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Gedichte über Liebe - Seite 2


,,Endlich FREI,, !!!

Endlich ist die Zeit gekommen,
denn Abschied wird nun Heut' genommen!
Du ziehst aus unserer Wohnung aus,
ich hoffe es ist jetzt endgültig aus.

Es fällt mir nicht schwer nach all den Jahren,
da wir nie wirklich zusammen waren.
Beziehung konnte man das Ganze nicht nennen
man könnte es eher als WG benennen!

Nicht das kleinste Stück an Gemeinsamkeit,
doch jetzt bin ich für einen neuen Anfang bereit!
Ich habe mich stets nach dir gerichtet
und auf ,,Alles,, habe ich nur verzichtet!

Immer war ich für dich da,
was umgekehrt der Fall ,,nie,, war!
Hast deine Dinge durch gezogen
und dabei mich so oft belogen!

Hab' immer fest zu dir gehalten,
wenn hier auch mal die Türen knallten.
Oft habe ich für dich gelogen
und andere Menschen mit betrogen!

Das bin nicht ,,ich,, kann so nicht sein,
ich fühlte mich so oft allein.
Du weißt, ich sage was ich denke
auch wenn ich Sympathie versenkte!

Alkohol und viele Lügen,
mussten ja am Ende siegen!!!
Hab' oft nur in mich reingefressen
und konnte dadurch kaum noch essen..
Ich sagte dir,komm lass uns sprechen,
sonst wird sich später,,Alles,,rächen,
wenn man Probleme ignoriert,
dann tritt das ein,was jetzt passiert!

Meine Seele hat gelitten,
weil wir uns täglich nur gestritten.
Gesundheitlich bin ich ein Wrack,
weil ich das alles nicht mehr pack!

Drum' hab' ich den Entschluss gefasst,
befrei' mich nun von dieser Last.
Einer muss gehen und das bist du,
ich hoffe ich komme jetzt endlich zur Ruh'!?

Viele Jahre nun auf den Müll,
doch jetzt weiß ich,was ich nicht mehr will!
Keinen Mann mehr in meiner Wohnung,
denn jetzt brauche ich erst mal Schonung!

Mir ist egal wie dein Leben wird weiter gehen,
ich möchte nur für mich eine Zukunft sehen!
ohne Alkohol, Lügen und Streit,
bin ich für ein neues Leben bereit!

Trotz allem wünsche ich dir viel Glück,
in der Hoffnung,du kommst ,, nie mehr,, zurück
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Seelenstreichler

einfach nur zusammen mit dir liegen
nichts weiter als uns nackt vor Augen
auch sonst wird nur geschwiegen
mit Blicken wir uns den Atem rauben

streicheln sanft und zart mit Sehgespür
scannen unserer Körper Konturen
benutzen nur unsere Biolaser hierfür
berührungslos, hinterlasśen keine Spuren

und doch registrieren wir jeden Blick
als wenn du mich real berührst
was ist das nur, was für ein Trick?
als ob du meine Seele verführst

in Seitenlage dir zugewandt
ruhig wir uns nun Aug in Aug lesen
was sonst schnell wird penetrant
dein Dauerblick nie unangenehm gewesen

immer dann, wenn der Alltag so grau
suche ich nach deiner Zärtlichkeit
bekomme Sehnsucht, mir wird schon flau
dann ist sie da ... Seelenstreichelzeit

ich seh dich atmen, verspüre dein Hauchen
alles so angenehm, nichts friert
alles so schön entspannt, gelöst eintauchen
in das sinnliche Bad, die Haut vibriert

wieder berühren sich nur unsere Blicke
verständigen sich inniglich darauf
sind die Einfallstore zu unsrer Seelenmitte
stille Vertrautheit weist den weiteren Verlauf

unser Körper ist nur die Hülle unserer Seele
unsere Haut ist Mittel zum Zweck
was auf ihr geschrieben, ich an sie maile
nicht auf Umwegen, sondern direkt

Verschlüsselte Botschaften abgesendet
den Schlüssel sicher im Herzn versperrt
nur mit ihm allein von dir verwendet
der Zugang zur Seele dir wird gewährt

ist erstmal das von dir vollbracht
gebe bitte ganz besonders darauf Acht
ab jetzt besitzt du alleine diese Macht
die mich dir gegenüber wehrlos macht

wenn du jetzt meine Haut berührst
du sie streichelst, sanft liebkost, sie küsst
dasśelbe du auch auf meiner Seele vollführst
vom Haut- zum Seelenstreichler du nun wirst

was nun du mit feinster Tastsemantik sagst
unmittelbar an meine Seele wird gerichtet
pasś also auf, was du so alles wagst
nichts davon später wird noch umgedichtet

so zueinander vollends offenbart
liegen wir uns zeitlos gegenüber
sind so einzigartig gepaart
Seelenstreichler gehen hin und herüber

© meteor 2024
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Sinnlichkeit

wenn sich unsere Körper wortlos unterhalten
ihre Sprache ist international verständlich
sinnlich sämtliche Sensoren einschalten
eindeutige Signale tauschen in- und auswendig

komm zu mir, taste dich vor
berühr mich, atme mich tief ein
komm ganz dicht bis an mein Ohr
lass deinen Geschmack der meine sein

benebelt von animalischen Lockstoffen
unsere Instinkte übernehmen die Sinnkontrolle
lassen uns auf intime Grenzlosigkeit hoffen
Begehrlichkeit gesteuert ins Lustvolle

meine Finger ertasten verlangend deine Haut
was dein Körper eindeutig interpretiert
sie zeichnen Willkürliches so ganz vertraut
schreiben erotische Poesie in Kurven ungeniert

lerne meine geheimen Zungenzüge kennen
Lippenbekenntnisse verbreiten sich tabulos
spürst dich nach zügelosen Botschaften sehnen
aufgewirbelte Gefühle der Lust in dir groß

besinnst dich nun auch deiner Begierde
tastest mit deinen Augen die Szenerie ab
deine Hände sogleich nicht mehr nur Zierde
streifen lüstern über meine Oberfläche hart

erotische Phantasien übernehmen deinen Geist
gerade wild genug, um an der Grenze zu sein
im gemeinsamen Lippenzug alles entgleist
erhitzte Leiber laden zur Triebhaftigkeit ein

im Hautbad wir Appetit anderer Art verspüren
Körper, die betteln, flehen, nach mehr verlangen
sinnenertränkte Leidenschaften uns verführen
wir immer klarer mit unserer Gier verhangen

das Kribbeln unter der Haut geht in Zittern über
subtile Geschichten erregen tiefste Regionen
auf deinem Pergament geht meine Feder drüber
erwartungsvolle Metaphern von Pheromonen

überdrehte Augen in Sphären durchbrechen
Arme umhüllen was nackt von uns umher treibt
Beine ineinander gewunden, mit sich fechten
das unbenennbare Gefühl in uns hochsteigt

wir rollen uns auf Rücken zu Rücken
um uns Farbtöne Sinnesstreiche ausgießen
Ausbruch der Gefühle durch unser Entzücken
ein Fluss, der endlos am Hindurchfließen

zeitgleich vermelden alle Sinne synchron
die Empfindsamkeit übersteigt was messbar
gleiten aus im gemeinsamen Überhochton
begreifen langsam, was eben geschah
~
© meteor 2024
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