
ersten Stock! Den Zweiten! Den Dritten!" Und er
ist Glücklich!

Dann, war er in einer Schule. Und ein Schüler hat
Ihn gelesen. Ein Schüler der dachte, er wüsste alles.
Dann, hat er so nachgedacht. Und wusste es: "Da
ist mehr! Und wusste es: "Ich kann mehr! Und wusste
es: "Es gibt mehr! Und wusste es: "Ich will mehr!"
Und er ist zu seinem Lehrer gegangen. Und, der hat
Ihn verstanden. Und Ihm recht gegeben. Und heute,
kennt der Schüler die ganze Welt. Und er weiß es.
Die Menschen sind nett: "In Afrika! In Asien! In
Amerika! In Australien. In Grönland! Und er ist
Glücklich!



Jetzt liegt der Satz auf dem Bett. Und ruht sich aus.
Und denkt so nach: "Über Mönche die im Garten
arbeiten! Über Politiker, die als Liftboys arbeiten!
Über Prostituierte, die an Straßen glücklich sind.
Über Schüler, die die Welt kennen!" Und darüber,
wie wunderbar das Leben sein kann!" Für den, der
es richtig sieht. Für den, der etwas wahres will. Für
den, der der nicht aufgibt. Der das Leben so liebt.
Da, gibt es immer Hoffnung. Unter blauem Himmel.
In frischer Luft. Im Garten! Auf der Straße! Im
Hotel!

Klaus Lutz
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Elsbeth

In einem gut betuchten Hause
da wohnte einst die Elsbeth Krause
sie war bereits in jungen Jahren
auf ihre Art schon recht erfahren
denn Elsbeth wusste sehr genau
Arbeit ist nichts für ne` Frau
lieber den ganzen Tag genießen
der Schweiß der soll beim Gatten fließen
man weiß, der stirbt doch eh viel früher
das war auch unsrer Elsbeth lieber
als das sie ihn noch lang umsorgt
und Gott noch holt sie vor ihm fort
nach zwanzig Jahren mit dem Alten
sollt nun ein junger Einzug halten
des Gärtners Sohn ein strammer Bub
der war für sie grad gut genug
doch einer stand ihr noch im Wege
mit dem sie kam oft ins Gehege
es war ihr Mann samt Ehepflicht
und Sterben wollt er einfach nicht
da war es besser nachzuhelfen
ein wenig Gift, das half nicht selten
noch eh der Gatte sich versah
war er schon seinem Schöpfer nah
ein wohlig Kissen noch dem Tropf
ihm drückt die Elsbeth auf den Kopf
und bereits nach zehn Sekunden
war seine Lebenskraft entschwunden
„Es war nun seine letzte Bitte
verbrannt zu werden!", weint die Witwe
„Ich schließlich seine Asche dann,
auf unsrem Land verstreuen kann."i
ihr neuer Mann, des Gärtners Sohn
erhielt nach ein paar Jahren schon
worum sie sich einst Sorgen machte
als ihn ihr Tod zum Witwer machte
das Erbe war wie schon erwartet
doch recht beträchtlich ausgestattet
dem Ehemann das Glück war hold
als Elsbeth ihrem Ersten folgt
ein Pülverchen, so blau und tödlich
machte erst sein Erben möglich
denn Eisenhut das Gift benannt
war auch schon Elsbeth gut bekannt
ein Liebhaber aus alten Zeiten
war der von dem sie einst dies hatte
der Gärtner war's, der Schwiegervater
und nicht der eigne Gatte
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