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Gedichte über Fantasie - Seite 2




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Buchfantasie

Was verschwindet mit echten Büchern,
wenn nur noch alles gibts in digital,
wenn statt auf festen Papiertüchern,
alles nur noch hinter Displays visual?

Das wahre Lesegefühl ginge mir verloren,
legte ich nicht ein echtes Buch in Hände.
Träume zwischen Buchseiten erst geboren,
in Blütenblättern aufbewahrte Traumbände.

Sinnlich angeregt wird auch meine Fantasie,
wenn meine Finger gleiten über altes Papier.
Duft alter Schrift teils aufgetragene Poesie,
weckt Sehnsucht nach Geschichtenzeit in mir.

Als wenn selbst verfasst in der Traumwelt,
geschrieben nachts bei Lagerfeuerschein!
Was Mund zu Mund übermittelt festhält,
bis zum Morgengrauen wird es fertig sein.

Die aufgehende Sonne kaum beachtend,
inmitten von Bäumen so alt wie die Welt,
nur das feste Ziel im Auge betrachtend,
unvergessen für die Nachwelt hergestellt!

In Jahreszeiten in Stunden kalter Nächte,
im Innern zwangsweise meist sitzend,
gern draußen warm mehr Zeit verbrächte,
so überwintert die Sonne in Geschichten.

Wie gerne finde ich mich dort verträumt ein,
wo Aragorn und Eragon Abenteuer erleben!
Wo sie getrennt, vereint Gutes anstreben,
wo romantisches Stelldichein darf sein.

Wenn Elbenprinzessin Arwen ihrem
Aragorn den Sieg versüßt,
wenn Arya und ihr Drachenreiter
im siebten Himmel gleiten,
gemeinsam je als Pärchen manch
kühne Aufgaben bestreiten,
als Lohn für ihre Mühen alle vier
vom Liebesglück begrüßt.

Gefesselt von was so über sie in
echten Buchseiten steht,
viel zu schnell beim Lesen und
Miterleben die Zeit vergeht.
Manch Wunsch dabei funkelt tief
in meinen Augen,
von Hand zu Hand gereichte
Blütenblätter es mir so erlauben...
l
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Arwen & Aragorn

Als das Wasser fällt, scheint das Mondlicht anmutig hell,
wo der Wind in den wehenden Blättern leis flüstert.
Sie tanzt auf blühender Erde im beschimmerten Rondell,
zur Musik, die von der Brise luftig getragen knistert.

Beim sanftesten Klang des fröhlichen Elfensingsang
lächelt sie zum Tanzschritt des Frohsinns doch bang.
Arwen Evenstar, du bist sein Licht in der Dunkelheit,
wenn der Pfad der Schatten seine Grauen ihm zeigt.

Inmitten des Elfenliedes, aber in weiter Ferne,
ging er ins Exil, selbst erwählt, sichtlich ungerne.
Dort streicht Aragorn müde durch den dichten Wald,
auf der Suche nach Ruhe vor Kampf und Gewalt.

Ein sterblicher Mann mit angesammelten Jahren,
verflucht mit der Sehnsucht, ihrer Stimme auszuharren.
Der König ohne Krone schleppt sich mit schwerem Herzen,
sein Geist belastet von bittersüßen Schmerzen.

Aber als die Zeit ihr unsicheres Garn gesponnen,
durch ihr Schicksal waren sie zueinander gekommen.
Unter dem Himmel Hand in Hand sich gesellt,
verbunden in Liebe, um ihre Zukunft nicht gut bestellt.

Krieg war sein Weg und der Westen ihre Wahl,
ungleichen Liebenden drohte einsames Schicksal.
Trotz der Schwierigkeiten war ihr Glaube stark,
was auch immer auf beide noch zukommen mag.

Morgen müssen sie sich trennen, gibt kein Wegrennen,
er steht am Rande der Hoffnung, will es Zuversicht nennen,
hat keine Angst, sein Herz bleibt sicher in ihren Händen,
und ihres wird er, von ihm wohlbehütet, mit sich nehmen.

Ein Weg mit höchst obskuren Geheimnissen und Umtrieben.
Sie flüsterte süß zu ihm in seiner sorgvollen Aussicht,
"Wenn du nichts vertraust, vertraue uns, vertraue der Liebe.
Das Licht von Evenstar erlischt auf ewig nicht."

In all der Zeit, sein Herz war unbeugsam, wild und helle,
war in fernen Ländern unter seltsamen Sternen.
Sie im Bangen zwischen den Liedern der Wasserfälle,
in einem grünen und bezaubernden Tal am Geduld lernen.

Sein Herz liebte ihres schon seit Tausenden von Jahren,
zwischen den silbrigen Stämmen der vielen Birken,
hofften immer auf den Frühling, trotzten allen Gefahren,
mit Tränen in den Augen umarmt, ihr Glück am wirken.

Endlich waren Arwen und Aragorn selig verheiratet,
und sie wurde aus Liebe zu einem sterblichen Lebewesen,
nachdem sie ein Leben lang auf ihn hatte gewartet,
trotz seiner jahrelangen Reise ungetrübt verliebt gewesen.

In der lauen Sommerbrise finden sie Friede,
und noch viel mehr wollen sie entdecken.
Was sie ihm schenkte, er ihn ihr erweckte,
was er längst begriff ... war wahre Liebe.

© meteor 2024
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