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Gedichte über das Leben - Seite 1741


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Keine Langeweile mehr !

Samstag Abend Gemütlichkeit,
mein Mann rätselt ich Gedichte schreib.
Gibt so viele Hobbys die wir gerne machen
und auch oft darüber lachen.

Nun hat mir jemand ne Nachricht geschickt,
sie würde vor Langeweile fast verrückt,
was ist denn das,hab ich gefragt,
weiß nicht was ich tun soll,hat sie gesagt.

Ich gab ihr dann so manchen Rat:

Hast du kein Buch das du kannst lesen,
oder gute Musik zum hören,
vielleicht deinen Mann mal wieder betören,
alte Menschen im Rollstuhl schieben,
sie würden dich dafür lieben.

Ach sagte sie,
Bücher las ich doch noch nie,
Musik gefällt mir nicht,möchte keine hören,
mein Mann doch Tag und Nacht nur vorm Fernseher sitzt,
lässt sich nur noch von ihm betören,
Rollstühle schieben kann ich nicht meine Knochen
tun weh,sind nicht mehr so dicht.

Hab ihr noch vorgeschlagen,
um keine Langeweile mehr zu haben:
Mache an deinem PC aus die Maus,schalte den Fernseher aus,
und geht mal wieder zusammen aus.

Auch dazu hatte sie keine Lust nun bekam ich Frust,
einen Rat hätte ich noch für dich,meinte ich,
da sie mir langsam ging auf den Kragen:

Dann lasst euch doch begraben,
so werdet ihr nie mehr Langeweile haben.

Sie war nicht böse mit mir wegen den letzten Zeilen,
dachte selbst nach was ihr Spaß machen könnte,
um sich nicht mehr zu langweilen.

Hatte früher gerne genäht und gestrickt,
ist ihr immer gut geglückt.
Gleich am Montag wird sie Wolle und Stoffe kaufen,
wieder nähen und stricken,und es armen Menschen schicken.

Fand ich sogar besser als all mein Rat,
so wird aus Langeweile eine gute Tat.
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Ein neuer Morgen

Der Morgen träumt. Du schaust ihn im Schlafe.
Er ist noch ein Jüngling, ruht in moosweichen Kissen.
Dich ruft schon dein Tagwerk, dich Fleißige, Brave.
Du wirst ihn die nächsten Stunden vermissen.
Es streichelt ihn scheu deine zärtliche Hand,
als wolle sie ihm ihre Freundschaft geloben.
Halb deckt den Schläfer ein loses Gewand,
Darin sind Hoffen und Bangen verwoben.
Darunter gewahrst du - noch keuschen Blickes -
die zarten Formen erwachender Jugend.
Ist dies ein Versprechen kommenden Glückes
oder der Bote scheiternder Tugend?
Erschrocken enteilst du und misst dich nach Kräften
mit Freunden und Gegnern in Alltagsgeschäften.
Doch in Stunden gereift zum begehrenden Manne,
belegt dich der Tag mit verzauberndem Banne,
entreißt dich mit Macht den prosaischen Nöten,
ein verwirrendes Traumbild lässt dich erröten:
0 dass er dich suchte, o dass er doch käme
und in seine fordernden Arme dich nähme.
Du führtest ihn gern in den Garten der Lüste,
du bötest ihm liebend die wogenden Brüste,
du ließest den Kosenden glücklich gewähren
und wolltest ihm täglich ein Morgen gebären.
Dann endlich naht er - zögernden Schrittes
erreicht er die Schwelle - schlürfenden Trittes
die greisen Glieder gestützt auf den Stab,
in ersterbendem Lichte wartet sein Grab.
Und drin versinken sein Leib und dein Kummer,
ruh’n in den Händen der Schöpfung geborgen,
doch schenken sie dir nach erneuerndem Schlummer
aus erdenem Schoß einen Jüngling - den Morgen.
Günter Uebel, 2006
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