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Gedichte über das Leben - Seite 2258


Fisch ist gesund

Der Mensch jagt schon von alters her
mit Angelhaken, Netz und Speer
den Fisch in jeglichem Gewässer
und liefert ihn dem Koch ans Messer.
Wer sich nicht vegan gebunden,
für den sind die schönsten Stunden,
wenn Frau Forelle, Müllerart,
mit Butter in der Pfanne gart.
Man gart den Fisch mit Buchenrauch,
doch ungegart isst man ihn auch.
Wie wirs von den Japanern kennen
und ihn gebildet SUSHI nennen.
Mit einem Wort, auf viele Arten
erscheint er auf den Speisekarten.
Manch einer zieht zum Angeln raus.
Erstens: Er ist mal aus dem Haus!
Zweitens: Er ist in der Natur!
Wartet er auch oft vergebens nur,
weil auch nicht der kleinste Fisch,
mit ihm heim will auf den Tisch.
Drittens: Das genügt ihm schon,
er pflegt uralte Tradition!
Fisch bringt er trotzdem, ungeniert,
das Fischgeschäft war gut sortiert!
Der brave Aal, der graue lange,
der so aussieht wie eine Schlange,
war kürzlich erst, es klingt wie Hohn,
beinahe eine Währung schon.
Zog man den Räucheraal hervor,
dann öffnete sich jedes Tor.
Er war im ganzen roten Land,
als Allzweckwaffe gut bekannt.
Diese Zeit ist zwar vergangen,
doch muss um den Aal man bangen,
macht man das Leben ihm hier schwer,
dann bleibt er im Sargassomeer.
Der Karpfen in der Weihnachtszeit,
bereichert uns die Festlichkeit.
Der Feinschmecker kennt ihn genau,
Karpfen gebraten, Karpfen blau.
Nun ist es Zeit, um ihn zu achten,
den Hering näher zu betrachten.
Er war, man hat es schon vergessen,
früher ein Armeleuteessen!
Doch wird er einmal fühlbar rar,
ist teurer er als Kaviar.
Man muss nicht jede Form benennen,
da wir sie sicher alle kennen.
Schön, dass es den Rollmops gibt,
als Katerfrühstück sehr beliebt.
Ein Hering wird, das ist frappant,
nach einem Staatsmann gar benannt.
Der Grund dafür ist nicht zu schwer,
Fürst Bismarck liebte ihn gar sehr.
Er ist, ich mach mit ihm nun Schluss,
in jeder Form ein Hochgenuss.
Ob Matjes oder Gabelbissen,
wer möchte schon den Hering missen?
Neben unserem Heimatfisch,
kommen auch Fremde auf den Tisch.
Zehn Jahre Übung braucht ein Koch,
trotzdem bleibt es gefährlich noch,
den Kugelfisch im fernen Land,
zu schneiden mit geübter Hand.
Damit dich nicht der Schlagfluss trifft,
entfernt der Koch das starke Gift!
Wer Geld hat, dem wird es bald klar,
es geht nicht ohne Kaviar.
Man zahlt für eine Mahlzeit eben,
wovon andre lange leben.
Schade, dass für den Genuss,
die Frau Störin sterben muss.
Am Ende fällt mir das noch ein:
Es muss nicht immer fleischern sein,
drum kommt bei uns nun auf den Tisch
zweimal in der Woche Fisch!
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Gedanken zum Essen

Der Mensch braucht täglich Speis und Trank,
und fehlt das, wird er meistens krank.
Vom ersten Schluck, zum letzten Lager,
manchmal fett, doch meistens mager.
Der Mensch denkt, statt an die Kultur,
an Beischlaf und an Essen nur.
Obwohl, das weiß ein jedes Kind,
dies zwei wichtige Themen sind.
Wobei dann, wenn man älter wird,
es mehr zum Essen hin tendiert.
Man kennt nicht Goethe, Bach, indessen,
hat sich ein Bäuchlein angefressen.
Der junge Mensch, meistens ein Single,
isst kaum kulturvoll, dieser Schlingel,
gepflegtes Essen ist ihm schnuppe,
es genügt die Tütensuppe.
Als junger Mensch können die meisten,
sich teures Essen auch nicht leisten.
Wobei, ich sag es ungeniert,
das andre Thema meist regiert.
Gut beraten ist ein Mann,
wenn seine Frau gut kochen kann.
Denn durch tolle Kochmanieren,
kann sie mancherlei kaschieren.
Busen, Beine oder Po,
oder schwache Libido.
Wird wirklich man ein gutes Paar?
Erst mal kochen, ein, zwei Jahr!
Dann erst sollte man sich binden,
ein guter Koch ist schwer zu finden!
Das Thema ist von Wichtigkeit,
drum hat auch schon seit langer Zeit
das Essen einen ersten Platz,
bei Sprichwörtern und Bildersatz.
Nach dem Essen soll man ruh’n,
oder Tausend Schritte tun.
Es ist wohl wahr, doch klingt nicht nett:
Selber Essen, das macht fett!
Noch weniger erfreulich klingt:
Des Brot er isst, des Lied er singt!
Diese Haltung wenig nützt,
weil sie das Unrecht unterstützt.
Was die Kantine uns beschert,
ist selten nur des Lobes wert,
es ist kein Festbankett, jedoch:
Hunger ist der beste Koch!
Ein Henkersmahl wird noch gespendet,
bevor der Dieb am Galgen endet.
Wir sollten nicht die Wortwahl messen,
es ist wohl mehr ein Abschiedsessen!
Wer satt ist bleibt der Schule fern:
Ein voller Bauch studiert nicht gern!
Wir machen Schluss und lassen weg,
Fressorgie und Kummerspeck.
Haben aber nicht vergessen,
die Umschreibung: rückwärts Essen.
Womit man ganz ungeniert,
das Kotzen meint, fein formuliert!
So manches wäre noch zu fragen,
kann man jeden Quark vertragen?
Finden Wasserspiele statt,
wenn man den Darm verärgert hat?
Stopft man sich kritiklos voll,
findet der Magen das nicht toll,
betrachtet das als schlechten Scherz
und reagiert mit grobem Schmerz.
Der Knoblauch zwar gesund soll sein,
doch sitzt man häufig dann allein!
Zum Schluss ich nur noch dieses sage,
und das ist leider keine Frage,
wenn zu Ende ist das Leben:
Hat man den Löffel abgegeben!
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