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Gedichte über das Leben - Seite 2783


grau auf bunt

Das Zimmer ist getaucht in grau und Schatten,
eine Träne durchbricht die bunten Gesichtsfarben die wir hatten.
Der Atem geht tief, der Brustkorb weint,
die bunten Fingernägel sind alles was scheint.

Schmutziges Gewand ödet im Eck,
Schuhe und Seele voller Dreck.
Des Gesicht begraben in den Regenbogen Händen,
droht zu ertrinken in den Umständen.

Der Kopf ist leer,
diese Leere scheinbar leicht und wiegt doch so schwer.
Die Ohren singen ununterbrochen,
die Gesänge mögen nicht verklingen der letzten Wochen.

Ich will nicht hinaus in die Welt,
weil die richtige mir nicht so gefällt.
Kein Bunt, kein Lachen,
nur Sorgen
und das nach jedem Aufwachen.

Der Wecker schreit mir in den Kopf,
der Kaffee bitter, aber wichtig wie ein Tropf.
Kein Toben und Tanzen,
ich fühle mich grau auf grau im Ganzen.

Gefühle die geglaubt abgestumpft zu sein,
glühen wie Infektionen und verstärken meine Pein.
Nachrichten von den falschen Leuten,
die mir gerade nichts bedeuten.

Der Griff zittrig und langsam,
eine einfache Bewegung und doch so mühsam.
Ein kleiner, faltiger Zettel,
scheinbar geprägt durch viele Jahreswechsel.

Voller Farben passend zu den Nägeln,
setzt mein Herz sofort seine Segel.
Das Herz pocht wie beim simulierten Lauf,
die Mundwinkel richten sich auf.

Kritzel Kratzl als bunte Namen,
meine bunten Hände bilden den Rahmen.
Die Augen flimmern,
eine weitere Träne lässt mich wieder erinnern.

Die gewohnte Wärme von meiner Mitte heraus,
verdrängt die graue Wolke aus Graus.
Ein Film in meinem Kopf aus lachenden Fratzen,
die begeistert in bunten Hände klatschen.

Ein Gefühl so stark wie ein reißender Strom,
verstärkt mein Helfer-Syndrom.
Ja genau das werde ich machen,
nächstes Jahr bringe ich wieder Kinder zum Lachen.

Die Frage in mir warum ich das mache,
ist auf einmal die klarste Sache.
Ninas Worte sind noch klar in meinem Kopf wie gestern,
ich mache DAS um die Welt zu verbessern.
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Was wäre wenn?

Was wäre wenn, es kälter wird,
die Hitze und die Sonn' erfriert?
Wir täglich über Kälte klagen,
uns nun Frostbeulen stetig plagen.

Was wäre wenn, der Arme reich,
der Bettler plötzlich wird zum Scheich?
Der Überfluss ihn überkommt,
ihn nun von all' den Armen trennt.

Was wäre wenn, es heißer wird,
der allerletzte Eisberg stirbt?
Wir schwitzen uns den Popo wund,
ich denk', dass wäre ungesund.

Was wäre wenn, der König wechselt,
erneut sich seine Meinung drechselt?
Ob Mann und Frau als Obrigkeit,
schon bald das Volk nach Neuem schreit.

Was wäre wenn, wir klüger wären,
mehr Technik wir uns so bescheren?
Wir fliegen ganz weit weg ins All,
zur Flucht vor'm End', des Erd' Zerfall.

Was wäre wenn, der Weisheit Wahn,
uns überkommt mit einem Plan?
Wir erstmals über uns nachdenken,
uns Liebe und auch Frieden schenken.

Was wäre wenn, kein Kind mehr weint,
wir uns nun wehren, im Mut vereint?
Es niemand mehr die Hand erhebt,
das Kind auf Wolke Liebe schwebt.

Was wäre wenn, Betrug und Gier,
nichts mehr zu suchen hätten hier?
Die Lüge fest im Keim erstickt,
die Uhr der Wahrheit schneller tickt.

Was wäre wenn, wir uns mehr schätzen,
uns nie mehr mit Hass' Wort verletzen?
Dem Dummkopf bieten wir die Stirn,
nicht Farbe zählt, nur noch das Hirn.

Was wäre wenn, ich nicht erwache,
ich nicht mehr mit den Freunden lache?
Mein Schatz verlor'n in Trauer schwebt,
mein Geiste achtsam in ihr lebt.

Was wäre wenn, das all' passiert,
Gefühle und die Seel' floriert?
Ja dann, würd' dieses klein' Gedicht,
uns schaffen menschlich Gleichgewicht.
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Verbrennt die geist'gen Gitterstäbe, die Freiheit ist's, die ich anstrebe

Es war einmal ein Teddybär,
der fiel beim Bootsfahr'n in das Meer.
Er trieb davon, die Wellen hoch,
das Kind es schluchzt, was mach' ich bloß?

Der Bär im Wasser tief versank,
da kam ein Pottwal, Gott sei' Dank.
Der Pottwal meint, was ist denn das?
Den pack' ich in ein Wasserglas.

Den Bär im Glas schenkt er dem Kind,
der kleine Wal es freudig nimmt.
Du bist so schnuffig und so süß,
der Bär doch weint, er Trän' vergießt.

Der kleine Wal ganz traurig wird,
den Bär er fragt, was ihn berührt?
Ich sitz' in einem Glase fest,
mein Stoffgewand ist voll durchnässt.

Wo kommst du her, der Wal er fragt,
von oben komm' ich, Bärchen klagt.
Mein Kind es mich verloren hat,
ich fiel vom Boot und sank hinab.

Das Walkind lächelt und ruckzuck,
es macht das Glas sofort kaputt.
Der Bär ist frei, der Wal er lacht,
und nun wirst du zurück gebracht.

Der kleine Wal das Bärchen nimmt,
mit ihm zum Boot des Kindes schwimmt.
Dort sitzt das Kind mit traur'gem Herz,
der Bär ist weg, es weint vor Schmerz.

Der Wal er stupst das Kindlein an,
und flüstert leis', sei nicht mehr bang.
Das Kind vor Freud' das Bärchen küsst,
und dankbar Walkind fest umschließt.

Das Wälchen winkt, taucht ab ins Meer,
sie winken dankbar hinterher.
Der Teddy die Geschicht' erzählt,
vom Walkind, welches weise wählt.

Es Freiheit vor dem Kerker wählte,
und somit keinen Freigeist quälte.
Das Kind zuhause angekommen,
es Plan geschmiedet, schnell ersonnen.

Den Fisch im Glas zum Teich getragen,
nie mehr soll dich Gefängnis plagen.
Der Fisch voll Freud' ins Wasser springt,
zum Abschied er ein Liedchen singt.

Die Freiheit ist das höchste Gut,
drum sperr nicht ein, sei auf der Hut.
Wer bei dir bleibt, ganz ohne Zwang,
der schenkt dir Liebe und Gesang.
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