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Gedichte über das Leben - Seite 1691


Abgestürzt

Ja, Du bist gefallen ... abgestürzt ...
was ist geschehen?
Nun liegst Du da und niemand hat es hier gesehen!
Die Felsenspitze war zu hoch für Dich
und auch zu glatt.
Und jetzt? Du bist in einer Felsenspalte
eingeklemmt und ziemlich alles platt!

Bewegung ... ob Bein, ob Arm ist nicht mehr möglich,
jetzt wäre eine Trage wirklich nötig,
um aus dieser hoffnungslosen Lage zu entkommen,
oh´je, jetzt seh´ ich nur noch dunkel und verschwommen!

Inzwischen ist der Tag vergangen,
kein Hilferuf vermag etwas, ja ich bin gefangen!
Die Nacht, sie dehnt sich hin um viele Stunden,
und wieviel Zeit vermag ich hier noch zu umrunden?

Wie lange schon bin ich in diesem Abgrund hier,
ich weiß es nicht.
In weiter Ferne sehe ich eine ganze Weile schon,
ein sanftes Licht!
Bin ich gerettet? Nein, der Fels ist doch
so hart ... ein letzter Schrei ...
leben ... ach leben ... ja bald, dann bin ich ...

Doch sieh´, was ist das ... ich spüre
jetzt eine immer größer werdende Wärme,
der ganze Stein auf dem ich liege,
strahlt eine wohltuende Kraft auf mich
und ich höre Stimmen wie aus weiter Ferne.
Ja, meine Lebenskräfte kehren zurück,
es ist als würden auf einmal alle meine
Sinne wider erwachen ... oder spielen sie verrückt?

Nein, ich bin von einer rettenden Kraft umgeben
die mich zu neuem Leben erweckt!
Ich richte mich auf, es geht,
mein Körper der sich dehnt und streckt!
Hier ist ein Felsvorsprung und hier ein zweiter,
Ich ziehe mich langsam hoch es geht ...
ja, noch weiter ...
jetzt sehe ich schon den Rand
und hier die rettende Hand!
Ich bin wieder in´s Leben zurückgekehrt,
ja, mein neues Leben hat einen hohen Wert!
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Der Satz

Am Ende werde ich den einen Satz finden. Den
einen Satz, der alles erklärt: „Das Glück! Die Liebe!
Den Mensch! Das Universum! Die Wahrheit! Das
Wissen! Und Gott!" Ich werde Ihn finden. Kann
sein, es gibt keine Worte dafür. Dann werde ich
eine Melodie dazu schreiben. Kann sein, es gibt
kein Wissen dafür. Dann werde ich einen Tanz
dazu erfinden. Kann sein, es gibt keine Wahrheit
dafür. Dann werde ich ein Bild dazu malen. Aber
ich werde den einen Satz finden. Der Satz: "Still
und schön! Wahr und reich! Klar und groß!" Und
jeder der Ihn kennt wird es wissen: "Jedes Wort
hat ein Wunder!"

Am Ende werde ich den einen Satz finden. Den
einen Satz der alles erklärt: "Den Frieden! Die
Politik! Das Große! Das Wahre! Das Denken! Die
Kunst! Das Gute!" Kann sein, es gibt kein Leben
dafür. Dann werde ich das Spiel neu erfinden.
Kann sein, es gibt keine Welt dafür. Dann werde
ich die Macht neu zeigen. Kann sein, es gibt keinen
Mensch dafür. Dann werde ich den Traum neu
leben. Aber ich werde den einen Satz finden.
Der Satz: "Stark und rein! Klug und leicht! Hell
und neu!" Und jeder der ihn kennt wird es wissen:
"Jedes Wort hat Liebe!"

Ich denke: „Ich werde den einen Satz finden!"
“Und er schickt mich auf Reisen!" Und ich werde
neu Träumen. Und ich werde neu fühlen. Und
ich werde neu glauben. Und ich werde neu leben.
Und ich werde die Welt neu sehen. Und die Welt,
wird mir alles an Farben zeigen! Und die Farben
werden der Zauber sein: "Der Zauber mit dem ich
denke! Der Zauber mit dem ich lebe! Der Zauber
mit dem ich liebe! Der Zauber mit dem ich alles
habe!" Und ich werde es wissen: „Bei einem Tee!
Beim Einkaufen! Beim Putzen! Und bei allem
was ich will: "Das Leben ist genial!"

Klaus Lutz
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Politiker

Manche Politiker sind stinkfaule Knoche,
die wend blos fresse, aber wellet it kochä.
Sie lebet ohne Sorg in Gottes Welt,
aber kassieret mit Freud unser guetes Geld.
Die Grosskopfete krieget no ä Auto däzu,
natürlich mit Fahrer, hab guete Rue.
Wachleut werdet ihne au no gstellt,
des koscht jo nix, mir hend jo des Geld.
Die verhendret, dass die mol de Frack voll krieget,
wegem dem Lättegschwätz, und wege de Lüege.
Ab und zue mol in den Landtag nei rennen,
des ischt au it so schlimm, do kennet se penne.
Die „Grünen“ hocket mit Striggzeig do drin,
ich glaub, ich hab ä en Fehler bei mir em Hirn.
Ich glaub diä hond do ihre Kindle scho gschillt,
Zeanägel putzä, wär bei dene au soo wild.
Ha die könnet blos sage: „Ich bin dagegen!“
Des woaß doch der Deifel was diä überlege.
Sie werdet au emmer gweckt um diä Mittagszeit:
„Gott sein Dank jetzt isch no soweit.“
So bruttlet se mit dem arg leere Mage:
„ Jetzt goht es zom Esse.“ Do wird keiner klage.
Noch dem Esse do spannt doch dene de Ranzä,
do verlieretse erstrecht die Luschd am Ganzä:
„Jetzt mues mr noch dene Triäler zue losen,
des ischd wie Lensa und Spätzle aus Dose,
wa diä für en Scheißdreck wieder rausplotzet,
do kenntest des Esse doch glei wieder kotzä.“
Dr Steinbrück ist mol wieder ins Fettnäpfle trette,
sagt „Clowns“ zu Kollege, ja kann mer den rette?
Als Kanzlerkandidat müsst der sei Gosche mol zügle,
so e Lättegschwätz kaschd doch nemme ausbügle.
Beim Berlusconi isch „Clown“ au Krottefalsch,
dem kommt doch kei wahres Wort aus em Hals.
Der Lugebeitel hot sei Volk doch scho mol verseggelt,
dass sich do keiner vo de Wähler vor dem Kerle eckelt?
Der andre Simpl will Italien gar doch it regiere,
der will bos sei Gschwätz in der Gegend romschmiere.
Aber manche Politiker schaffet au der Kittel wackelt,
doch se werdet von de andre blos no verdackelt.
„Jetzt gug d’r den a, den hirnlose Narre,
dem fehlt em Hirn doch en riesige Sparrä,
ha ich ben doch it de gleich Seckel wie der,
de Ranzä pflege ist leichter, des fällt it schwer.“
Doch wenn die fleißige Kerle it währed,
ha dann wärs entsetzlich, es wär verheerend!
Ha no dätet manche vo dene faule Knochä,
blos noch eigene bekömmliche Süpple kochä,
ond mir Bürger mir wäred mol wieder die Dackel,
und lasset aus Not die eigene Kittel blos wackle.
Drum, Gott sei Lob und Dank in seiner Höh',
dass ich it lauter so Triäler ond Faulenzer seh',
sonst müsst ich mich sofort, ohne Bedenke,
am nächste, beste Ästle uffhenke.

Janfried Seeburger 26.02.13
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