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Gedichte über Liebe - Seite 1120


Weißt Du noch?

Weißt du noch, wie wir an niederländischen Grachten,
bei windigen Böen, spazieren gingen,
Wie du Stimmen aus einer Entfernung hörtest, von Kindern, Kinderstimmen, und sagtest: "Sie singen ...
Singen deine Verse schon, im herbstlichen Abendwind;
Denn es ist nur ein Kind, nur ein Kind.

Weißt Du, wie wir im herbstlichen Abendwind die Schiffe bestaunten,
Jene, welche sie in Hamburg und in Rotterdam erbauten.
Weißt du noch, wie sehr fragend du mich angeblickt hast,
Welcher Werte sie wohl inne seien, ihrer Tragelast.

Weißt Du, wie wir des Nachts bei vollem Mondeschein am Friedhof wandelten;
Und du und ich, während wir uns küßten, unentwegt verhandelten;
Unentwegt mit unseren Nachkommen, bald
Sagten wir uns, sind sie schon über zehn Jahre alt.

Weißt Du, wie wir über Felder und Wiesen lungerten.
Wir stolzierten zwei Tage durch die Natur, währenddessen schon unsere Mägen hungerten.
Ich gab dir einen Stoß, du weißt es doch noch,
So zärtlich - ich erinnere mich, daß ich an Deinem Ohrläppchen roch.

Weißt du, wie wir gemeinsam über Seen und Meere schwimmen wollten.
Du führtest deine Creme mit, Sonnencreme, denn wir sollten
Deiner Meinung nach in der Sonne nicht verbrennen;
Selbst dann nicht, wenn unsere Augen vor Glück würden flennen.

Weißt Du, wie leicht du erzürnet bist;
Ich habe stets versucht, Dich mit aller Kunst und List
Zu bändigen, aber auch zu hofieren,
Deine Launen mit Glück und Freiheit einzuschmieren.

Weißt du noch, wie leicht du durch die Winde geeilt,
Der zeiträumlichen Gesetze sind wir damals längstens enteilt.
Nichts von alledem an Trauer und Lasten in uns; denn es weilte
Lediglich ein Hauch an Liebe, an welche du mich und ich dich anseilte.
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Weide, Weiblein, weide

Weide, Weiblein, weide,
Mit mir allein in der Heide;
Öffne Deine Augen,
Öffne Deinen Mund.

Küß mich mit den Lippen,
Reiß mir aus den Rippen
Einen Sohn heraus,
Bauen ein neues Haus.

Weide, Weiblein, weide,
Mit mir allein in den Heide,
Blätterrauschen im Nu
Schlägst die Äuglein zu.

Augen gerne saugen,
Gern zum Staunen taugen;
Gern von Liebe verführt,
Gern die Liebe gespürt.

Weide, Weiblein, weide,
Mit mir allein in der Heide;
Weide dich im Winde,
Am Winde ich Dich anbinde.

Blütenrauschen im Regen
Bringt uns Liebessegen,
Blütenrauschen, Blätterbaum,
Schon zupfe ich an deinem Rockzipfelsaum.

Weide, Weiblein, weide,
Mit mir alein in der Heide;
Kosende Lippen, zarter Hauch,
Atem, Brüste, Lenden, Bauch.

Honig schlecken wir beide
Auf der Weide der Heide;
Hauchfeiner Duft in der Luft,
Luftwinde und süsslicher Duft.

Weide, Weiblein, weide,
Mit mir allein in der Heide,
Mit mir im Sommerregen,
Du lächelst so hübsch und verlegen.

Deine Lenden an deinem Leib,
An denen ich mich gerne reib;
Du zahlst mit deinem Lachen,
Wir beide über unsere Liebe wachen.

Weide, Weiblein, weide,
Mit mir allein in der Heide;
Weide die Vöglein der Luft,
Weide die Zapfen der Gruft.

Weide, Weiblein, weide,
Mit mir allein in der Heide;
Weiden weiden im weiten Land,
Vom Süden bis zum Küstenstrand.

Weide, Weiblein, weide,
mit mir allein in der Heide;
Weide auch meine Lenden,
Berührt mit deinen Händen.

Weide, Weiblein, weide,
Mit mir allein in der Heide;
Wir weiden noch viele Jahre,
Geliebt deine dunklen Haare.
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