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Gedichte Über Erkenntnisse - Seite 151


Die Waage des täglichen Lebens!

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Historie, Kunst, Literatur, Geschichte - Beiträge.
Gedicht - Nr. 1233 von 1488 Gedichten

Auf goldenen Schalen ausgebracht
was Freude Kummer oft gemacht.
Wollt wissen war es gut das Leben?
War`s unrecht da viel Leid zugegen?
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Auf linker Seite eingebracht
all das was recht viel Leid gemacht.
Auf rechter Schale aufgelegt
was Freude und mein Herz bewegt.
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Nach welcher Seite schlägt es aus?
Was kommt am Ende dann heraus.
Hat solches Wiegen wirklich Sinn
in welcher Schale liegt was drin?
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mehrfach war heftig Hagelschlag
und Bitterkälte - viele Tag.
Auf rechter Seite Sonnenschein
und Sommerregen frisch und rein.
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Sehr schwer sehr lang das Lagerleben
wo Hunger Armut stets zugegen.
Auch Jauchen, Hochzeit, Kindersegen
zwei Töchter die mir Gott geben.
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Oft Tränen, Kummer - Tag und Nacht
manch Schicksalsschlag mit zugedacht.
Im Dichten – Malen, fand ich Glück
im Garten hatte gut Geschick
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Der Vater viel zu früh gestorben
an Geld oft wenig - viel Krankheit Sorgen.
Erfolge groß im Sport - Tochter gehabt
die Jüngste viel Hilfe mir gebracht.
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Die Frau recht krank schon lange Zeit
Ich selber- auch dies keine Freud.
Hab warme Stube, Rente gut
und auch zum Essen ich genug.
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Viel Unrecht Leid mir man angetan
man lies mich kommen nie voran.
Doch auch Erfolge ich gehabt
Im Leben allerlei vollbracht.
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Die Waage aber schlug nie aus
egal wo was - ich legte drauf.
Was ist im Leben Freude – Leid
Und was ist gute - schlechte Zeit?
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Es ist nicht Geld - Nicht Macht - Nicht Rum
Das Glück das ruht allein - im guten Tun.
Betrachtet man die Welt die Große
Da ist viel Leid - viel Schicksalslose.
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Es ist bei vielen Glück und Segen
Doch es ist viel was wir nicht sehen!
Was bei uns Kummer für andere schon Glück
Die Welt - das Leben - ist verrückt.
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Was Glück, was Unglück, seltsam Spiel
Der Mensch der möchte meist zu viel.
Sehr vielen geht es wirklich schlecht
was ist im Leben denn gerecht?
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In unserer Welt oft große Not
gar viele sterben da kein Brot.
So viele auf der Straße leben
gar vielen Kindheit - nie gegeben.
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Ums nackte Leben viele kämpfen
In Kriegen Leid geschieht den Menschen.
Auf dieser Erde viel Gewalt
Krankheit und Seuchen anderthalb.
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Ein mancher taub ein anderer stumm
mal ohne Glieder - schiech und krumm
gelähmt, mit reichlich Atemnot
bei vielen alles aus dem Lot.
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Peter Leitheim: Gedichte
Deutsche Gedichte Bibliothek.
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Im Vorraum des Glanzes

Wir rauchten einst den Nebel der Flucht,
verloren im Schweigen der inneren Sucht.
Heut trinken wir bitter, was gestern begann,
vergessen als Trost, so gut man es nur kann.

Wir drehen uns weiter im Karussell der Mode,
getriebene Träumer im flackernden Code.
Was glänzt, wird begehrt, was still ist, verliert,
ein Spiel, das sich selbst immer neu inszeniert.

Die Schickeria thront auf vergoldeten Höhen,
wo Scheine regieren und Gedanken vergehen.
Kein Platz für die Kunst, kein Ohr für den Sinn,
nur Glätte und Ordnung bis tief nach innen hin.

Die Türen sind schwer und bleiben verriegelt,
unsre Sehnsucht verhallt, geschniegelt, versiegelt.
Wir warten im Vorraum der glänzenden Kunst,
Statisten des Reichtums, gefangen im Dunst.

Wir basteln uns Kronen aus schimmernder Lüge,
stapeln die Nächte zu trügerischem Gefüge.
Wir nennen es leben, was flimmert und flieht,
bis morgens nur bleibt, was man deutlich jetzt sieht.

Dann stehen wir da, nur Schatten im Licht,
verlorene Formen mit hungerndem Gesicht.
Der Glanz, den wir suchten, hat uns nie gemeint,
nur Spiegel geschaffen, in denen man weint.

Die Straßen erzählen von Gier und Gewinn,
die Fassaden versprechen, doch lassen uns nicht hin.
Wir bleiben die Zuschauer draußen im Spiel,
ein Einsatz aus Hoffnung, ein unerreichbares Ziel.

Und dennoch, im Schweigen der nächtlichen Zeit,
glimmt leiser Widerstand, zaghaft, doch bereit.
Ein Funke, der zweifelt am eisernen Schein,
am Gesetz der Oberfläche: Du musst glänzend sein.

Wir sind Außenseiter im falschen Himmel,
unbeachtete Sterne im grellen Gewimmel.
Wir warten auf Türen, die keiner uns zeigt –
und hoffen, dass eine sich irgendwann neigt.
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