Sortieren nach:

Gedichte über das Leben - Seite 832


Die neue DNA

Im Labor "Next Generation", zwischen Verflechtung und Abgrenzung, der durch die Null geteilte Himmel hatte versucht, Regungen, der abgöttisch geliebten Erdlinge, wie Furcht, Hoffnung, Kummer, Reue und Betrübnis erneut durch die Angstfilter zu jagen. Luzifers Söhne höchstpersönlich veranlassten dies und schickten ihre hochmotivierten Cyber-Soldaten, aktivierten Schattenwelt und die gefürchtete Armee der Unmöglichkeiten. Aktion "Weihnachtsgefahr".

Voller Eifer sammelten sie von nun an sämtliche Erreger und Eroberer, leistungsfähigere Strukturen, alle erdenkliche Radiowellen der Neutronensterne und entwickelten so eine moderne Art DNA. Der traurige Rest des Zusammenrückens versammelte sich am Fuße der vieltausendjährigen Pyramiden. Ein auserwählter Kreis des Bespitzelungsnetzwerks, im falschen Gesang der elektronisch gehörnten Untergruppe Kentaur, der Halbwertszeit versklavter Pferdeengel, simmulierte das Superportrait eines schwarzen Lochs. Um ihre skrupellose Tat zu verschleiern, ließen sie alle ihre Opfergaben fein säuberlich zergliedern, sie nannten es offensive Verteidigung. Im Auge des Verbrechens feierten sie die sterile Auferstehung des Mammuts, die der 3-Tagesfliege. Sie erfanden alle erdenkliche Formen von Erregern und Resistenzen, die sie durch die Wüstengegenden wirbelten. Ihre Sturmgewehre folgten fast stiefmütterlich dem letzten Tropfen Blut. "Wir retten diese Welt nicht nur mit Liebe!"

Es sollte jene wundersame Eislady kommen -messiasgleich. Genmanipulierte Königin der Mißliebe, um unerbittlich streng und diszipliniert das atomreiche Zeitalter der geplanten Wunder zu verkünden. Die Ära der Besitzlosigkeit und Entrechtung aller, die Epoche gnadenloser Bedingungsloskeit, der einmaligen Kompromisslosigkeit, der Schonungslosigkeit, getaucht in die Macht der Möglichkeiten, den Forschergeist des Überwillens, die Konzentration der kompakten Nanotechnologie, die jeden Atem in Sekundenschnelle tödlich unterkühlen würde. Eine brandneue Menschengattung aus Killerfrauen sollte folgen, die ohne Widerrede im Wahn der allumgreifenden Selbstzerstörungswut und der damit verbundenen Zerstörungsfantasie unter einer einmaligen Weltherrschaft grandios und selbstbewußt auflebt. In einer unnachahmlichen Treue zu Fügung und Unterwürfigkeit gegenüber der hochgestellten Führerin, mit unzähligem Nachwuchs bezeugend. Das Ergebnis einer noch nie erzielten Qualität der Übertragung von Erbinformationen. Vorbei, daß durch Losentscheid Zeus als seinen Anteil den Himmel, Poseidon das Meer, Hades die unterirdischen Regionen gewannen. Dank sei dem Wettlauf des Fortschritts!



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 12.04.2017)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!




Mai

Sie sitzt auf dem Balkon. Sie hat das Kind auf
dem Arm. Sie trägt ein Kleid. Und die Haare
glänzen in der Sonne. Es ist so ein Maitag. Die
Bäume sind wieder grün. Und überall blühen
Blumen. Und die Menschen sind bunt gekleidet.
Und ich sehe sie an. Und weiß wie die Welt
sich verändert. Und wann das Leben einen Sinn
ergibt.



Sie sitzt auf dem Balkon. Sie hat das Kind auf
dem Arm. Und erzählt etwas. Der Himmel ist
Frühling. Die Häusser sind voller Farben. Und
jede Sekunde ist Musik. Die Welt ist lebendig.
Der Tag erzählt eine Geschichte. Und etwas
verändert sich. Die bessere Zeit hat begonnen.
Es scheint als würde die Liebe siegen.



Sie sitzt auf dem Balkon. Sie hat das Kind auf
dem Arm. Und trinkt einen Tee. Ich sehe sie
an. Und kenne nur gute Nachrichten. Und sehe
alle Zukunft. Und wie Träume wahr werden.
Und gehe zu ihr. Und sage einfach: "Ich liebe
Dich!" Und die Welt berührt mich. Und gibt
alles Glück. Und das Leben gewinnt.


(C)Klaus Lutz


Ps. Die erste Fassung!


Ich denke die erste Strophe ist ganz gelungen. Die anderen Strophen muss ich noch mal überdenken. Die Idee ist auch nicht schlecht. Nur der Sprache fehlt etwas. Das könnte ich besser hin kriegen. Kann aber auch sein, das ich dazu im Moment nicht fähig bin. Ich habe nach einem Monat beschlossen, mal wieder was zu probieren. Und habe damit, vor zwei Tagen, mit dem Gedicht: "Ohne Anfang" begonnen. Die Sprache von mir erscheint immer sehr einfach. Und der Sprachschatz sehr begrenzt. Ich benutze oft die gleichen Worte. Oder ich habe so meinen ganz eigenen poet. Wortschatz. Was wohl daran liegt, das bei mir das Schreiben nur Mittel zum Zweck ist. Ich nehme die Worte nur, um so einer Wahrheit auf die Spur zu kommen. Der Wahrheit des Menschen. Und der Wahrheit von Gott. Und warum gibt es den Mensch. Und gibt es wirklich einen Gott. Das erste bringt mich immer mehr zum verzweifeln. Und da zweite lässt mich immer weniger Zweifeln. Das ist aber mein Thema. Und ich hoffe, das ich da immer wieder neue Nuancierungen mit hinein bringe. Und mir vielfältige scheinbar gleiche Aussagen gelingen. Ich denke, das Ganze hat auch etwas Humor. Der tiefere Spass an der Sprache. Von dem ich hoffe, das das so etwas rüberkommt. Ich meine es ist lustig durch die Strassen zu fahren. Das Leben zu beobachten. Oder am Schreibtisch zu sitzen. Und mit Worten zu spielen. Und zu hoffen, das jemand das Ergebnis mag. Oder einfach in einem Cafe zu sitzen. Und so ganz ruhig und in Frieden über die Welt nachzudenken. Oder nur daheim auf dem Bett zu liegen. Und in der Stille das unendlche Universum zu fühlen. Und so Gott atmen zu hören. Und zu wissen das ich geliebt werde. Trotz aller Schwächen. Und allem Versagen. Und Fehlern die einem Mensch so begegnen. Das Wissen, das es Einen gibt der mich wirklich kennt. Und der weiß, das ich in Wahrheit ein netter Typ bin. Das kann schon sehr tröstlich sein. So, hoffe ich auch das dieser Text etwas Gnade findet. Und jemand, die gute Absicht dahiner entdeckt. Trotz all dem Unvollkommenen das jeden Mensch ständig begeleitet. Übrigens: Die Idee zu dem Text hatte ich Samstag. Ich war in einem Cafe. Und eine, wahnsinnig hübsche, Frau kam herein. Mit einem Kind auf dem Arm! Was beweist: „Es lohnt wach durch das Leben zu gehen! Und so das besondere, im scheinbar Alltäglichem zu erkennen!“ Klaus
Klaus Lutz, Anmerkung zum Gedicht
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen